Rostbratwürstel braungebruzzelt

Nürnberger Rostbratwürstel

So eine Aufregung heute, da testet der VKI nach Jahren wieder die handelsüblichen Olivenöle quer durch die Supermärkte und es kommt wieder was Schlechtes dabei heraus. Gewinner in der Kategorie “nativ extra” ist jedenfalls das echt Bio Natives Olivenöl um 7.99,- bei Penny, und weil dort grad ein Parkplatz vor der Türe frei war, ich gleich rein, und kauf das Öl zum Testen am Wochenende. Dann haben mich noch die Nürnberger Rostbratwürstel angelacht, die in neutralem Öl, schön braungebruzzelt werden. Bravo, Penny!
Dazu passt die Erdäpfel-Fritatta von gestern oder das Erdäpfel Pürre von voriger Woche.

VKI Olivenöl Test: Olivenöltest im Überblick

Kurier Artikel von heute und Testsieger von Penny

Tag der Thymian-Erdäpfel-Fritatta

Erdäpfel-Firtatta aufgeschnitten

Gestern zum “Tag der Fahne” gab es eine interessante Diskussion darüber, wie Nationalstolz, stolz sein auf Österreich, oder “auf etwas stolz” im Allgemeinen sein, und das Wort “Stolz” überhaupt gemeint ist und ob und wie es das gibt. Einer hat in der Runde mit so kurzen Wörtern generell ein Problem, sie sind im suspekt – und das Wort Stolz ist so wie Loch, Zahn, Klotz, Lift, dass muss an dieser Einsilbigkeit liegen, denk ich mir. Und eigentlich ist es ja nur Zufall, in ein Land geboren worden zu sein, man hat das Land ja nicht gemacht und ist auch nicht Franz Klammer, Berta von Suttner, I-am-from-Austria-Reinhard-Fendrich oder der Figlmüller – obwohl wir dann alle gerne Schnitzl gegessen hätten und nicht Angler – die das vielleicht anders sehen. Es ist aber grundsätzlich angenehm zu sagen, man kommt aus Österreich und die Anderen haben zumindest eine Vorstellung. Na gut, gestern “Tag der Fahne”, heute “Tag der Thymian-Erdäpfel-Fritatta”.
3-4 mittelgroße Erdäpfel schälen und grob reiben
mit einem Schuss Schlagobers und 2 Eiern rasch verrühren (sonst verfärben sich die Erdäpfel zu schnell), Salzen, eine Handvoll geriebener Parmesan und frischen Thymian unterrühren. In deiner Pfanne Olivenöl erhitzen und von beiden Seiten 10-15 min knusprig braten. Beim Wenden entweder in Vierteln schneiden oder auf ein Brettl stürzen und zurück in die Pfanne gleichen lassen.
Mit frischen Thymianblättern bestreuen und servieren.

Erdäpfel-Fritatta

Varianten:
Erdäpfeln mischen mit
mit schwarfen Würsteln (diese spanische Chorizo Wurst)
oder anderem Gemüse wie Paradeisern (halbierte Kirschparadeiser), Zucchini, Zeller, Kürbis braten.

in einer großen Pfanne (je dünner umso schneller durch) braten


Wir sind die meiste Feiertagssuppe

Schulterscherzl im Suppentopf

Neuerdings muss ich ja immer Krone-Hit – wir sind die meiste Musik – hören weil mein Oldie Sender Superfly ist nicht lol genug. Ausserdem turnt der den swag (so eine Art gute-Laune-Präsentier-Modus) nicht on.  Immerhin weiss ich jetzt, dass bald die erste UBahn Party der Welt steigt, dass es einen Flirtprotector gibt (nur für alle Fälle:0664 940 81 45), ich mit DJ Antoine (der mit dem Welcome to St.Tropez Hit) jetzt auf duunddu bin und Comander Leon mich sicher durch den Tag bringt. Sehr gerne verfolge ich auch Blumenstrauss oder Beziehungsaus mit Meinrad – beinhart (5 vor 8). Die sind vielleicht die meiste Musik. Wir sind die meiste Feiertagssuppe und kochen ein Schulterscherzl gleich mit.

Wurzelwerk (5 Karotten, 2 gelbe Rüben, Stück Zeller, ein Lauch)
in Öl anrösten
mit heissem Wasser aufgiesen (ca. 1 Liter)
2 Beinscheiben (Rindfleisch) dazugeben, aufkochen lassen
1 Stück Schulterscherzl (ca. 1 Kg) dazu geben
5 Minuten schwach wallend kochen und den Schaum abschöpfen
3 Lorbeerblätter
8 Pfefferkörner
3 TL Salz
und 2-4 Stunden auf kleiner Flamme dahinköcheln lassen (sieden). Die Farbe wird verbessert, wenn man die letzte halbe Stunde eine Zwiebelschale mitkocht.

Wurzelwerk schälen und im Topf kurz anrösten, gibt ein gutes Suppenaroma

Zuerst die Suppe essen, dann das Schulterscherzl aufschneiden, mit Butterkartoffeln, Spinat, fertig.

Mit grünem Curry quer durch Wien

grünes Curry heizt ein

Zur kleinen Bürofeier die 3fache Menge vom grünen Curry gekocht, den riesen Topf dann in eine Ikea Tasche gestellt, Basmati Reis in einen anderen und rechtzeitig auf den Weg gemacht. Am Gürtel hat es schon derart geduftet, dass ich mir ein Planquadrat ganz lustig vorgestellt hätte und mir die Geschichte von meinem Onkel Franz einfällt, der mit einem vollem Gulaschtopf im Kofferraum an einem heiligen Abend kurz falsch parkt und abgeschleppt worden ist – schöne Bescherung. Auf der 2-er Linie war dann so ein Stau, daß mir beim Palais Auersberg die Scheiben schon derart angelaufen sind und ich ewig in der Kolonne steh und schon überleg das Curry am Karlsplatz  zu verteilen. Von dort geht es aber ruckizucki weiter, und mein erstes Roughcutcatering geht gut aus: ganzer Topf leer.
Einfache Menge:
Einen großen Topf aufsetzen und in Sonnenblumenöl 3 gehackte Zwiebel,1 daumengroßes Stück geschälten und geriebenen Ingwer und 1 zerkleinerte Knoblauchzehen anschwitzen. Mit 1 EL Currygewürz, geriebener Koriander, Kaffier-Blätter, 1-2 Chilischoten (halbieren und entkernen) und Salz würzen und 2 Dosen Kokosmilch löschen. Zeller- und Kürbisstücke (Butternuss) sowie  4 in Streifen geschnittene Hühnerbrüste reinrühren. Eine halbe Stunde köcheln lassen, nachwürzen. Am Schluss grüne Fisolen (die frische Ernte tiefgefrorenen) die letzten 5 Minuten mitkochen. Mit grob gehacktem Basilikum und Koriander finalisieren.

im großen Topf köcheln und bei Bedarf nachwürzen

Cést un Apfel-Quitten-Chutney

Chutney in ganz saubere Gläser abfüllen

Diese schönen barocken Früchte, die es jetzt am Markt gibt,  sind – so toll sie ausschauen, verdammt schwierig zu verkochen. Zuerst hab ich es mit Quittenkäse probiert, nicht gelungen – ja nie wieder mit Honig anrühren. Und dass ich aus der letzten Quitte doch noch was zusammenbringe, verbinde ich das Nützliche mit dem Nützlichem und höre beim französich-fragen-lernen zu. Bilde mir jetzt bitte zu folgendem Satz die 3 intonation/est-ce-que/inversion Fragen:
Also: C´est un Apfel- Quitten-Chutney.
Est-ce que c´est un Apfel- Quitten-Chutney?
Est-ce un Apfel-Quitten-Cutney?
Oui, cést un Apfel-Quitten-Cuttney.
Na bitte, geht ja, oder wie wir Franzosen sagen: Oui, il va!
Rezept:
Eine Quitte (ungeschält) und ca. 6 Äpfel (geschält) teilen und Kerngehäuse herausschneiden und mit einer Packung 2:1 (500g) Gelierzucker, etwas Wasser und einem kleinen Glas Apfelessig weichkochen (ca. 20 Minuten). Mit dem Stabmixer pürieren und weitere 10 Minuten weiterkochen. In saubere Marmeladegläser abfüllen. Fertig.
Ergibt 6 Gläser und passt sehr gut zu Ente und Gans. (11.11. ist Martini!!)

ab ins Glas, Einfüllstutzen hilft

Apfel und Quitten würfeln

schön sind sie ja, die Quitten

Erste Haube für das Erdäpfelpüree

Die erste Haube für roughcutblog: Erdäpfelpüree

Er ist da: der Guide Gault Millau 2012, sympathisch, praktisch, gut – für Auskenner in der Welt der besonders feinen Gaumenfreuden. Interessantes Setting gestern bei der Buchpräsentation: zwischen Lipizzanern, Sängerknaben und allerhand Gesellschaftskünstlern erging die erste Insider-Haube Roughcutblog für das Erdäpfelpüree vergeben. Pssst! Aber das ist wirklich streng geheim. Wir gratulieren.

erste Insiderhaube an roughcutblog

Püreekartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser weichkochen. Abseihen, in einen Topf ein Stück Butter und kalte Milch giessen, Erdäpfel durch eine Presse drücken, mit dem Schneebesen gut verrühren und event. noch mit Milch verdünnen oder Butter und Salz verfeinern. Dazu gab´s heute Leberkäse.
Bio-Püree-Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser weichkochen

www.gaultmillau.at

Fenchel-Orangen Crostinis

Crostinis mit Fenchel und Orangen

Jetzt wird wieder einmal richtig diskutiert. Nämlich wer welchen von den zig Gutscheinen für den morgigen Woman Day bekommt. Die Eine will unbedingt Geox, Salamander und Stiefelkönig, und gibt freiwillig Deichmann, Humanic und C&A her, obwohl es dort ja auch “Kinderklamotten” gibt. Die Andere nimmt sowieso alles mit Beauty, Pandora und Monsoon,  will aber auch Stiefelkönig, aber vor allem deshalb, weil sie jetzt richtigeWinterstiefel braucht, weil die Uggs gehen ja nicht, die kriegen ja Flecken, sag ich doch immer.  Hilfe, gebt mir nur NIKI, ich hau mit meinen Orangencrostinis auch gerne gleich ab.

Weissbrot toasten, Fenchelknolle dünn aufschneiden, aus einer Orange Filets schneiden, den Rest ausdrücken, Olivenöl, Salz, etwas Zucker, Pfeffer, fertig.

Fenchelknolle aufschneiden und mit Filets und Saft einer Orange marinieren

Pole von einer Orange schneiden, aufstellen,  Rand wegschneiden,
zwischen den Häuten die Filets rausschneiden

Weissbrote im Rohr toasten oder in der Pfanne rösten

mit Weintraubenstrudel herumbröseln

Weintraubenstrudel

Das Gratisbuch ist wieder da, und die Aktion jährt sich zum 10. mal. Nach berühmten Autoren wie  Simmel, Irving, Hornby verschenkt die Stadt heuer Mario Vargas Llosa. Und zwar 100.000 Bücher davon noch bis zum 22. Oktober. z.B. in jeder Buchhandlung. Schöne Sache. Und ich ignoriere jetzt die Theorie von Marshall McLuhan – ein Medienauskenner, der sagt: der ist-ein-gutes-Buch-Test findet auf Seite 69 statt. Ist die gut, ist das ganze Buch gut. Was ich – seit ich das weiss – auch immer mache, aber diesmal nicht. Und während ich mit einer Hand meinen Weintraubenstrudel esse und dabei herumbrösle bin ich schon mitten in der ersten Seite des neuen gratis Buches, Peru, Bogen, Pfeile, wilde Baumwolle und wilde Flüsse und lese jetzt diese Geschichte vom “Der Geschichtenerzähler”.

Eine Stadt. Ein Buch.

Weintraubenstrudel:
Zutaten:
1 Packung Strudelteig
ca. 1/2 kg kleine Weintrauben
2 Hand voll Brösel
1/2 Packerl Butter
100 g geriebene Walnüsse (kann man weglassen, wer keine Nüsse mag)
Zucker

Butter schmelzen und Brösel darin hellbraun rösten, geriebene Nüsse und 3 EL Zucker dazu. Weintrauben untermischen. Strudelblätter bebuttern und die Fülle im oberen Drittel verteilen. Mit Hilfe des Geschirrtuchs die Strudelblätter einrollen und auf ein Blech. Bei 200 Grad 25 min backen.

Ein Packerl Strudelteig ergibt 2 Strudeln

Weintrauben-Brösel-Trauben-Mischung auf die fertigen Strudelblätter

im Topf die Brösel mit Butter hellbraun anrösten,
gerieben Wallnusse und etwas Zucker dazu und mit Weintrauben mischen

Karottensalatidyll gefällt mir

Karottensalat mit gerösteten Mandeln und Granatapfelkernen

Nimm das: die Tochter darf heute eine Party zuhause feiern. Gegen jede Vernunft und alles was man eh schon weiss. Eben echt mutig. Gut, aber wir hatten ja schon eine im Vorjahr und die war jetzt großzügig gesagt überschaubar und damit hat sie sich in die nächste Runde qualifiziert und ihr das “Gscheit sein beim Blödsein” soweit 100 mal vorgesagt. Jetzt hab ich die Böden abgepickt, Mistsäcke aufgehängt, die Nebelmaschine angeworfen, 2 Blech Brownies gebacken und so. Wie viele kommen nocheinmal? So genau weiss man das nicht, so unkonkrete 40 haben über Facebook geantwortet “nehme teil” und ein Duzend “vielleicht”. Ich schau wieder auf und 3 Schulmädchen haben sich in Vamps verwandelt. Ich flüchte mich sofort in mein Karottensalatidyll, und vertschüss mich in die Nachbarschaft und komme um Punkt Mitternacht wieder. Ich hoffe das “gefällt mir” dann.

5 Karotten schälen und grob raspeln
mit Sonnenblumenöl, Orangensaft, Zitrone und Salz würzen, Granatapfelkerne und geröstete Mandeln drauf.

Vergnügen ist ein Luxus

gebratene Hühnerbeine mit Erdäpfel, Kürbis und Süsskartoffel
Leuchtbuchstaben zu kaufen, macht nur Sinn,
wenn man Buchstaben richtig aneinanderreiht

Im Zeitalter vor Rechtschreibprüfung und Safari, konnte fast niemand folgenden Satz richtig schreiben: Der Bischof von Baden Württemberg nimmt gegen seine katarrhartigen Symtome Schlämmkreide in Stanniol gewickelt, während seines Kuraufenthalts in Libyen. Heute, kein Problem, oder einfach ausprobieren. Oder der: Luxus ist kein Vergnügen, aber Vergnügen ist Luxus. Oder diesen: Hühnerbeine mit grob geschnittenen Kürbis und Kartoffelstücken am Blech gebraten schmecken einfach gut!

Zutaten für 6 Persoenen:

18 Hühnerkeulen 
6 speckige Erdäpfel 
1 Süsskartoffel
1 gutes Kürbisstück
Hühnerkeulen waschen, trockentupfen, Erdäpfel waschen und vierteln, Kürbis und Süsskartoffelstück schälen und grob schneiden. Alles auf ein Blech oder in einer große Form, mit neutralem Öl betreufeln und salzen und ca. 1 1/2 Stunden im Rohr bei 180 Grad durchbraten. Immer wieder wenden. Nachsalzen. Nach Lust mit scharfem Senf und frisch gehackter Petersilie finishen.