mein “heute leben” Nudelsalat vom Freitag 26.7.17.30 Uhr ORF 2

www.roughcutblog.com Nahaufnahme RoughCutBlog, der ORF zu Gast bei Alexandra Palla

“heute leben” hat war gestern für morgen da!
“heute leben”, das ist die Ex-Sommerzeit, vorher “Willkommen Österreich”, oder auch Vorabend im ORF. Sie machen eine Foodblogger Story und wollen  Kevin, den Stepfordhusband und mich gerne besuchen. Ich soll zuerst was Pikantes machen, dann Kevin was Süßes. Sie kommen rechtzeitig und brauchen ca. 3 Stunden, keine großen G´schichten, passt ja sehr gut, und mir ist sofort klar: Nudelsalat, schön sommer, schön simpel, schön retro. Es läuft wie am Schnürchen, die Töpfe, die Kameras, die Teller, das Interview (jetzt-sind-wir-aber-per-Sie!), die Küchenleiter, und…bitte jetzt…..und stop, und weiter….nicht reden und ….aus, und …..rechts ab…..und jetzt von links kommen – nein falsch, von rechts…..und ab…..und weiter…..und jetzt ……uuuuund……..jetzt das Ganze nocheinmal! Und wann ich meine Fotos mach, na jetzt, und wie ich meine G´schichten schreib, na so, und was mein liebstes Küchengerät, na das Brett, und mein größtes Küchengeheimniss, na die Folie um´s Handy, und wie schmeckt das dann eigentlich, na so.
Und wann kann man das fernschaun, na dann: FREITAG, 26.7. ab 17.30 auf ORF 2
heute leben“, ORF 2 täglich Montag bis Freitag von 17.30-18.30.
Und wann kann man das essen, na sofort!
Der Beitrag steht noch einige Tage auf der  Mediathek vom ORF zur Verfügung!

REZEPT für retro Nudelsalat:
1 Packung Spiralis al dente kochen, mit kaltem Wasser abschrecken, mit gebratenen Zucchini, kleinen Gärtnerparadeisern, Salatblätter, Kräutern, Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer zu einem Salat marinieren. Am Schluss kommt ein Löffel Ziegenfrischkäse drauf.

Finderlohn gefüllte Paprika!

Wo sie jetzt genau unterwegs war, will ich vom kleinen Kind wissen, das gibt´s ja nicht, dass man die Baumwolltote -oder wie das heißt- samt Handy, Geldbörsl und den 3 (!) neuen IPhone Hüllen (Toast, Schokolade und Kätzchensilikone) beim Radlfahren verliert und gar nicht mehr wieder findet. Aber sie hat es doch eindeutig gespürt, der Stoffbeutel ist an genau dieser Ecke noch an der Gipshand gebaumelt, dann haben sie sich doch nur kurz daher gesetzt und haben beim Skaterplatz das noch gemacht bevor sie wieder durch den ganzen Ort. Beutel und Inhalt einfach vom Erdboden verschluckt. Also werf ich den Rechner an, macht 50,- Euro- Finderlohn -Abreiss-Zettel, geh damit durch den ganzen Sommerfrischeort und plakatiere bei der Bäckerei, traurig-Daily, Trafik, Parkplatz, Humana Kisten, Tankstelle (….”normalerweise doan ma so wos oba ned”…..)Bankomaten, Touri-Info-Point und den 2 Supermärkten. Dort nehm ich gleich noch ein bissl Paradeis-Passata in Flaschen mit, denn der Rokitansky hat vom Wochenmarkt herrliche Gartenpaprika mitgebracht, mit der die Samstagsanreise auf das Willkommenste mit gefüllten Paprika bekocht wird. 

8 kleine geköpfte Gärtnerpaprika – Deckel aufheben
gefüllt mit einer Mischung aus:
500 g Faschiertes (halb/halb)
1-2 in Wasser eingeweichte altbackene Semmel, gut ausgedrückt
1-2  gehackter Zwiebel leicht angedünstet 
1-2 ganze Eier, eine Hand voll Brösel, Salz, Pfeffer, etwas Senf, Knoblauch, Majoran – Paprikadeckel verkehrt wieder draufstecken – stehend in einer festen Form in etwas Olivenöl 1 Stunde im Backrohr bei 180 Grad braten. Eine Paradeissauce aus 2 Passata Flaschen in vorgedünsteten Zwiebeln einkochen – ist was vom Faschiertem übriggeblieben, Polpetti daraus formen und kurz mitkochen – ein bissl -nach Wiener Art – zuckern, dann die Paradeiser-Pfanne im Rohr, grad daß die Form nicht übergeht-  auffüllen und nochmal 30 min fertigdünsten. Den Rest der Paradeissauce über die fertigen Paprika am Teller gießen. Beim geheimen Telleraufschlecken bin ich mir sicher, daß die 50,- Euro die falsche Belohnung an den ehrlichen Finder sind, ich hätt doch gefüllte Papirka drauf schreiben sollen.
Hatten wir schon ähnlich unter “gefühlte Paprika” und “g´füllte Nauscherln

Actiongetter Marillenstrudel

Das beste Gastgeschenk an unsere Sommerfrische WG: eine Steige reifer Marillen und sie wurde gerecht aufgeteilt. Marmelade- hatten wir schon, Kuchen – hatten wir schon, Knödel – kommen noch, und dann, diese Idee von Strudel. Oischwör – sagt das große Kinde jetzt pausenlos, was – glaub ich -soviel heißt wie “ich schwör”, hab noch nie einen Strudelteig selber gemacht. Sicher, zugeschaut schon 100 mal, wie meine Mama dieses glänzende Knödel mit Öl bestreicht, ihn unter einen Glasschüsselsturz neben den roten Siemens Klappzahlradiowecker stellt, meistens lief Walter Gröbchens Musicbox dazu, die Minuten der schwarzen Blätter mit weissen Zahlen sind regelmäßig runtergefallen, dann war die Musikbox vorbei, wir Kinder sind immer noch auf unseren hohen Basthockern an der Küchenbar beim Aufgabenmachen hin-und-her-geschauckelt, und nach so cirka einer Stunde wurde zuerst ein Puzzle aus 3 feuchten Gschirrhangerl, darüber ein Puzzle aus 3 trockenes Gschirrhangerl gelegt, dann hat meine Mama Mehl in großen Gesten auf die Hangerlunterlage gestreut, den glänzenden Teigknödel genommen, zuerst mit einem bemehlten Nudelwalker pizzateigartig ausgewalkt und dann ist so ein kleines Wunder geschehen, dieser Knödel hat sich über ihren Handrücken zu einer hauchdünnen Riesenhaut ausgezogen, ganz ohne Löcher, Walter Gröbchen hat nur so gestaunt, die Klappzahlen in Zeitlupenmodus gegangen, staunend wie ich, einfach so. Oischwör,   bei meinem ersten Strudelteigversuch-  ganz roughcutmäßig, sag ich´s ehrlich, ein bissl Übung ist nicht schlecht, aber der erste Versuch ein echter Actiongetter: knuspriger Marillenstrudel!
Einen Strudelteig aus 200 glattem Mehl, 1 EL Öl, 1/8 l warmes Wasser und einer Prise salz zusammenkneten – jetzt erinnere ich mich wieder, meine Mama hat Mehl aufgehäuft und das warme Wasser wie in einen Krater mit dem Zeigefinger eingerührt – ich Idiot heute mit dem Mixer, vergiß es, also Teig zu einem glatten Knödel kneten und unter einem Glassturz (oder mit Folie abdecken) eine Stunde rasten. Das G´schirrhangerl Puzzel auf den Tisch, Teig auswalken, mit bemehlten Handrücken zärtlich ausziehen. Geröstete Brösel auf dem Teig verteilen, Mariellenhälften mit Zucker zu einem Röster einkochen, auf das untere Drittel verteilen, dort das G´schirrtuch anheben und damit den Teig mit Inhalt zu einem Strudel rollen.Auf ein eingebutters Blech gleiten lasse, mit Butter einpinseln und im vorgeheizten Backrohr ca. 40 Minuten knusprig backen.
Und hier die echten Actiongetter:
– was den Teig betrifft: er darf nicht zu klebrig sein, Wasser nur nach und nach dazu geben. Reisst der Teig beim auseinanderziehen, nochmal ein Knödel mit etwas Mehl kneten, kurz rasten lassen, dann nocheinmal ran an den Teig
– was die Brösel betrifft: mit echter Butter schön braun rösten
– was die Marillen betrifft: nur wirklich reife Marillen nehmen und in der Sonne anwärmen lassen, geht natürlich auch mit Kirschen, Zwetschken, Pfirsichen, Äpfel sowieso
– was das Blech betrifft: ich pfeiff ab sofort auf das Backpapier, es backt besser ohne, waschen musst du das Blech sowieso.
Noch so einen Strudel hatten wir auch in dieser Variante 

 


Kirschenkuchen und dann schaun wir weiter

Das eigene Kind versteht das Alles nicht, sagt sie zu mir. Zum Beispiel, der Vater ihrer Sommerfrischefreundin ist so fleissig, der steht jeden Tag um halb 5 auf und tragt für den Bäcker im Ort die frischen Semmeln aus. Da fallen für die Freundin und sie schon einmal ein paar gratis Kipferln ab und sie dürfen den Hund von der Bäckerin äußerln führen. Dann steht er den ganzen Tag in einem Geschäft und verkauft auch Süßigkeiten. Sie bekommen dort natürlich jede Menge gratis Zuckerln und Sachen. Außerdem organisiert der Vater der Freundin ihr alles was sie sich wünscht und das, zu jeder Tages und Nachtzeit und sie kriegt obendrein auch noch irre viel Taschengeld, dass sie sich jeden Tag Pizza oder Pommes plus Cola zu mittag kaufen kann, und wir, was machen wir? Wir sitzen den ganzen Tag nur vorm Computer!  Schau mal Schnubbele, sag ich zu ihr, reg dich doch jetzt nicht so auf, leg doch das Handy ein bissl zur Seite, iss einmal den guten Kirschenkuchen und dann schaun wir weiter.

Gleichschwerkuchen aus: Eier, Butter, glattem Mehl, Staubzucker (alles so schwer wie 4 Eier), zuerst die weiche Butter mit dem halben Zucker rühren, Dotter dazu, Schnee mit der zweiten Zuckerhälfte aufschlagen, zusammenrühren, Mehl und 1 TL Backpulver drübersieben, Masse auf ein Backblech, Kirschen drauf und im vorgeheizten Backrohr ca. 45 min backen.
Das passt dazu:
eine zufällige Kirschenwähe
Marillenkuchen 1
Marillenkuchen 2
Marillentarte
Ribiselfleck

Eine Woche am Meer ist perfekt. Wurstsalat.

Eine Woche am Meer ist perfekt. Eine Woche lang jeden Tag Krautsalat und Sachen aus dem Meer am Grill essen, eine Woche lang jeden Tag mit einem Tuk-Tuk in eine Bucht hin und dann wieder zurück fahren. Eine Woche lang einmal ein gutes Buch am Stück lesen und sogar ein zweites anfangen, eine Woche lang jeden Tag einen 5 Uhr Eiscafe – bitte nur Eiswürfel – aus dem Strohhalm mit braunem Zucker schlürfen, die Kristalle zerbeissen und dazu das einfachste und beste Inselgebäck knabbern wo gibt, eine Woche lang weder Föhn noch Conditioner brauchen, eine Woche nur in Zehensandalen über die spiegelglatten weißen Steine im Ort rutschen, eine Woche lang über Google Übersetzungen kroatischer Rezepte lachen, eine Woche lang keinerlei Kontakt mit Österreichischen Medien (außer ein bissl in Wifi Zonen ich-schau-ja-nur) oder Wahlplakaten oder sich eine Woche lang auf einen richtigen Wurstsalat daheim freuen!
Wurstsalat von Alexandra Palla RoughCutBlog
Knacker (Knackwurst) schälen und aufschneiden, mit Zwiebel, Gemüse wie Paradeiser, Gurken, Paprika mischen, wer will auch ein gekochtes Ei drauf, Essig und Öl – für mich immer Kürbiskernöl, salzen, pfeffern.

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