gesucht, gefunden: Goldbrasse in Alutasse

Wieso find ich immer nur das, wonach ich gerade nicht suche. Sogar mit sicherer Wahrscheinlichkeit. Also z.B. find ich was nicht und fange darauf hin an es zu suchen, taucht dann sicher nicht das verloren Gegangene auf, sondern etwas anderes, das ich zuvor, vielleicht Stunden, manchmal Tage oder auch Wochen verlegt oder veräumt hab. Heißt aber auch, ich muss ständig etwas verlegen oder verräumen, daß ich das davor Verlegte oder Verräumte wiederfinde. Ohne was verlegen, nix wieder finden. Ist total unlogisch, ist aber so. Jedenfalls hab ich mit der allereinfachsten aller Fischezubereitungen einen neuen Höhepunkt erlebt, weil nach dem Aufräumen sind mir diese Grill-Alutassen vom Sommer, die ich im Sommer irrsinnig gesucht hab, irgendwie  und einfach so wieder in die Hände gefallen. Typisch und wieder genau so, wie ich mein. Ich muss mein Ordnungskonzept überdenken. Jedenfalls einen ganzen ausgenommenen geschuppten Fisch (macht der Fischhändler) in eine Alutasse rein, Gemüse dazu – hier Fenchel, Zitronenstücke und Saft drüber, Meersalz und bei 180 Grad für 20 -30 Minuten ab ins Rohr.


Die wilde Goldbrasse (keine Aquakultur) ist ein Fisch vom Umar am Naschmarkt. Mehr allerleichte Fische a la roughcut z.B.
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Fischpackerl

Tam Tam um die Karottentarte bei “One Pot” Challenge



Zuerst kam eine Ansichtskarte von meiner Mama: “In 24 Stunden Venedig hin und zurück, trotzdem sehr sehr schön”, dann ein Anruf  zum Namenstag von der Schwiemu. Immer sehr sehr lustig die liebe Familie. Denn die Schwiemu (Schwiegermutter) – Namenstage wurden bei ihr immer sehr groß gefeiert – geht schon einmal zum Friseur und legt noch eine Maniküre drauf, aha und ob es mir was ausmacht am Abend was herzurichten, sie kommt mir sehr gerne gratulieren. Natürlich macht es mir nichts aus, hab ja eine #onepotchallenge im Topf. Mitgebracht hat sie eine mega aparte langstielige Rose und Ginster rundherum plus eine geschwungene Messingvase aus ihrem Privatbesitz, sehr schön. Na geh, viel zu kurz hab ich die Rose jetzt abgeschnitten und den Ginster auch, Anneliese Rothenberger hätte das sicher besser gemacht. Das Essen hat ihr ausgezeichnet geschmeckt, bei der Karottentarte hat sie zuerst geglaubt, das sind Frankfurter Würstl in so einer Art modernen Schlafrock und ob ich keinen ordentlichen Tortenuntersatz hab, weil ich die Würsteltorte am Deckel serviere, huch, der nächste Namenstag kommt bestimmt, Himmel! Nein, und von diesem Topf, hat sie noch nie gehört, warum ich den auch pausenlos abknipse, so am Deckel, … das Rudel lacht. Nach den obligatorischen Mannerschnitten wird der Pelz wieder umgeworfen weil “Gute Nacht”und jetzt bitte die Messingvase einpacken, die nimmt sie wieder mit. Nein, nein, nein, sag ich, die Messingvase bleibt jetzt schön hier, gehört jetzt mir und kriegt nach dem ganzen Tam Tam um die Karottentarte –  und da besteh ich jetzt drauf, einen Ehrenplatz. Nicht nur, daß ich mir den Würstelaffront damit ablösen lasse, wird sie mir als mein höchstpersönlicher Pokal der #onepotchallenge (siehe Erklärung unten) für immer bleiben. Wer den Messingvasen-Pokal also sehen will, liked diesen Beitrag und folgt meiner Timeline!

Soviele Karotten, wie den Boden eines sehr guten Topfes bedecken, schälen, den Saft einer ausgepressten Orange (oder Orangensaft) dazu und solange vordünsten, bis Saft aufgekocht ist. Dann 4 EL Butter und 4 EL Zucker zu den Karotten, mit ganzen Knoblauchzehen leicht anbraten und in der Butter-Zucker-Mischung karamellisieren lassen. Einen frischen Mürbteig (z.B. Tante Fanny für pikante Kuchen und Tartes) darüber legen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad ca. 30 Minuten fertigbacken. Das geht natürlich nur mit guten Töpfen, die keine Plastikteile an Griffen haben! Leicht auskühlen lassen, den Rand der Tarte mit einem Messer leicht nachziehen, daß er auch nicht am Topf kleben bleibt, Deckel drauf, rasch und in einem Schwung auf den Deckel stürzen und mit frischen Kräutern, Salz und Pfeffer servieren, was bei den Le Creuset Töpfen wunderbar funktioniert, da der Deckel am schwarzen Knauf sehr gut steht.


Die #onepotchallenge ist eine Bloggeraktion von Le Creuset in Zusammenarbeit mit dem Designer Outlet Parndorf, die gerade eine “HomeSweetHome” Aktion laufen haben. An der Aktion #onepotchallenge nehmen 4 Blogger, das sind Kevin TheStepfordhusband, Roman von Simply4Friends, Markus DonGusto und ich teil.
Der BloggerIn mit den meisten Likes und Shares erhält einen 250,- Gutschein vom McArthurGlen Designer Outlet Parndorf. Sollte diese Karottentarte das Rezept sein, verlose ich den Gutschein unter allen, denen das auf Facebook, Instagram, Twitter und hier am Blog gefallen und kommentiert haben.

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Auf die Rezepte der anderen Blogger freue ich mich schon sehr!

Die Susi kommt jetzt den Neuen kosten, Nutellaguglhupf

Die Vorgeschichte ist nicht unwitzig, denn als die Guerilla Bakery ein selbstironisches Kuchenhoppala von einem halb in der Form picken gebliebenen Gugelhupf postet, solidarisiere ich mich gleich mit einer mir ebenfalls passierten Kuchenhoppala Geschichte. Die mir allerdings ausgerechnet da passiert ist, als ich der Katharina Seiser von Esskultur – einer über die Grenzen anerkannten Gugelhupfexpertin – meine Gugelhupfvariante, nämlich den Susi Gugelhupf –  servieren wollte. Und da geht´s erst richtig los, denn die Guerilla Bakery sagt, es handle sich bei Ihrem Kuchenhoppala doch tatsächlich um ein Katharina Seiser  Rezept und schon komisch, der Zusammenhang. Das wollt ich dann nicht so im Raum stehen lassen, schau mir das Rezept an, Hoppalabewältigung kann man sagen, backe es nach, auch wenn nicht ganz so wie das Originalrezept von Esskultur, aber immerhin fast, und kann jetzt nur eins sagen, der macht dem Susi-Gugelhupf ernsthafte Konkurrenz. Der Guerilla Bakery geht es-  wie ich dem Instagram-Verlauf entnehme – ähnlich, auch nachgebacken, auch super geworden, auch Hoppalabewältigung, nur, eins jetzt, die Susi hat grad angerufen, kommt jetzt gleich vorbei, den NEUEN kosten, und hat fast ein bissl dünne Lippen am Telefon gehabt.
Bei mir ist der vereinfacht so: 3 ganze Nuller-Eier in der Kitchen Aid (oder Quirler) mit 200 g braunen Kristallzucker sehr schaumig schlagen, abwechseln 250 g nicht zu fest geschlagenes Schlagobers und 250 g glattes Mehl plus 1 EL Weinsteinbackpulver mit dem Löffel unterrühren, abgeriebene Schale und Saft einer kleinen Bioorange und zum Schluß 3-5 EL Nutella gut einrühren. Alles in einer ausgebutterten und mit Mehl bestaubten Gugelhupfform und bei 160 Grad 50 Min im Backrohr backen. Leicht auskühlen lassen und hoffentlich ganz ohne Hoppala stürzen.
Bei Katharina Seiser ist der so.

Schinkenfleckerl mit knusprigen Fleckerlpanzer

Wie du hasst Kümmel, so kann man das nicht sagen. Der Kümmel hat Dir nichts getan, der Kümmel kann sich auch nicht wehren, es war nicht seine Entscheidung im Essen zu landen. Kümmel ist harmlos, Kümmel kann man nicht hassen. Du kannst sagen, du magst keinen Kümmel, daß ist was ganz anderes, er kann Dir nicht schmecken und du kannst ihn gern weglassen. Man kann schon etwas nicht mögen, aber hassen geht gar nicht. Da geht es um Geschmack, das ist eine ganz und gar nicht aggressive Angelegenheit. Es geht um mögen und nicht mögen. Keiner wird hier gezwungen was zu mögen. Und überhaupt, hast du Kümmel denn schon gekostet? Andererseits kannst du schon sagen, du liebst Schinkenfleckerl, weil etwas zu lieben heißt, es sehr gerne zu haben, schon auch bereit zu sein was dafür zu geben oder eine weitere Portion davon zu essen. Die Wiener Schinkenfleckerl zum Beispiel,  früher von der Tante Poldi ja gerne überbacken, ja, die kann man lieben. Der Schinken, in ähnlich kleine Quadrate geschnitten wie die typischen Nudeln dazu, die Fleckerln. Mir ist ehrlichgesagt vorher auch noch nie aufgefallen, dass die alten Biedermeierhäuser in der Wiener Innenstadt genau in diesem Schönbrunnergelb der Fleckerl und in dem blassrosa vom Schinken glänzen und ich brauch sie auch nicht unbedingt überbacken, ich habs gern mit dieser braun-knusprigen Oberfläche, die, wenn du einzelne Nudeln aus dem knusprigen Fleckerlpanzer zupfst, einen ganzen Fleckerlbüschel mit sich ziehen. Ja, die kann man lieben.
500 g Schinkenfleckerl in viel Salzwasser al dente kochen, mit 500 g in Würfeln geschnittener Schinken (oder was Deftigerem), 2 Becher Sauerrahm und 3-4 ganzen Eiern verrühren, eine Hand voll geriebenen Käse (Emmentaler), salzen, pfeffern, Muskatnuss reiben, kümmeln oder nicht kümmeln, in eine ausgebutterte mit Bröseln geschwenkte Form, Butterflocken drauf und im Backrohr bei 160 Grad eine halbe Stunde knusprig backen.
Schinkenfleckerl überbacken: Eier trennen, Schnee schlagen, die Hälfte davon in die Fleckerln und die andere Hälfte des Schnees als Topping oben drauf.
Dazu grüner Salat (in der Wiener Variante leicht gezuchert) oder Gurkenrahm.


 

es schneit auf mein Erdäpfelgulasch

Dieses wunderbare  Erdäpfelgulasch Rezept aus dem Kapitel “WINTER” in  Österreichisch Vegetarisch fällt mir in die Hände und kaum ist das Gulasch fertig, fängt es auch schon zu schneien an, das ist der kulinarische Winterbeginn!
Roughcut zusammengefasst: 1/2 kg Erdäpfel (bei mir Pürree Kartoffeln), 1/2 kg Zwiebel, 3 Knoblauchzehen, 1/2 TL Kümmel, 1/2 TL Majoran, 1 TL Paradeismark, 2 TL edelsüsses Paprikapulver, Salz, Spritzer Zitrone (im Original Essig)
Zwiebel hackeln und andünsten, Knoblauch, Gewürze, Kräuter & Paradeismark dazu, mit 1/2 l Wasser aufgiessen, geschälte & geviertelte Erdäpfel dazu und weich dünsten.
Noch ein Tipp: Kräuter und Gewürze von Pannonischer-Safran, gibt es in Wien bei Babette´s
Erdäpfelgulasch, aus Österreich Vegetarisch von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner, Christian Brandstätter, kurzzeitig vergriffen, jetzt wieder auf AMAZON erhältich.

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Because you are Curry!

Ausgegangen ist das Ganze vom neuen Kochbuch Kochen.Lieben.Lernen von Toni und Bene, oder vielleicht schon einen Abend davor, an dem es Reis mit Currysauce gab und zuerst nicht ganz klar war, ob der Reis bloß in Currywasser gekocht, oder eben ganz bianco mit einer Currysauce übergossen werden sollte. Aber irgendwie ist was mit Curry hängengeblieben. Zurück zum neuen Kochbuch von Toni und Bene – hey, ihr habt ja heute am 14. Februar Valentinstag – Bloggeburtstag, gratuliere! – ich dem Rudel zuhause das neue Buch stolz vorlege und spiele gleich Daumenkino. Das geht so: ich blättere das Kochbuch im Schnelldurchlauf, ihr sagt Stopp (ganz anders der Buchtest von Marshal Mc Luhan, siehe Fegato Venetiana)  und das Gericht auf der gestoppten Seite wird gleich nachgekocht. Daß ich absichtlich bei Seite 102 ein bissl langsamer werde fällt nicht auf, weil bei mir schon wieder das Currydings, und was für ein Zufall, wir stoppen auf der Seite 102 mit Curry ohne Hurry. Super Sache, gefällt allen, solange es bis zum Hauptabendprogramm fertig ist und bitte, statt Huhn Süßkartoffel, keinen Paprika und nicht so scharf, wenn´s geht.  Ich verwerte dann noch den Mangold und eine Zucchini aus dem Kühlschrank und setzt mit ein paar gerösteten Erdnüssen noch eins drauf. Wie heißt der Blog, fragen sie, Because you are Curry?, nein sag ich, der heißt Because you are Hungry, aber das sind wir nach diesem Curry ja gar nicht mehr.
Ein fingerdickes Stück Ingwer und 2 geschälte Zwiebel grob schneiden, in Öl anschwitzen, 2 geschälte grob gewürfelte Süßkartoffel dazu, mit 1 Dose Kokosmilch und einem Glas Suppe aufgiessen, 2 EL Currypulver, salzen, 15 min dünsten, 1 ganze ungeschälte gewürfelte Zucchini dazu 5 min weiterdünsten, in streifen geschnittene Mangoldblätter, nur mehr ganz kurz durchziehen lassen, geröstete Erdnüsse dazu und Basmatireis.
Zutaten:
1 Ingwer
2 Zwiebel
2 Süßkartoffel
1 Dose Kokosmilch
1 Glas Suppe
1 Zucchini
1 ganzer Mangold
eine Hand voll gerösteter Erdnüsse
Wenn du RoughCutBlog auf Facebook likest, erfährst du gleich, wann ein neues Rezept online geht!
Mehr Curryrezepte auf diesem Blog
Grünes Curry quer durch Wien
Kindercurry, schlicht und ergreifend
Kichererbsencurry, leider geil
Golden Curry wärmt und treibt

Antonia Kögel und Benedikt Steinle
Neues Kochbuch kochen.lieben.lernen von Antonia Kögel und Bendedikt Steinle vom Blog www.youarehungry.com

der Blog youarehungry.com ist heute am 14. Februar ein Jahr alt, alles Gute zum Bloggeburtstag!

Planche à découper, das heißt Holzschneidbrett auf Französisch!

Was für eine Woche! Das RoughCutBoard, designed by Dottings  zieht aus um größer zu werden. Ein Ministand mit Maxiwirkung auf der Maison & Objet in Paris, der internationalen Messe für Design und Interieur. In prominenter Nachbarschaft von JosephJosephOpinel, Guzzini, Alessi, Les Creuset, Napkiss haben wir uns sehr tapfer geschlagen. Der – no na – roughcut Messestand, eine Brettl-Schachtlinstallation, aufgebaut  mit der großartigen Hilfe von Ulrike Knopp und Verstärkung von Johanna Palla, Josef Huber und Susi Opitz. In 5 harten Tagen haben wir sehr interessante Kontakte gemacht, neue Kunden und Fans gewonnen und viel Spaß gehabt.

Die 10 besten Fragen/Statements:

verkauft ihr da Pizzaschachteln? (Marktlücke?)
wer ist ihr Distributeur in Asien? (weil New Delhi das wirklich ernst meint)
was heißt ruffcudbuud? (weil die Franzosen das schon gar nicht aussprechen können)
darf man hier Draufsteigen? (wegen dem RouhgCutBoard-Papier am Boden)
wir möchten das Board eine Saison exclusiv in Paris haben (cool bleiben und sich nur freuen :-)))))))…)
seid ihr die einzigen Aussteller aus Australien?
ihr hab wirklich nur das eine Produkt (kein Idealismus, oder was?)
I compliment you for taking the risk (ein toller Architekt aus Miami)
das ist kein planche à découper, oder? (planche à découper heißt Holzschneidbrett)
mein Scout war schon da, ich komme jetzt ordern……

ohne Ulrike Knopp http://ulrikeknopp.blogspot.co.at hätt ich das nicht geschaft!
Anthony Joseph von Joseph Joseph und Alexandra Palla RoughCutBlog auf der Maison Objet 14 in Paris