Ceviche mit Rhabarber

Zugegeben, wir waren beim Shooting für ein neues Food Magazin, das am 17. März das Licht der Welt erblicken wird unserer Zeit voraus. Der Rhabarber wurde extra dafür vorgezogen  und angeliefert. Die Blogger-Küche wurde jedenfalls richtig eingeweiht. Soviel sei schon jetzt verraten, ich durfte ein Ceviche beisteuern, dass ich mit Rhabarber verfeinert hab. Mit dabei Das Mundwerk Meli Limbeck, Foodtastic Eva Fischer, Anna und Esa von Eingebrockt und Ausgelöffelt, Roman Simply4 Friend Sindelar (auf seinem Blog auch super Fotos!!) , The Vegan Architect Iris Frank, Toni und Bene Because you are hungry, Sarah SATT Krobath, Ursl SOAP Kitchen STYLE Cermak, Compliment to the CHEF Sonja Planeta, Kevin Ilse The Stepfordhusband. Auf Instagram ist auch unter #lolassecret einiges zu sehen!

Ceviche mit Rhabarber 4 Personen:

  • 200 g rohe Lachschnitte
  • Saft von 2 Limette
  • etwas Salz
  • rosa Beeren (auch roter Pfeffer genannt) gestossen
  • 2 reife Avocado
  • 1 reife Mango
  • 2 Stangen Rhabarber, geschält
  • 1 rote Zwiebel
  • Korianderblätter
  • Salz, frisch geriebener Pfeffer
Rohen Lachs in kleine Würfel schneiden, mit Saft von 2 Limetten marinieren. Die Limettensäure gart den Fisch! 30 Minuten kalt stellen. Avocado, Mango und Rhabarberstangen schälen, würfeln, Zwiebel schälen und in Ringe schneiden mit Lachs vermischen, würzen und in Gläser anrichten.
Mehr REZEPTE mit Rhabarber findet ihr Mitte März im neuen LOLA Magazin!

IMG_6016IMG_5999 IMG_6003   Ceviche mit RhabarberIMG_5892 IMG_5950IMG_5962 IMG_6087IMG_5900 IMG_5919Ceviche mit RhabarberIMG_5994

Lauftraining mit Krenfleisch

Steirisches KrenfleischSteirisches KrenfleischSteirisches Krenfleisch Steirisches Krenfleisch

Noch 8 Wochen zum Halbmarathon in Wien, das geht sich aus. In guten Zeiten bin ich den aus dem Stand gelaufen.  So wie einst beim Familienlauftreffen in Graz mit dem kleinen Bruder, der ja dort lebt. Er ist wirklich sportlich, redet aber nicht weiter drüber, außer man fragt ihn. Zum Beispiel fährt er täglich mit dem Rad zur Arbeit. Dass er in Stainz lebt und in Graz arbeitet, eine Strecke 35 km lang ist, hin und zurück es also 70 km ergibt, er das an mindestens 4 Tagen die Woche fährt, und das bei jeden Wind und Wetter.  Noch dazu ist er gar kein Läufer, in dem Sinn, sagt er, aber mir zuliebe macht er das. Es war ein perfekter Tag, die Sonne schien, wir top fit, die nächsten 2 Stunden würde alles Bestens laufen. Und dann, Anfängerfehler, vor dem ich meinen laufunerfahrenen Bruder gewarnt hatte, zu schnell starten. „Du musst dir die Strecke gut einteilen, achte auf die Durchlaufzeiten, schau, dass du die Streckenabschnitte in der gleichen Zeiten läufst“, sag ich noch, aber weg war er. Zieht los wie eine Rakete. Nach 5 km dachte ich mir, hole ich ihn locker ein, nach 10 km hielt ich Ausschau am Strassenrand, nach 15 km war ich mir sicher, er hätte abgebrochen. Im Ziel angekommen, machte mir Sorgen. Ich war erledigt, durstig, hungrig, mit der Medaille in der Hand ging ich zum verabredeten Treffpunkt. Da saß mein Bruder schon, den Halbmarathon im Spitzenfeld mit Bestzeit absolviert, glücklich vor einem Teller Steirischem Wurzelfleisch und freute sich, dass ich auch schon da war. Er wollte einfach so schnell als möglich bei seiner Leibspeis sein. Seit dem seh ich das Steirischen Wurzelfleisch mit ganz anderen Augen und starte mein Lauftraining genau so:

Zutaten für 4 Personen

  • 1 ganzer Schweinslungenbraten (nicht so deftig wie im eigentlichen Rezept mit Schweinsschulter oder Bauch)
  • 3 Karotten
  • 3 Petersilienwurzeln
  • 1 kleines Stück Sellerieknolle
  • 3 speckige Erdäfpel
  • 2 Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Kümmel
  • geriebener Kren
  • Salz
  • 3 EL Essig

 

Zubereitung:

1 Liter Wasser mit Essig aufkochen, Schweinslungenbraten im Ganzen, eine Scheibe geschälten Kren und Gewürze einlegen, 10 Minuten schwach wallend kochen. Geschältes Gemüse und Erdäpfel einlegen, salzen und darin weitere 15 Minuten bissfest kochen. Fleisch und Gemüse herausheben, in Scheiben schneiden, in tiefen Tellern anrichten und frisch geriebenen Kren darüberreiben.

Mehr Rezepte aus meiner Traditionsküche findet ihr auf LAND und LEUT.

schieb ein paar Wuchteln und lass dich gehen

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Von wegen ein paar Witze reißen, in Wien sagt man auch “Wuchteln schieben”, so wie man in Wien auch Wuchteln zu den Buchteln sagt und die Stehzeiten, in denen der Germteig wächst, mehr ein Gehen als ein Warten ist. Dazu kommt, dass es in unserer Familie bestimmte Vorlieben gibt, so wird stets 1/3 der Wuchteln mit Powidl (für mich), 1/3 der Wuchteln mit Marillenmarmelade (für den Rokitanksy) und 1/3 mit Ohne für das Kind gefüllt!

Zutaten

  • 4 Dotter
  • 2 Eier
  • 200 ml Milch
  • 80 g Butter
  • 80 g Staubzucker
  • 20 g Frischgerm
  • 500 g glattes Mehl
  • Powidl oder Marmelade zum Füllen
  • Butter zum Bestreichen

Zubereitung

Die Milch lau erwärmen- ja nicht zu heiß -und darin die Germ mit 5 EL vom Mehl verrühren. Das ist das berühmte Dampfl und soll 15 Minuten an einem warmen Ort gehen. Das Dampfl mit sachte geschmolzener Butter und den restlichen Zutaten in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verrühren und in der Schüssel 30 Minuten zugedeckt gehen lassen. Den Germteig auf einer bemehlten Unterlagen in 4 Stränge auswalken, in gleichgroße Stücke schneiden und mit Powidl oder Marmelade füllen. Jede einzelne Buchteln in zerlassene Butter tauchen und mit der glatten Seite nach oben in eine ausgebutterterte Form setzten. Die fertig gefüllte Form an einem warmen Ort nochmals 30 Minuten gehen lassen, Oberfläche mit Butter bestreichen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad 30 Minuten fertigbackend. Gut auskühlen lassen und mit Vanillesauce servieren.

 

Ritschert

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Das Ritschert ist eine Suppe mit mitgekochten geselchten Ripperln und Rollgerste. Dieses typische Kärtner Rezept hab ich für die Reihe “Traditionsgerichte” ausgesucht und es mit etwas Sojasauce und mitgelockten Apfelscheiben aufgemöbelt. Passt sehr gut in die Skisaison!

Zutaten für 4-6 Personen

  • 200g Rollgerste
  • 200 g Bohnen (Dose oder auch über Nacht einweichen)
  • 500 g geselchte Ripperln
  • Wurzelwerk (Karotte, Sellerie, Petersilienwurzel, Lauch)
  • 2l Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Zwiebel
  • Nelken
  • Sojasauce
  • 1 Apfel
  • etwas Butter

Rollgerste bissfest vorkochen, abseihen und beiseite stellen. Röste das geschälte Gemüse in einem hohen Topf in etwas Öl an, gieße mit Wasser auf und versenke die g´selchten Rippeln (gibt es in jedem Supermarkt z.B. sehr gut vom Radatz) darin. Lorbeerblatt und 3 Nelken dazu, denn da hab ich eine Geschmacksidee. Nach cirka einer halben Stunde schwach köchelnd am Herd kommt nun die vorgekochte Rollgerste und die sauber gewaschenen roten Bohnen aus der Dose hinzu, schmecke mit Sojasauce ab und serviere mein Ritschert mit einer in Butter gebratenen Apfelscheibe obendrauf, die rundet den pikanten Selchgeschmack mit der winterlichen Nelke schön fruchtig ab und das geht dahin!

Mehr von mir ausgesuchte Traditionsrezepte findet ihr auf der Seite LandundLeut – mit der Einladung, weitere Rezepte dort raufzuladen und einem Gewinnspiel für einen gemütlichen Kochabend.