Knacker-Veredelung nicht von schlechten “Öltan”

Wurstsalat mit KernölIMG_4953 Wurstsalat mit KernölWurstsalat mit Kernöl    Wurstsalat mit KernölWurstsalat mit Barlach und KernölWurstsalat mit Kernöl

Jedes Jahr eine große Ehre und Freude ist der Tag, an dem die Gault Millau Einladung ins Haus flattert, das Beste unter den besten Steirischen Kernölen zu verkosten. Gut, ich bin ja seit jeher ein großer Fan vom schwarzen Gold und höre dabei gleich meinen fast oder schon-steirischen Bruder Thomas das Wort “Öl” supersteirisch  fast wie “WÖÖAHHLL”  in die Länge ziehen. Um zu zeigen wie steirisch er reden kann kommt dann meist noch ..”von die Ölten (Eltern) a Göld  (Geld) in Feldbach (Feldbach)..holen” und noch ein paar Familieninterna. Jedenfalls bei dem jährlichen Event im – wo sonst –  Steirereck, geht es ernsthaft und wissenschaftlich – ähnlich einer Wein oder Kaffeeverkostung zu. Da wird mit der Zunge geschnalzt um das Öl im Mund emulgieren zu lassen, Töne von Banane, Brotrinde, Gras, Kaffee festgestellt, gemessen und verglichen. In der Bewertung geht es um Röstung, Mundgefühl, Farbe (die wird im Lichtkasten geprüft!), Frische, Reintönigkeit, an unserem Tisch aber auch um – patz ich mich und das Tischtuch eh nicht übermäßig an, wieviel Brot und Wasser brauchen wir, um uns durch all die Schüsseln pures Öl zu kosten, wie geht der Tag weiter, an dem du in der Früh schon einen gefühlten halben Liter Kernöl auf fast nüchternen Magen (mit einem Café Latte zum Aperitif ) verkostet hast ……und natürlich, wo kommt uns so ein klasses Kernöl am Liebsten drauf. Und dann geht´s schon los, ja auf die Eierspeis, über das Vanilleeis, logisch – auch am Erdäpfelsalat zum Schnitzi, selbstverständlich im Käferbohnensalat (ja der kommt auch bald dran), am Presskopf (ein Presskopf!!!)  wobei , doch und mir am Liebsten über eine saure Wurst, und zwar tüchtig! Die 3 Gewinner sind bald festgestanden, am Heimweg einen Knackwürste – Stop eingelegt und aus dem Garten ein Büschel Barlach gepflückt – jössas passt das gut, die milde Zwiebelschäfe vom Lauch. Im Goodie-Bag hatte ich zufälligerweise dann das Kürbiskernöl der Familie Trummer (auf meiner Liste der Favorit!), was soll ich sagen, nicht von schlechten “Öltan”

Zutaten:

2 Knackwürste

frisch gepflückter Bärlauch

gehackte Pistazienkerne (noch intensiver geröstete Kürbiskerne, waren aber bei mir grad keine verfügbar)

Hesperiedenessig

Kernöl – frische Ernte

Salz, Pfeffer, ein paar gestossene rote Pfefferkörner

 

Meine Tipps zum Kauf/Lagerung/Umgang mi Kernöl:

  • – am Besten direkt vom Bauern – super Suchmaschine hat die Seite Steirisches Kürbiskernöl, oder Bio-Qualität im Supermarkt
  • – lieber öfter, dafür in kleine Einheiten kaufen (da Haltbarkeit meist nur kurze Zeit), je frischer, je besser
  • – Sicherheitshalber nochmal in Zeitungspapier gewickelt
  • – an einem kühlen Ort, also am Besten griffbereit im Kühlschrank lagern
  • – innerhalb von 3 Monaten aufbrauchen
  • – passt super zu allen Salaten, Erdäpfel, Gemüse, Käse, Kuchen, Aufstriche

Details hat meine Tischnachbarin Anita hier in ihrem Kurier Artikel sehr gut zusammengefasst.

 

 

Echter Wiener Heurigen Liptauer, ein royaler Genuss

einfacher bester Liptauer von Alexandra Palla Roughcutblogeinfacher bester Liptauer von Alexandra Palla Roughcutblogeinfacher bester Liptauer von Alexandra Palla Roughcutblogeinfacher bester Liptauer von Alexandra Palla Roughcutblogeinfacher bester Liptauer von Alexandra Palla Roughcutblog  einfacher bester Liptauer von Alexandra Palla Roughcutblogeinfacher bester Liptauer von Alexandra Palla Roughcutblog

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einfacher bester Liptauer von Alexandra Palla Roughcutblog

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Wenn Prinz Charles heute nach dem Musikverein zum Bio-Heurigen Obermann nach Grinzing geführt wird um dort echte Wiener – Schmankerl zu verkosten, bekommt er Käse, Schmalz, Gemüse, Schwarzbrot und Liptauer! Gut, der Heurige sagt mir jetzt leider gar nix, obwohl ich Wiener-Heurigen-Native. Geboren und aufgewachsen in Neustift (Heurigentipp: Rath – steckt leider fast gar nicht mehr aus, Dorfschenke– die liegt schon genau genommen in Salmansdorf –  und Zimmermann am Mitterwurzerweg), sehr oft und gern in Sievering (Heurigentipp Zawodsky hinter der Kaasgraben-Kirche), sehr viel in Heiligenstadt (Heurigentipp Welser), super Nussberg (Heurigentipp Mayer, bald wieder offen) und schon auch Grinzing, dort aber nur  Jutta Ambrositsch (gleich bei Endstation-Schleife vom 38er). Der Liptauer von der Jutta kommt meiner Idealvorstellung vom urigen Heurigen-Aufstrich schon sehr sehr nahe, und ist immer abhängig von der Brimsen-Intensität. Denn ohne Schafstopfen kein echter Liptauer, ohne Soletti kein echter Heurigen, ohne Spritzwein kein echtes Erlebnis.

Fein, daß die Heurigensaison wieder startet, der royale Besuch mir Gusto auf selbst gemachten Liptauer macht und liebe Grüße an Charles, er kann ihn gern bei mir verkosten!

Zutaten für einen echten Liptauer:

  • 250 g Butter
  • 250 g Brimsen (Schafstopfen), alternativ Topfen von der Kuh (20% Fett)
  • 3-5 EL Paprikapulver, am Besten vom Hannes Pinterits
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer, Kapern aus dem Glas

Zubereitung:

Zimmerwarme, weiche Butter mit dem Mixer schaumig aufschlagen, mit Brimsen, fein gehackte Zwiebel, zerdrückte Knoblauchzehe und Gewürze verrühren. Dazu: Kapern aus dem Glas und Soletti frisch aus dem Packerl

Geschichte vom Liptauer (Auszug aus einem Standard-Artikel)

Als “typisch wienerisch” vereinnahmt Und doch stammt der beliebte Brotaufstrich gar nicht aus Wien, sondern kam als “Zuagraster” in unsere Region. Denn ursprünglich kommt der Liptauer aus dem Gebiet der Hohen Tatra, dem im Norden des ehemaligen ungarischen Königreichs gelegenen Komitats Liptau, das heute in der Slowakei liegt. Dieser Teil der nördlichen Mittelslowakei trägt nach wie vor den Namen Liptau (slowak. “Liptov”) und ist eine beliebte Tourismusregion geworden, wo vor allem viele Slowaken und Polen ihre Urlaubstage verbringen. Bereits zur k. u. k. Zeit galt die Region als eine der schönsten im Königreich Ungarn, und seit jeher ist sie für ihre Käseproduktion berühmt. Dabei ist es nicht unwesentlich, dass im Österreich vor dem Ersten Weltkrieg die gesamte k. u. k. Küche als “Wiener Küche” bezeichnet wurde. Im Laufe der Zeit kamen viele kulinarische Spezialitäten der Kronländer und des Königreichs Ungarn wie der Liptauerkäse in die österreichische Reichshauptstadt. In Wien angekommen wurden dann einige dieser Neuankömmlinge, sofern sie Gefallen fanden, schließlich als “typisch wienerisch” vereinnahmt. –