Gefüllte Paprika, die Ersten

Ein absolut beliebtes Sommeressen sind und bleiben für mich gefüllte Paprika. Die landen jedes Jahr zu Sommerbeginn auf meinem Teller und dann noch 1-2  weitere Male in der Sommerfrische und dass, obwohl sie sich so schlecht fotografieren lassen 😉 dafür umso besser schmecken. Sehr nett mit der Sommerfrische-Story meiner Großeltern und den  Gästebucheintragungen HIER,, aber auch HIER, oder als “gefühlte Paprika”, sogar als einen der ersten Posts auf diesem Blog im Mai 2011 HIER,

Neu für mich und tatsächlich sehr unkompliziert zum Saisonauftakt diesmal aus dem Multidampfgarer von AEG.

Zutaten:

  • 6 Paprika 300 g Faschiertes (Rind)
  • 1 Tasse Rollgerste (Graupen, bzw. ein anderes Getreide wie Reis) gekocht
  • 1 Zwiebel, 1 Knoblauch etwas Öl, frische Kräuter, Salz, Pfeffer
  • 500 ml Paradeissauce (Passata aus dem Glas)

Zubereitung: Für die Fülle die gehackten Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, mit den restlichen Zutaten vermischten und in die sauberen Paprika füllen. In einem passenden Topf übergiessen und 45 Minuten im Multidampfgarer dünsten. Als Beilage empfehle ich Salzkartoffeln, diese werden geschält und in einem zweiten Gefäß mitgedämpft Guten Appetit! Eure Alexandra Palla

Dieser Beitrag und das Video dazu (siehe unten) enthält Produktplatzierung von AEG und ist hiermit mit WERBUNG gekennzeichnet.

  

 

Marktmeister Marillen

Der Krankenstand vom Haupt-Marktmeister vom Kutschkermarkt hat zur Folge, daß die  Vertreter gerade einen Doppeljob machen müssen und zwischen Yppen- oder Karmelitermarkt und Kutschkermarkt an den Markttagen hin- und herpendeln um für Ordnung zu sorgen. Die Handynummer vom Dienst habenden Neuen war über meine Marktschwester Irene Pöhl vom Käsestand schnell rausgefunden und das Aviso, daß ich diesen Samstag wieder einen Stand brauche, schnell, freundlich und unbürokratisch deponiert. Das läuft dann so ab, gegen 7 Uhr fährst du deine Ware an den Markt suchst dir eine freie Lücke (bitte ja keine Einfahrt oder einen Stammplatz von einem Fixstandler!), auf den Vertretungs-Marktmeister wartest, dir deinen Tisch absegnen lässt, die verstellten Quadratmeter vorrechnen lässt, schnell aufbaust und hoffst, das es nicht zu regnen beginnt, wenn du keinen Schirm dabei hast. Bis zu 3 Mal im Jahr geht das auch als Nicht-Bauer und gewerblicher Marktfahrer, dürfte aber auch eine Art Wiener Lösung sein, diesmal aber sehr positiv gemeint. Firma mit einem passenden Gewerbeschein musst du aber schon sein (bin ich!) und Ware verkaufen, die auf einen Bauernmarkt passt auch (hab ich!). Genau an dem Platz bin ich die letzten Male auch schon gestanden und sofort in der Rolle des Standlers, also der, auf der einen Seite der Budl oder eben Tisch, da wird gleich zusammengehalten! Da wird gleich Zusammengehalten, von Standler zu Standler. Ich brauch Münzen vom Nachbarn links, versorge ihn dafür mit Kaffee, ich brauch ein Foto von vis a vis, lobe dafür die schönen Marillen und den Lavendel. Das ältere Paar aus dem Weinviertel will gleich einen Karton von meinem Saft, kein Problem, tauschen wir gleich gegen Blumen. Und schon geht´s los. Bis 9 Uhr kommen die Spezialisten und Bettflüchtigen, es ist noch sehr frisch, profimäßig  mit ihren Roll-Einkaufswagerln, wollen noch aus dem vollem Sortiment wählen und sind auch gleich wieder dahin, ohne trödeln und gustieren. Zwischen 9 und 10 Uhr viele Jungväter mit Listen von daheim, die Kinder in übersäät mit Kipferl-Bröseln chillig in ihren Kinderwägen und bereit für das Vormittagsschläfchen. Rush Hour ist von 10-11 Uhr, da ist der Markt knall voll viele gehen den Bauernmarkt ein paar Mal ab, bis sie sich für ein Menü und die richtigen Zutaten entschieden haben, mein Glück! Beim ersten Mal wird noch geschaut, beim zweiten Gekostet, beim dritten Mal finalisiert. Dann wird´s gemütlich, ab 11 Uhr sind die Genießer unterwegs, kommen zum Brunchen und Lunchen an den Kutschkermarkt (Pöhl Käsestand, Himmelblau, Takan, Franze, Weltmeister Kebab, oan, etc.)  vertreiben sich die Zeit am Markt, treffen Freunde und Gönnen sich gerne was. Das geht dann weit über 12 Uhr hinaus, viele Gemüse-Standler bauen dann schon ab, der Brotstand vom Gragger ist meist der Erste weil alles verkauft. Bevor ich abbaue, hol ich mir schnell noch die frischen Marillen und einen Strauß Lavendl, die mich von Gegenüber den ganzen Vormittag schon anlachen und weil doch oft am Besten Zusammenpasst was zur gleichen Zeit wächst (probier das auch!), brate ich daheim die Marillenhälften in Butter und Honig an, streue Lavendel drüber und servier das mit Mascaropone, meine heutigen Marktmeister!

 

  

 

Tritsch-Tratsch Bowle – Würzige Erdbeer Kräuter Bowle

  

Der schönste Einstieg ins Wochenende ist für mich ein Samstag am Kutschkermarkt. Wenn´s dann auch noch so sonnig und lau ist, umso besser. Wie heißt es so schön, was die Küche auf jeder Party, ist der Markt in einer Stadt. Treffpunkt für Fest und Freude. Die Standln üppig gehäuft, voll praller Ernte, leuchten in den Farben des Frühsommers. Obst, Gemüse, Kräuter, Blumen, Käse, Brot. Der Marktbesuch startet für mich am oberen Ende, der nur am Samstag um den prächtigen Bauernmarkt erweitert ist. Die schöne knackige wie-auch-ihr-Gemüse Monika ist da, der Käse Anton-Macht-Kes, meist höchstpersönlich (er war der erste Gewinner der Millionenshow in Österreich und hat es auch danach richtig gemacht!) mit dem beeindruckendsten Käse-Keller von Wien, der Bio-Fisch (zur Zeit sogar mit Reinanken aus Kärnten ), der Salat-Kräuter Stand, mit der reizenden Französin die das Wechselgeld so fabelhaft herausgibt wie meine Tochter das Amelie Thema am Klavier spielen kann. Der gemütliche Eck-Kaffeeröster Franze mit perfekten Blick auf das Kommen und Gehen zwischen Oben und Unten. Überquerst du dann die Kreuzung Schulgasse, sind die Fix-Standln mit Brunch & Lunch. Beim Tanis, nicht umsonst der Weltmeister-Kebab, mit Steaks, hast du nie gesehen und Lamm. Vorbei am “Urbanek” vom Kutschkermarkt, der Takan (mit neuem Ableger in der nahen Gymnasiumstrasse, sehr zu empfehlen!) Die Damen schon fest am Nippen diverser Gläschen für den Kreislauf und die frischgeduschten Spiegeltrinker, deren Vormittagsfahnen im lauen Marktlüfterl noch gut verfliegen können. Dann, das Nadelöhr bei Irene Pöhl vom Pöhl´s Käsestand, auch das Herzstück des Marktes, muss man schon so sagen. Dort gibt es für den Rokitansky einen Verlängerten mit Zucker am Brioche, für mich eine Markt Melange mit mürben Kipferl. Die Einkäufe werden unter die Steh-Budel verräumt und Stellung bezogen, für das Markt-Tratscherl.

Was du oben nicht bekommen hast, wird bei den Fixen unten ergänzt, der Fleischhauer Bauer mit den besten Wiesenhendln, die eine Entschlossenheit beim Zahlen brauchen, aber es auch wert sind. Dann noch der Meeres-Fische Stand mit ein paar Tischen mitten im Marktgewusel, hier ist nicht ganz auszuschließen, dass man bei gegrilltem Fisch und ein paar Gläschen eiskalten Rose Wein schon einmal versumpert ist.

Jetzt war ich nie der große Bowlen Freund an sich, mir waren die aufgeweichten, meist viel zu großen Fruchtstücke darin, die zu lange in zu viel gezuckerten Alkohol gebadet haben zu schwammig, die Flüssigkeit meist zu süß, aber dann. Die Erdbeeren vom Kutschkermarkt klein gewürfelt, mit Wodka, gestoßenen rosa Beeren (!) , mit wenig Zucker nur kurz ziehen lassen, dann Mineralwasser und rosé Sekt aufgegossen, sehr viele Eiswürfeln (jeder Supermarkt hat im Tiefkühlregal fertige Eiswürfeln, so auch die Tankstellen), mit Rosmarin, Salz und Pfeffer gewürzt. Und dann auch noch das Randl vom Glas würzen. Das göttliche Gesöff ist wie ein Samstags-Marktbesuch, oben ein würzig, salziger Einstieg mit Kräutern, ein Tritsch-Trasch an Eiswürferln und reifen Erdbeeren, ein Marktlüfterl voll spritzigem Alkohol, und gerne noch ein paar Gläser davon und langsam versumpfen kann.

Zutaten für einen großen Topf (bei mir in der Blumenvase)

500 g Erdbeeren

150 ml Wodka

1 Liter rose Sekt oder Prosecco

Mineralwasser (für die Süßeren Tonic)

Eiswürfel

Gewürze: 1 EL rote Beeren (gestossen), frischer Rosmarin ] Pfefferminze, Salz, Pfeffer, Zucker

Für den Glas-Rand, Zitrone, Kräuter, Salz, Zucker

Zubereitung

klein geschnittene Erdbeeren, frischen Rosmarin und Pfefferminze in Wodka tränken, etwas zuckern, mit rosa Beeren würzen, nur kurz ziehen lassen. Mit viel Eiwürfeln, Mineralwasser, 1 Flasche rosé Sekt aufgiessen, würzen, frische Rosmarinzweige und Kräuter dazu und reichlich ausgeben.

Den Rand der Gläser befeuchten und mit einer Zucker-Salz-gehackter Rosmarin oder Blütensalzmischung panieren.

 

Einkaufen am Kutschkermarkt

täglich von Montag bis Freitag von 6 bis 19.30 Uhr

Samstag von 6 bis 17 Uhr
Gastronomie: Montag bis Samstag von 6 bis 21 Uhr
Bauernmarkt: Freitag von 7 bis 18.30 Uhr, Samstag von 7 bis 14 Uhr