Ravioli für ganz Brave

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Solche Nachbarn wie ich hab, wünsch ich allen. Da ist die liebe Sissy vom Café Francais,  hat immer einen Platz für mich in ihrer Hausloge und manchmal sogar das gleiche  T-Shirt wie ich an. Das Café Stein, sag mir was, Dosenöffner, Stabmixer, Kaffeebohnen, egal, helfen immer mit allem aus, erst recht die Souterrain Bar Botanical Garden, immer Eis, gestossen oder gewürfelt, wie ich will. Servieren sehr coole Drinks auch gerne vor Aufsperrstunde eine Tür weiter und haben immer Feuer. Erst recht die Sabine vom Kolin, wir teilen uns nicht nur einen Durchlauferhitzer sondern auch die Launen des Installateurs und die Kosten für Jahreswartung. Der Tapezierer übernimmt meine Pakete und ich seine, die Änderungsschneiderin schreibt mir SMS oder winkt rüber, der mit der Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen immer einen Parkplatz für mich. Die Jungs vom Jonas Reindl, so süß, immer neue Ideen was sie in meinen #lotoflove Gläsern wieder im Lokal servieren, abgesehen davon, bester Café überhaupt. Und dann der Neue. Immer Daumen hoch wenn er an der Auslage vorbeigeht, immer eine kleine Schnurre zur Tür hinein erzählt, unlängst sogar eine Schokolade mit der Beschriftung “Für BRAVE” hereingeschoben. Oha! Da hätte mir schon was auffallen sollen. Dann treffe ich ihn unlängst im Café wieder. Zwischen 2 Espressi erzählt er von seiner Mittagspause, die er unlängst im Stundenhotel Orient gehalten hat (ja, das Orient am Tiefen Graben). Angeblich auf ein harmloses Mittagsschläfchen. Nur  95,-,  für Brave. So wie meine Ravioli, Teig ganz ohne Nudelgerät, füllen ohne Rezept, und Mittagsschläfchen dazu gibt´s umsonst, für ganz Brave.

Zutaten

Für den Teig:

  • 250 g Weizenmehl und/oder Hartweizengrieß (am Besten eine Mischung aus beidem, hat sogar schon mit 2/3 Mehl, 1/3 Weizengrieß funktioniert)
  • 2 Eier und 1 Eidotter (Eiklar zum Bestreichen aufheben!)

Für die Kürbisfüllung

  • 1 kleiner Hokkaido Kürbis
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss
  • 20 g fein geriebener Parmesan
  • 1 TL frische gehackte Kräuter

Salbei-Butter

  • Butter.
  • 15 große Blätter frische trockene Salbeiblätter

Zubereitung:

Zutaten für den Teig zusammenrühren, durchkneten und 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen.

1 mittleren Hokkaidokürbis halbieren, Kerne entfernen, 1 Stunde im Backofen bei 160 Grad weichbacken, Fruchtpüree von der Schale kratzen, mit Gewürzen und Parmesan verrühren.

Teig auf bemehlter Unterlagen so dünn wie möglich auswalken, Fülle  – zeilenweise – darauf mit Teelöffel  verteilen, Ränder mit Eiklar bestreichen, Teig zusammenklappen. Mit Fingern die Füllung unter dem Teig zu kleinen Kügelchen formen (es soll keine Luft drinnenbleiben), mit Messer Quadrate schneiden oder mit Schnapsglas oder Keksausstecher rund ausstechen. (es gibt natürlich jede Menge Ravioli-Stempel).

Im Salzwasser 3 Minuten schwach siedend kochen, in Salbeibutter schwenken, mit Parmesan und Brösel von Amaretti Keksen (Tipp von Anna Burghardt) bestreuen.

 

 

 

 

Trari Trara die Kost ist da!

Nie wieder fahr ich auf der Ostautobahn über Neusiedl nach Schützen, viel besser ist es über den Süden, Abfahrt Eisenstadt, auch aus dem 9.ten! So wie die gute Seele der Eselböcks, die den Shuttle für die Einladung beim Burgtheater startet und ist – ich schwör´s – selbst an dem Arbeitstag mit Berufsverkehr in 63 Minuten beim Taubenkobel. Eingeparkt, abgestoppt, ausgestiegen! Sie fährt die Strecke oft, an manchen Tagen sogar  2 oder 3  Mal. Kutschiert auch gerne Gäste von Wien raus und wieder retour, so wie eben, denn hört hört, es gibt was zu Vermelden! Die Frage nach dem Hin-und-Her fahren stellt sich ab dem 17. November nicht mehr, denn der Taubenkobel kommt als “Brieftaubenkobel” bis Weihnachten in die Stadt geflogen!

Die Immo-Entwickler von Soravia mussten die Eselböcks nicht lange überreden, in den ehemaligen Direktionsräumen der Alten Post einen kulinarische Pop Up zu machen. Denn die waren sowieso auf der Suche nach einem Folgeprojekt – im Vorjahr war´s der “Taubendogen” im Supersense 2016.

“Alte Post” + “Taubenkobel” macht also heuer den “Brieftaubenkobel”, die Werber von Jung von Matt haben coole Sprüche mit Post/Kost, Frankieren/Flambieren und sich auch sonst recht viel überlegt, wo sich ein Zusammenhang mit Postamt und Essen herstellen lässt,  bis hin zu sehr netten Briefmarken auf Vintage-Kuverts.

Beim Servieren soll sich passend zum Palais-Ambiente wieder sehr viel am Tisch abspielen, die Truppe Livree und weiße Handschuhe tragen, am Sterneparkett sollen die Servier- und Dessertwagen dahinrollen, auf denen flambiert und tranchiert wird.  2-3 Gänge wird es geben, viel Altösterreichisches aus Zeiten der Monarchie. Rindsuppen – aus Silberschalen in ein speziell für das Post-Pop-Up gebrandete Geschirr gegossen – aber auch Würstel, Gulasch bis hin zum Fiaker-Kutschenservice mit Pfiff.

Schön, dann wird nach einer langen Phase der legeren Bistromania in einer Mischung aus Altwienerhof, Sacher und die 3 Husaren wieder fein diniert bis eben die Post abgeht. Könnte sein, daß dem Kaiser Franz Josef, vom Ölgemälde überm Marmorkamin – frei nach Karl Kraus-  einiges auch diesmal nicht erspart bleiben wird.

Einen Tisch hab ich für mich schon reserviert, das geht selbstverständlich für alle und ab sofort via Ferngespräch über +43 2684/ 2297 oder mit elektronischer Post an brief@taubenkobel.com.  https://www.dropbox.com/s/avg7wg9zhkxo6qe/Screenshot%202017-09-16%2015.15.43.jpg?dl=0Brieftaubenkobel, der Taubenkobel in Wien Alexandra PallaBrieftaubenkobel, der Taubenkobel in Wien Alexandra PallaBrieftaubenkobel Taubenkobel Alexandra Palla Brieftaubenkobel, der Taubenkobel in Wien Alexandra Palla IMG_0282 Brieftaubenkobel, der Taubenkobel in Wien Alexandra Palla

“Brieftaubenkobel”

Postgasse 8

1010 Wien

www.taubenkobel.com

17.11. – 22.12.

Montag – Samstag Bar ab 17 Uhr,  Restaurant ab 18 Uhr

Reservierungen unter restaurant@taubenkobel.at oder Tel 02684/ 2297

Für größere Runden und Weihnachtsfeiern können ganze Räume gebucht werden

 

Mischen is Possible – Zwetschkenfleck

Zwetschkenfleck #sommerfrische by Alexandra Palla Roughcutblog Zwetschkenfleck #sommerfrische by Alexandra Palla Roughcutblog Zwetschkenfleck #sommerfrische by Alexandra Palla Roughcutblog Zwetschkenfleck #sommerfrische by Alexandra Palla Roughcutblog Zwetschkenfleck #sommerfrische by Alexandra Palla Roughcutblog Zwetschkenfleck #sommerfrische by Alexandra Palla Roughcutblog

Das einzige was mir von der Uli in der Sommerfrische geblieben ist war ein Packerl frische Germ. Irgendwie kam die Uli, o.k.,  abgesehen von dem einen Mal süße, duftige, kleine Dukatenbuchterln gefüllt mit Powidl – nicht zu viel und nicht zuwenig –  natürlich mit Vanillesauce, heuer nicht so ganz auf Dampfl Touren. Entweder es hat sie nicht gefreut, oder das Wetter war einfach zu schön. Ja, da liegen wir doch alle lieber am Strand als dem Teig beim wachsen zuzuschauen. Denn am einzig wirklich schiachen Tag, der sich super für einen Backtag ergeben hätten, sind wir ins Mühlviertel ausgeflogen. Eine “Mühlviertler Tour” wie wir sie genannt haben. Zuerst Weberei Vieböck (more to come #pallavienna), dann Ölmühle Haslach Leinöl bunkern  (moahhh, Leinölerdäpfel), dann zum Philipp auf ein Kaffeetrascherl in den Mühltalhof, von dort nur wenige Minuten in die Brauerei Brauerei Hofstetten ein paar Biere in den Kofferraum geschoben (mein Lieblingsbier ist eindeutig Hope Love Pale Ale!) und schließlich in Gramastetten noch auf ein paar typische Krapferln eingekehrt. Dann war das Wetter wieder dermaßen schön, daß es sowieso ganz aus war für Germteig, die Uli an einem Samstag abgereist ist und hat mir die Reste von ihrem Kühlschrank raufgetragen hat. Was soll ich sagen, da ist mir dann nur ein Zwetschkenfleck dazu eingefallen. Die für ein ganzes Blech nötige Obstauflage, musste ich zwar mit ein paar Marillen ergänzen, aber sogar der Stepfordhusband fand die Kombi ganz witzig und hat gleich 3 x nachgenommen.

Zutaten Germteig

  • 300 g glattes Mehl
  • 100 ml Milch
  • 1/3 Würfel frischer Germ (ca. 15 Gramm)
  • 50 g Zucker
  • 50 g Butter
  • 1 ganzes Ei und 1 Eidotter
  • Prise Salz

Zutaten Auflage

  • 1 Kilo Zwetschken, entkernt und geviertelt
  • 5 EL Marillenmarmelade, ein Stamperl Obstler (Schnaps)
  • Zubereitung

Die Milch in einem kleinen Häferl zart erwärmen (nicht zu heiß sonst wird das nix mit der Germ) mit dem halben Mehl, einem Löffel vom Zucker und der Germ zu einem Dampfl verrühren und 15 Minuten antreiben. In eine Rührschüssel übersiedeln und mit den restlichen  Zutaten gut verrühren, mit einem Geschirrtuch zudecken und an einem warmen Ort (auf die Espressomaschine stellen) 30 Minuten “gehen” lassen. Backrohr auf 160 Grad vorheizen, Backblech mit Butter einfetten, Teig darauf flachdrücken und mit den Zwetschken belegen. Im Idealfall überlappend. Im heißen Backofen 1 Stunde backen, herausnehmen. Die Marmelade mit dem Obstler verrühren und den noch heißen Fleck damit bepinseln. Wer will mit Staub- oder Hagelzucker bestreuen.

Sommerfrisch gefüllte Paprika

Fast auf den Tag genau, vor 50 Jahren bedankt sich der Künstler Alfred Gerstenbrand für die gefüllten Paprika mit einer schnellen Skizze ins Sommerfrische Gästebuch meiner Großeltern, ja wirklich. Toller Künstler, perfektes Sommerfrischegericht, damals wie heute. Hat bei Kolo Moser und Hoffmann in Wien an der Akademie studiert, Klimt und Freud karikaturiert, aber aus Zweifel an seiner Begabung als Beamter im Ministerium gearbeitet, oarg. Im Sommer hat es ihn in die Malerkolonie Zinkenbach an den Wolfgangsee gespült. Dort hat er seine Liebe zu Sankt Gilgen und den großzügigen Einladungen meiner Großeltern entdeckt, er blieb. Bewohnte ein Blockhaus, so alleinstehende wie er selbst, hat er sich extra aus Schweden kommen und aufbauen lassen. Steht direkt unter der Wäscheleine meiner Bikinis, von meinem Balkon aus gesehen. Gegen sonstige Verköstigungen hat er die Wände der umliegenden Wirtshausstuben bemalt, was ihm den Titel “Wirtshausmaler” einbrachte. Motive waren lustige Besäufnisse, dralle Bauerntänze, schnürlverregnete Kirtage aber auch Gäste wie Clark Gable, die Dietrich und Susi Nicoletti. Er selbst hat sich stets mit verewigt und ist im Wimmelbild an der Wand immer schnell zu finden. So, das Gästebuch ist neuerdings bei mir gut aufgehoben, die gefüllten Paprika also kein Zufall und eins weiß ich jetzt schon, wir werden mit dem Gerstl – wie sich der Künstler von engen Freunden hat nennen lassen – noch viel Freude haben!

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Zutaten

6 bunte Paprika

500 g gemischtes Faschiertes (Schwein und Rind)

2 altbackene Semmeln

1 Ei

Salz, Pfeffer, frische Kräuter (Zitronentymian)

1 Kilo reife Paradeiser

2 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

Zubereitung

Die Zwiebel schälen, würfeln und mit den zerdrückten Knoblauchzehen etwas Öl anschwitzen, mit dem Faschierten, den Gewürzen und den in Wasser eingeweichten und gut ausgedrückten Semmeln mit der Hand gut durchmischen. Paprikastrünke wie Deckel herausschneiden, das Innere herausputzen, waschen, locker  füllen und wiederverschließen. In einer ofenfesten Form mit etwas Öl im Backofen eine Stunde bei 160 Grad braten. Für die Sauce die Paradeiser blanchieren, Haut abziehen, weichdünsten, über die Paprika gießen und weitere 30 Minuten mitbraten. Dazu passen sehr gut kleine gekochte Erdäpfel mit Butter und Salz.

Kopfsprung mit Kohlrabi

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Der Antiquitätenhändler ist soeben mit Familie angereist und kommt gleich an den Strand zum Hallo sagen. Ja was glaubst du, in der Sommerfrische am Strand, ist wie beim Skifahren in der Hütte, alle immer gleich gut drauf, alle immer gleich per du. Hier mischen sich lustig die Einheimischen mit den Sommerfrischlern, die Sportlichen und die nicht so, die “Angst vor Schwan” mit  den “ferngesteuerte Boote Fahrern” die “Stühle, Picknicktasche und Sonnenschirm” mit den nur “Handtuch,Tätowiert und Rauchen” wie in einem Wimmelbild aus einem vintage Kinderbuch. Außerdem wenn alle in Bikini und Badehosen, kann keiner mehr was verbergen. An den Körpern siehst du gleich wie das Jahr für jeden gelaufen ist.  Er ist heute neben mir aufgewacht, sagt der Antiquitätenhändler, aber ich weiß gleich wie er das meint, das #lotoflove Kochbuch wurde von der Landlady einfach nur gut dort platziert- wie in den anderen Wohnungen auch – sind doch einige Rezepte drin, die hier im Sommerfrische Haus entstanden und ja, das Thema würde auch ein ganz neues sehr gut befüllen!  Am Weg zum Köpfler vom Steg daten wir noch ein paar Rezepte ab und er hat dieses andere Kochbuch noch mit, das er mir später zum Schmökern vorbeibringen will. Vom Strand retour geht es vorbei am sehr gepflegten Gemüsegarten, ich köpfle dort auch noch mal rein und hol mir diesen einen großen Kohlrabi, der ganz frisch abgeschnitten für diese Vorspeise fällig ist. Der Kohlrabi wird dabei nur geschält, ganz dünn in Scheiben geschnitten, leicht eingesalzen, mit Olivenöl mariniert, Zitronensaft drüber,frische Dillzweige und geröstete Haselnüsse, die vorher mehr rough als fein zerkleinert werden. Und wenn du vom Köpfeln noch Wasser in den Ohren gehabt hast, beim Auftauchen aus diesem Salat nicht mehr.

Ein sommerfrisches Willkommensessen

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Die Sommerfrische startet heuer deutlich ruhiger und entspannter als die Jahre zuvor. Erstmals nur mit der Hälfte an plattlvollen Ikea Taschen angreist, also 6 statt 12. Das Material für Bewerbe beim LWSC (die Beschreibung für unseren amateurhaften Lauf -und Wassersport-Spassverein) St. Gilgen haben sich für mich auch reduziert, alles wegen dem neuen Kreuzband. Auch keine 1.000 Räder, Scooter, Penny Boards und was weiß ich und überhaupt, erstmals ganz ohne Kinder. #wienberlin kommt in ein paar Tagen direkt und der Teenager auf Sprachkurs, wo sonst. Die “Best of 2017″ Dirndln gehen gleich so am Kleiderhaken mit und, geh, fahr ma doch schon am Attersee ab und schauen beim Fischer Scheichl vorbei. Ein Glück, er reicht am Freitag bis 17 Uhr die Fische durchs Fenster, juhu! Geräucherte Fische gehen ja immer, die halten Tage, und weißt was, 4 so kleine Reinanken und 4 Forellen im Ganzen bitte. Denn die  Mizzis und die Schöllis reisen ja auch an und das traditionelle Willkommensessen muss wegen geschlossener Gesellschaft im Gasthof zur Post sowieso verlegt werden. Warum nicht gleich auf unsere Veranda, die Eröffnungs- Fische-Tart ist schon einmal sehr gut angekommen. Die ganze Fische danach im Papier machen sich von alleine.

Zucchini-Fisch-Tarte

Zutaten: 1 fertiger Quiche-Teig, rund, 4 mittlere Zucchini, Filets von einem geräucherten Fisch, 300 g Ziegenfrischkäse, 1 Becher Sauerrahm, 2 Eier, 3 EL geriebener Kren, Salz, Pfeffer, frische Kräuter, 1 Hand voll Pinienkerne

Zubereitung

Eine runde Form mit dem Teig auslegen, Boden mit Olivenöl beträufeln, 4 Zucchini waschen und mit dem Spar-Schäler rundherum bis auf die Kerne in der Mitte in Streifen hobeln, diese Rund von außen nach innen in die Form legen, dazwischen Stücke vom geräucherten Fisch verteilen, mit den verquirlten Eiern, Frischkäse, Rahm und Kren übergießen, würzen und bei 170 Grad eine Stunde im Rohr backen. Darüber geröstete Pinienkerne, frische Kräuter und Olivenöl toppen.

Salzkammergut Fische im Papier

Zutaten: fische im Ganzen, ausgenommen, Butter, frische Kräuter, Salz, Pfeffer, Zitrone, 1 kleiner Paradeiser

Zubereitung

jeder Fisch im Ganzen salzen, pfeffern, den Bauch mit frischen Kräutern und einem Stück Butter und Zitronenstücken füllen, ein kleiner geviertelter Paradeiser dazu, in Backpapier einpacken und am Backblech im Rohr bei 160 Grad ca. 20 Minuten bei 160 Grad garen.

4 Sommersalate, von heiter bis wolkenlos

Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog  Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog  Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog

Genau so stellt man sich ein langes Wochenende vor. Die Architektin lädt in ihre Traum-Bungalows auf eine sehr, sehr große Wiese mit viel Lavendel, Weingärten und langen Gräsern am Hügel mit unendlichen Blick in das Land und die Sonne hinein. Auf der Holzterrasse, die halb vom Kirschenbaum beschattet wird – wird eiskalter Cremant ausgegeben, um das beste aller Gastgeschenke, die gute Laune, schön am Prickeln zu halten. Die Teenager geben in ihren neuen silber und was-weiß-ich Neopren-Häkel-Bikinis Kunststücke am Pool zum Besten. Die Tochter  des Hauses serviert in flatterndem Leinen und wallenden Haaren, frisch gebackenen Kuchen und der Musikmanager wirft schon mal das Feuer für den Grill vor dem Schuppen an. Bis das Holz zu Kohle niederbrennt dauert es ja bekanntlich. Jeder packt irgendwie an und achja, und um die Salate soll sich auch noch wer kümmern und was genau aus der Mango werden soll, ist noch nicht klar. OK, mein Part, wie heißt es beim Wetter schon so schön, von heiter bis wolkenlos!

Paradies-Zwiebel-Blumen-Salat

  • solche Paradeiser, die trotz ihrer Reife und Saftigkeit so exakt schneiden lassen gibt es eben nur im Sommer. Darüber kommen ein paar Jungzwiebel-Ringerl, Petersilie aus dem Garten, Kornblumen von der Wiese und etwas Rucola. Öl und Essig.

Mango-Halumi-Wildkräuter-Salat

  • Auf die reifen Mango-Scheiben, gegrillte Halumi-Scheiben, darunter frisch gepflückte Schafgarbe, Oregano, und Kamillenblüten

Mozzarella-Peperonata-Pignoli-Salat

  • Paprika vierteln, putzen, die Haut angrillen, abziehen und mit Mozzarella (noch besser Burrata!) marinieren. Pinienkerne rösten und mit diversen Basilkumblättern anrichten

Panzanella-Oliven-Ziegenkäse-Salat

  • Altes dunkles Brot in Würfel schneiden, in Olivenöl knusprig braten und mit Melonenstücken, kleinen Paradeisern, Oliven, Zwiebel, Kräutern anrichten. Marinieren.

Holiday Marillenknödel

Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen

Zutaten für 8 Knödel:

Teig:

  • 200 g Topfen 20% Fett (eh klar)
  • 75 g glattes Mehl
  • 30 g weiche Butter – siehe Video
  • 1 Ei
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • Prise Salz
  • 8 reife Marillen (nicht zu groß)
  • 8 Stück Würfelzucker

Brösel:

100 g Brösel

100 g Butter

50 g geröstete gemahlene Nüsse

Zutaten für Teig mit der Gabel zusammenrühren, mindestens eine halbe Stunde kalt stellen. Auf einer bemehlten Unterlage Rolle formen, in 8 gleichgroße Stücke teilen, Kern aus der Marille mit Kochlöffelstiel drücken (siehe Video!), Würfelzucker in das Loch stecken, mit Teig ummanteln und ca. 15 Min in schwach wallendem Wasser kochen. Herausheben und in gerösteten Brösel wälzen.

Wünsche Euch einen schönen Ferienbeginn!

 

Ein Prösterchen auf die Biskuitroulade

Das große Kind aus Berlin war wieder da, na da wird gleich das ganze Wien Programm geboten, wir starten mit einem Brunch am Kutschkermarkt. Den hat sie gleich einmal verschlafen, das brave Kind, denn sie kam ungefähr heim, als wir aufgestanden sind. Ein bisschen Geburtstagsfeiern mit ihrer Runde, das muss doch sein, und eine Frau in ihrem Alter darf das, unabhängig von landläufigen Schlafenszeiten. Na was will man mehr, am Kutschkermarkt prächtigster Einkaufssamstag, alle da, alle hallo, und wie war das Zeugnis bei euch? Auch. Nein, das wär jetzt gemein, wir sind Vorzug, ganz die Mama (hust, hust). Der Bäcker Kasses hat sich auch nicht lumpen lassen. Bekomm ich doch glatt für die schöne Geschichte unlängst im Roggenfeld ein Dankeschön, das meine liebe Marktschwester Irene für mich deponieren durften und zuerst glaubt, daß das ihre Samstags-Liefung ist. Gut, daß der Marcus mitgebruncht hat, so konnte ich das irre großzügige Brot- und Tortengeschenke zwischen ihm, Berlin und meiner Schwester aufteilen, die ihre 3 (in Worten DREI) Kinder dann bei mir abgeholt hat. Sie haben ein paar Tage bei ihrer “Tante Kanzi” gewohnt, waren in Barcelona oder wars doch Brasilien? Egal, zurück zum Kutschkermarkt, der Brunch geht in die Verlängerung, dazwischen wird ein bissl spielgeplatzt und Ribisel gekauft und die Marktschwester Irene kommt mit einer frischen Biskuitroulade daher. Kleine Kostprobe, den hat ihre Mama gebacken, kam heut auf Besuch.  Ein Traum, zum Niederknien. Der gelbe Flaum, dicht, zart, saftig, Oberfläche feinporig, Marmeladenanteil top, nicht zu süß. Und da ist sie auch schon, die Oma “Granny” Pöhl, Applaus, schon in Pension, aber sie schaut halt so gern vorbei am Markt. Wie geht´s, wie wars am Attersee, gut schaun Sie aus, ja, man muss loslassen können, und sagen sie einmal, liebe Frau Pöhl, wie machen sie denn diese herrliche Biskquitroulade?

Ja so kann´s gehen, jetzt mach ich schon die Dritte in Folge, denn das Kind braucht ja eine extra für Berlin, viel zu kurz war sie wieder da, noch ein Prösterchen und hier das Rezept:

Zutaten

  • 7 Eier
  • Prise Salz
  • 200 Gramm Zucker (im Vergleich hat der Staubzucker besser abgeschnitten)
  • 170 Gramm glattes Mehl
  • Abrieb von einer halben Bio Zitrone

Zubereitung

Den Backofen auf  180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. 7 Eier mit dem Zucker in der Küchenmaschine sehr flaumig aufschlagen, ca. 5 Minuten. Prise Salz, Zitronenabrieb unterrühren, Mehl einreiben und nur mehr unterheben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und zart reinbuttern (sagt Granny Pöhl!), Teig daraufgießen, gleich in den Backofen und ca. 15 Minuten backen. Etwas ausdampfen lassen, mit Marmelade bestreichen (hier Ribisel, klassisch mit Marille), ca.6 Esslöffel, und zu einer Rolle Formen, das Papier beim Einrollen vorsichtig abziehen. Auskühlen lassen. Hält sich in Klarsichtfolie länger saftig und Danke Granny Pöhl.

Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt  Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt    Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt   Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt  Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt

Eine kalte Ente und kleine Getränkekunde

Kalte Ente und Getränkekunde by Alexandra Palla Kalte Ente und Getränkekunde by Alexandra PallaIMG_0465Kalte Ente GetränkekundeKalte Ente

Zur Abkühlung des Workshops an dem sehr, sehr heißen Tag ist mir eben spontan die “Kalte Ente” eingefallen. Ein wunderbar, erfrischender Cocktail aus halb Sekt, halb Weisswein, Zitronenschale, Minze (oder Melisse) und bei mir ein Schuss GIN für die “Nachhaltigkeit”. Es war so heiß, daß mir der Eiswürfeleinsatz des Art Deco Kruges zu klein war. Lieber ohne, und dafür noch mehr Eiswürfel direkt in den Krug hinein. Das wässert die “Kalte Ente” zwar, ist aber zur Verdünnung, wer will auch mit Mineralwasser , ganz gut zum Spritzen.

Apropos Spritzen, bei der Gelegenheit sind mir so allerlei Namen für Getränke-Verabreichungsformen und Mischungsverhältnisse eingefallen, ergänze gerne nach Hinweisen durch Kommentarfunktion!

  • Fluchtachterl – letztes Glas Wein vor dem Aufbruch, wird im Gasthaus nach Verlassen des Tisches gerne an der Schank getrunken
  • Achtel mit Tupf – Mischungsverhältnis viel Wein, ganz wenig Soda oder Mineralwasser
  • G´spritzter – 1/4 Liter: halb Wein, halb Soda oder Mineralwasser
  • Sommer-Spritzer (auch Palermo genannt) – 1/4 Liter: 1/3 Wein, 2/3 Soda oder Mineralwasser, wird gerne mit einem Stück Zitrone serviert
  • Badewanne – 1/2 Liter, quasi ein großer G´spritzter,  1/4 Wein, 1/4 Mineral
  • Hugo – der neumoderne Cocktail aus Prosecco, Zitronenmelisse- oder Holunderblüten-Sirup, frischer Minze und Mineral- oder Sodawasser
  • Kalte Ente – Cocktail aus 50:50 Wein, Sekt. Kann mit Zitronenschale, Minze, Melisse und/oder  Gin (siehe  Rezept oben)
  • Aperol-Spritz – Aperol mit Weißwein gespritzt, lieber ist mir der nächste
  • Campari-Spritz – im Gegensatz zu Campari Soda wird hier auch mit Weißwein gespritzt
  • Krankenhaus G´spritzter – Nicht nur alkoholschwach in der Mischung, sondern auch mit warmem Wasser auf-  für Gesunde -unangenehm laue Trinktemperatur gebracht
  • Kaiserspritzer – G´spritzten mit einem Schuss Holundersirup
  • Dienst-Achterl – das legendäre Helmut Qualtinger- als-Kommissar- Brenner Achterl. Der Ober fragt weiss oder rot? Qualitnger: seid wann gibts an roten Slivowitz? (Ist ein Zwetschgenschnaps, Pur)
  • Korrektur-Achterl: ein Glas Abschluss Weisswein, nach sehr viel Rotwein Gläsern
  • 5/8terl – oder auch 5/Achterl in Ehren – sehr schöne neue Wiener-Lied Soul-Band, ist kein Getränk in dem Sinn, gehört aber hier rein
  • Radler – halb Bier, halb Limonade
  • saurer Radler – halb Bier, halb Mineralwasser
  • Reparatur Seidl- das basische Getränk auf übersäuertem (brandigem) Magen, sehr gut mit Leberkäsesemmel am Tag nach einem Rausch
  • U-Boot – ein Stamperl  voll Schnaps direkt im Bierglas (Krügel) versenkt (Steigerung: Atom-U-Boot mit erhöhter Schnaps-Dosis)

Krug Provenienz: Annette Ahrens, die in ihrer Sammlung an historischen Tafelwerkzeugen und Gefäßen eine ganze Auswahl an “Kalten Enten” Karaffen im Fundus, falls jemand von Euch eine original Schnabel-Kanne sucht. Sie erklärt auch, woher der Name “Kalte Ente”stammt: Natürlich aus Deutschland, wo ein deutscher Fürst sich anstelle eines heissen Kaffees ein “kaltes Ende” wünschte. Aus dem Ende wurde im Sprachgebrauch eine Ente. Aus dem Art Deco gibt es wunderbare Karaffen mit einem Glaseinsatz – wie hier bei diesem Bild im Einsatz – , in den das kühlende Eis gegeben wurde, um das Getränk zwar zu kühlen aber nicht zu verwässern. Das ursprüngliche Rezept war: Rheinwein, Sekt und Zitronen, Melisse, eigentlich die zuckerfreie Urform eines heutigen Hugos…