Kürbislasagne al forno & dampfo

Kürbislasagne von Alexandra Palla für AEG   Kürbislasagne von Alexandra Palla für AEGKürbislasagne von Alexandra Palla für AEG Kürbislasagne von Alexandra Palla für AEG Kürbislasagne von Alexandra Palla für AEGKürbislasagne von Alexandra Palla für AEG  Kürbislasagne von Alexandra Palla für AEGKürbislasagne von Alexandra Palla für AEG

Sobald sich beim übers Land fahren am Straßenrand Verkaufsstände mit Obst und Gemüse zeigen, kann ich beim besten Willen nicht widerstehen. Erst recht nicht, wenn in den langen Sonnenstrahlen des Frühherbstes mir schon von weitem die goldigen Kürbisse entgegenlachen. Das gibt so ein angenehmes Gefühl von fast selbst geerntet, auch wenn weit und breit gar kein Kürbisfeld zu sehen ist. Und weil der Appetit immer größer ist als ein Kofferraum müssen schleunigst mehr Rezepte als Kürbissuppe oder ofengeschmorte Kürbisse her. Die gute Wahl fällt daher auf das Lieblingsgericht der Töchter, die Lasagne, in die ich einfach ein paar ofengeschmorte Kürbisse reinlöffle. Die herbstliche Kürbislasagne ist damit die perfekt Nummer #4 in der Serie STEAM TEAM für AEG .Viel Freude mit dem Rezept, dem Video,  rough it, cut it, love it, Eure Alexandra

Zubereitung:

  • Kürbisse waschen und mit dem Messer den Strunk mit einem glatten Schnitt entfernen bis das Kerngehäuse sichtbar ist. Mit einem Löffel die Kerne rauslöffeln. Auf ein Backblech setzten, salzen, mit Olivenöl beträufeln und ca. 40 Minuten bei 180 Grad weichbacken.
  • Für das Sugo Zwiebel und Knoblauch in Würfel schneiden, in Olivenöl andünsten und das Faschierte kurz mitbraten und mit Paradeispassata und 1/8 l Rotwein aufgießen, würzen. 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
    Für die Béchamel Sauce die Butter zerlassen, mit Mehl verrühren und unter ständigem Rühren nach und nach mit 500 ml Milch aufgiessen.
    In einer rechteckigen Form die Lasagneteigblätter mit dem Sugo, dem weichen Fruchtfleisch (ohne Schale) der Kürbisse, der Béchamel Sauce und dem geriebenen Parmesan schichten. Am Schluß mit den Kürbiskernen toppen.
    Bei 170 Grad ca. eine Stunde mit Dampf backen.

Zutaten:

4 kleine Hokkaido Kürbisse
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
500 g Rinderfaschiertes
1 L Paradeispassata ( aus der Flasche)

für die Béchamel Sauce:
125 g Butter
3 gehäufte Esslöffel Mehl
ca. 500 ml Milch

100 g grob geriebener Parmesan
1 Hand voll geröstete Kürbiskerne

500 g Lasagneblätter

Einen Salat mit gebratenen Pilzen in den ausgehalten Kürbissen dazu servieren. Guten Appetit!
Der Beitrag entstand in Kooperation mit AEG Österreich und ist damit als WERBUNG zu kennzeichnen.

Erst Sieden, dann Senken! Meine Salzkammergut Bouillabaisse

Der Yachtclub in St. Gilgen, wo soll ich nur anfangen. Der traditionsreiche Segelclub am Wolfgangsee hat in seinem 115 jährigen Bestehen schon Olympiasieger und einige Weltmeister – wie erst vor 3 Wochen wieder einen – hervorgebracht, liegt idyllisch im Mozart-Ort eingebettet in einer geschützten Bucht nächst Badehaus und Minigolf. An prächtigen Sommertagen glitzert der See wie nur, flattern die weißen Segel der Boote – wie Schmetterlinge am Fliederbusch – nervös zur Ausfahrt, man wartet, kommt der Brunnwind oder kommt er nicht. Die strengen Hierarchien, Oahoamische vor Sommerfrischler, Regattenfahrer vor Schönwetterfahrer, Holzbootbesitzer vor Plastikbootsbesitzer, höhere Yardstickzahl vor kleinerer Yardstickzahl, Silberrücken vor Angelhasen, Laut vor Leise immer schön eingehalten. Das und mehr beobachte ich unweigerlich, sagen wir seit meiner Kindheit, von meinem Veranda-Ausguck aus, gehe dort – siehe Gründe vorhin – seit Jahrzehnten inkognito ein und aus und wenn´s passt wird selbst mit dem Boot ein bissl ausgefahren, hin und wieder in der Kantine Kaffee oder Eis gekauft, die Kinder manchmal auch gebackene Putenbruststreifen auf Salat, mehr gab´s dort nie. Dann im Frühjahr der Knaller, Jürgen Wolf vom gerne frequentierten Wiener Gasthaus Wolf übernimmt das Yachtclubrestaurant in St.Gilgen, ja gibt´s denn so was. Wir sofort als Wien-Delegation zum Antrittsbesuch, extra Tisch auf “Yachtclub St.Gilgen” bestellt und wirklich sehr gutes Beuscherl. Der Wirt hat sich nicht sehen lassen, wir konnten uns nicht zu erkennen geben, aber der Sommer sollte kommen und mit ihm die schönen Ankündigungen über den neuen Wirt am See, wie hier zum Beispiel im Rondo. Genau, diese Fischsuppe, die koch ich ja auch so gerne, wie ich mich schon gefreut hab, sie mit dem neuen Yachtclub-Wirten in dieser wirklich sehr coolen Sommerfrische Version einer Bouillabaisse besprechen zu können, wo ich doch so nah und so oft und die Neugierde, warum gerade er und vor allem dort? Gut der Einstieg war nicht optimal, die vielen Regatten, immer Ausnahmebetrieb, kleine Karte mit Toast und Caprese wie immer, dann wegen Schlechtwetter wieder nur kleine Karte mit Toast und Caprese wie immer, dann schon wieder voller Vorfreude hin und Ruhetag (!) mitten in der Hochsaison, es ist verflixt, wo sind jetzt die gelobten Kochkünste, wo ist jetzt bitte der Wirt, der Sommer geht doch bald vorbei.

Was die Suppe betrifft, kein Problem, die hab ich jetzt schön öfter selber gemacht, immer mit weißen süßen Zwiebel, jungem Fenchel aus dem Garten, frischen Fischen vom Fuschlsee daneben. Immer selber filetiert, die Karkassen mit einer Zellenknolle mit Grün vom Schrannenmarkt ausgekocht, im Sud erkalten lassen, das Gemüse damit aufgegossen, etwas Weisswein und Safran zuerst “bouille” gesiedet und erst ganz am Schluss die Fischstücke ohne Haut darin “baisse” versenkt. Das Rezept funktioniert immer und einfach, auch wenn einmal die Zucchini sie Suppe ganz schön grün gefärbt haben, aber immer top Salzkammergut-Fische-Feeling. Dazu ein Weissbrot ganz dünn im Rohr getoastet mit einem fein geknebeltem Aioli (siehe HIER).

Einen Abend haben wir noch, vielleicht schaff ich´s ja zum Ende der Sommerfrische doch noch auf einen Fischsuppenaustausch und eine Kostprobe beim Herrn Wolf in die Yachtclubkantine zum Sieden und Senken.

Zutaten

  • 4 ganze Fische (Forellen, Saiblinge oder Reinanken), ausgenommen
  • 1 kleine Zellerknolle mit Grün
  • 1/4 Weisswein, 2 Lorbeerblatt, Pfefferkörner, 1 Schuss Wermut (Noilly Prat)
  • 2 Knollen Fenchel (event.  Zucchini wie in diesem Mal, macht aber Suppe grün…)
  • 1 milde weiße Zwiebel
  • 1 TL Safranfäden

Zubereitung

Fische filetieren und enthäuten, Filets kühl stellen.

Einen Topf mit ca. 1,5 Liter Wasser, Zellerknolle, Grünzeug, Weisswein und Gewürze zum Kochen bringen, Fischkarkasse und Häute darin ca. 30 Minuten auskochen, vom Herd nehmen und im Sud erkalten lassen.

Zwiebel und Fenchelknolle ohne Strunk in feine Ringe schneiden, in wenig Olivenöl anschwitzen, mit Weisswein und Wermut löschen, kurz einkochen, mit Fischfond aufgießen, Safran kurz aufkochen und kurz vor dem Servieren die frischen Fischfilets darin kurz ziehen lassen, nicht mehr aufkochen.

 

IMG_1270   IMG_1142Salzkammergut-BouillabaisseSalzkammergut-BouillabaisseIMG_1143IMG_1271Salzkammergut-Bouillabaisse

 

Clubrestaurant