Tische eine Geschichte auf, die Riesen von Aspern

Riesen von Aspern, so heißen die Wiener Radischen, die es nur wenige Wochen in Wien gibt

Was der Spargel im Mai und die Erdbeeren im Juni, sind die Radieschen im April!  So, oder so ähnlich. Aber dann beim Einkaufen nach der Schule doch sehr erstaunlich, das Kind packt von ganz alleine Berge und Büschln von bunten, leuchtenden, knackigen Gemüsesachen in ihr Kindereinkaufswagerl, das sie sich mit einem Teil von ihrem neuen Schlüsselanhänger von der Metallschlange crackt. Mir ist noch nicht ganz klar, ob sie damit einen möglichen Vitaminmangel intuitiv ausgleicht, einen ganzen Hasenstall damit füttern will oder darunter schnöde Kinderindustriefressware verstecken möchte. Ich lass sie aber machen, und während ich mich beim Brot anstelle gebe ich ihr noch den Auftrag, zurück zum Gemüse, um Riesen von Aspern zu holen und tische ihr diese Geschichte dazu auf: buntes frisches Gemüse mit Aioli-Limetten-Dip.
2 Eidotter in einem hohen Gefäss mixen und dabei ganz langsam ca. 200 ml Olivenöl reinrieseln lassen bis das Aioli schön fest und speckig ist, mit 2 zerdrückten Knoblauchzehen, 3 EL Sauerrahm und einer ausgepressten Limette mischen, würzen.
Die Riesen von Aspern“, sind eine alte Wiener Radieschensorte, wie sie schon vor 100 Jahren in den Gemüsegärten von Wien angebaut wurden. Riesen deshalb, weil die Radischenknolle bei dieser Sorte größer ist, sehr saftig und knackig ist. Am besten knackfrisch mit Dip essen!

Mehr Aioli oder Mayo-Varianten:
Terramadremäßig,
ein Trara,
Sonnensalat

terramadremäßige Süsskartoffel mit Aioli Dip

Und eins beschäftigt mich auch sehr: wieso hab ich bis heute nichts von der Slow-Food-Veranstaltung TERRA MADRE mitbekommen, von der mir mein Schinkencousin und Slow-Food-Aktivist ROMAN THUM gerade erzählt. Im Arkadenhof vom Rathaus, 13.-15.10 mit 50 Genuss Kapazundern.
Mich überkommt eine Spontanbegeisterung und melde mich sofort zum ehrenamtlichen Standeinsatz und bitte daher um werte Visiten nächsten Donnerstag (13.10 ab 10 Uhr) – Extraportion Schinkenprobe inbegriffen.

THUM SCHINKEN Verkostung auf der Slow-Food-Veranstaltung Terra Madre nächste Woche im Rathaus. Donnerstag 13.10. ab 10 Uhr.

Terra Madre im Rathaus 13.-15-10.

Am Heimweg kehre ich noch am Kutschkermarkt ein, und gebe terramadremäßig  2 Süsskartoffeln eine Chance. Ich wasche sie, teile sie in Spalten leg diese auf ein Blech und backe sie im Backrohr bei 180 Grad ca. eine Stunde. Es riecht ganz erstaunlicherweise nach Schokokuchen, schaut aus wie Kürbis, schmeckt aber  irgendwie nach einer Mischung aus Maroni, Banane und Kartoffel und heisst- wie ich nachschau –  tatsächlich “Batane” und nur entfernt mit der Kartoffel verwandt.
Dazu scheint mir ein Dip passend und weil der Rokitansky ein 1A kaltes Roastbeef nachhausetragt mach ich ein Aioli dazu und es passt alles gut zusammen.

Aioli
(nichts anderes als eine Mayonaise mit Knoblauch und Olivenöl gemacht, obwohl im Originalrezept statt Ei nur Milch):
Ein Eidotter mit zerdrücktem Knoblauch, Cayennepfeffer und Salz mixen, langsam 1/8 Olivenöl reinträufeln. Mit 3 EL Sauerrahm verrühren.

 

Süsskartoffel mit Aioli Alexandra Palla roughcutblog.com Süsskartoffel mit Aioli Alexandra Palla roughcutblog.comSüsskartoffel mit Aioli Alexandra Palla roughcutblog.com Süsskartoffel mit Aioli Alexandra Palla roughcutblog.com