Gedächtnisprotokoll Karottenschmarrn

Karottenschmarrn, je kühler umso stichfester

Tut leid, ich find´s nicht. Dieses kleine Heftchen mit dem spagatfarbenen Einband und dem Besteck drauf, da war es immer, hier bei den Kochbüchern. Dort hab ich mir die Rezepte alle aufgeschrieben, auch das mit den Karotten aus dem Biokistl. Diese liebe kleine Weltverbesserungs-Gemüsekiste, die jeden Freitag mit dem Bestellschein für die nächste Woche und der Rezepte, Hoffeste und Termine dahergekommen ist. Da war ich auch kurz vor der selbsternte.at, kein Scherz. Die verschrumpelten Schwarzwurzeln stundenlang glücklich ausgekocht und dann nicht einmal selber gegessen. Dann fand ich die Idee, Bio-Gemüse-Kisterln in homöopathischen Abgabemengen mittels Diesel-LKW kreuz und quer durch Wien kutschieren zu lassen nicht mehr so gut. Nein, bitte nicht falsch verstehen, aber grundsätzlich halt. Schwarzwurzeln kauf ich mir immer noch keine, aber dieser Karottenschmarrn – der ursprünglich ein Kürbisschmarrn war, den hab ich mir heute aus dem Gedächtnis gekocht:

1kg Karotten (oder eben Kürbis) in
1/2 Milch oder Schlagobers (oder halbe halbe)
weichkochen, mit dem Pürrierstab mixen, abkühlen lassen,  2 handvoll geriebener Parmesan, 1 handvoll Semmelbröseln, 2 ganze Eier unterrühren, in eine Aufflaufform und 1/2 Stunde bei 180 Grad backen.

Karottenmasse in Auflaufform eine halbe Stunde backen