Topfbrot, super knusprig ohne kneten

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Für Samstag und Sonntag war je ein Brunch auszurichten, sehr gemütliche Perspektive, die Speck mit Ei Pfannen hab ich schon gerochen, die gepressten Blutorangen geschmeckt. Natürlich war ich schon beim Thum einen Beinschinken holen und mir je 2 Portionen davon –  eh klar das Fettrandl drauflassen –  schön luftdicht verpacken lassen. Vom Besuch beim Käse-Schamanen Robert Paget hatte ich sowieso super Ziegencamembert und Ricotta im Kühlschrank, fehlt nur mehr Schnittlauch – es geht doch nichts über ein dicht beflocktes Schnittlauchbrot und hier

Trick zur Erinnerung: Butterbrot streichen und mit der Butterseite im geschnittenen Schnittlauchhügel tunken

auf frischer Bauernbutter vom Kutschkermarkt. Kein Problem, die hol ich am Samstag und das frische Brot dann auch. Oder aber Selberbacken und wo ist jetzt dieses NO KNEAT BREAD, das doch so in Bloggermode war. Denn wenn das gelingt back ich einen Laib für Samstag, und dann auch einen für Sonntag. Hallo, noch lauwarmes Brot mit Bauernbutter und Schnittlauch!?

Logischerweise konsultiere ich zuerst FoodDOC Seiser, die eine schon fast wissenschaftliche Abhandlung samt Brotbacktabelle anbietet. Sehr genau, sehr korrekt, trottelsicher kann man sagen. Aber bevor ich mich in Nuancen und Brotporengröße verliere, nehme ich ein Stückchen Germ, löse es in lauwarmen Wasser, Mehl dazu, Salz, Zucker, Folie über die Rührschüssel, stelle diese in eine zimmerwarme Ecke und schraub schon mal den Knopf vom Le Creuset Topf ab. Ich schätze, die Mixtur, denn von Teig kann man ja nicht reden – wurde ja nicht einmal geknetet, ist 2 Stunden herumgestanden, dann heize ich das Backrohr mit Ober/Unterhitze samt Topf brennheiß vor. Brotmixtur jetzt per Hand auf die mit Mehl bestaubte Arbeitsfläche, kurz durchdrücken, Topf vorsichtig – weil ja brennheiß – aus dem Rohr holen, innen mit Mehl stauben, Teig hinein, Deckel drauf und eine halbe Stunde bei 180 Grad backen (siehe Foto Topf im Rohr). Deckel runter, eine weitere halbe Stunde knusprig backen. In ein Geschirrtuch schlagen und auskühlen lassen. Unglaublich wie das funktioniert, ein kleines Wunder, innen saftiges fluffiges Brot, außen extra knusprige Kruste, das ganze ohne Arbeit, ohne Kneten.

  • 550 ml lauwarmes Wasser
  • 3 g frische Germ – siehe Foto oben
  • 800 g Mehl (erstes Brot: 2/3 Waldstaudenmehl von Allram, 1/3 Weizen Mehl, zweites Brot: 3/4 Roggenmehl, 1/3 Weizen Mehl)
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1 TL Salz
  • wer will würzt mit etwas Fenchel, Anis, oder Koriander
  • Gusseisentopf mit Deckel (ohne Plastik)

Plötzlich ich, Aug in Aug mit der  Zahl 7.16 auf der Digitalzeige vom Radiowecker, shit, wie ein Pfitschipfeil, sitz schon im Bett, rase auf, schnell, schnell, wir haben verschlafen, Mist, Mädels, Schule, kommt´s, gleich halb Acht, aufstehen, SOFORT! Aber Mama, heut ist doch Samstag, achso, ja, na dann, echt, sorry, und weiterschlafen. Nur ich jetzt hellwach, die Sonne scheint, wie war das mit dem Topfbrot, warum nicht gleich backen, und schön, dass jetzt endlich der Frühling kommt.

Kaum backt einer Topfbrot, backen auch die Anderen! Sehr schön, dieses hier aus Theresas Küche!

Zucchinicrostini und ja, die mach ich bald wieder

Bei mir kommt in der Früh einmal das Müsli auf den Tisch, dann erst die Zeitung. So erfahre ich eben über What´s App, dass es da heute im Kurier ein tolles Lob von der Frau Knecht für mich gibt. (HIER nachzulesen). Simple, unangeberisch, nett und warmherzig, feine und einfache Kuchen, schöne Bilder, findet sie und, jössas, ja, denk ich mir, genau so. Und jetzt einmal Danke und am”nett”arbeite ich. Außerdem, Zucchini Rezepte fehlen. Hm, echt Frau Knecht? Zucchini, eigentlich ein fades Gemüse, sorry jetzt, roh immer die Spur zu pelzig, schnell hölzern, beim Kochen immer gleich so wässrig, und in den 80er Jahren sowieso zuviel Zucchinicremesuppe. Aber sie hat schon recht, der Gartenkürbis wächst ja wirklich wie das Unkraut, erst recht im Hochbeet jedes Urban Gardeners, der auf sich hält und wenn schon einmal da, machen wir das Beste draus. Am Weg in die Trafik, einen Kurier zu kaufen, schnapp ich mir diese kleinen runden Zucchini, Petersilie und jungen Knoblauch am Marktstand, kaufe bei Frau Irene einen Ziegenfrischkäse und ein Kasses Ciabatta und verlege das Mittags-Meeting kurzerhand in die Büroküche, wo es beim Skypen ohne Bild nicht weiter auffällt, dass ich dabei die Zucchini in dünne Scheiben schneide. Genauso den jungen Knoblauch, ohne dem der Zucchini geschmacklich verloren wäre. Brate alles in Olivenöl langsam und eher dunkel, ab auf einen Teller zum abkühlen. Brotscheiben in den Olivenölresten der Pfanne beidseitig rösten, Zucchini drauf, Ziegenfrischkäse, etwas Balsamicoessig, frische Petersilie, Salz, Pfeffer. Sicher, mit Zucchini kann man viel anstellen und ich denk gleich an meine Germteig-Uli, ob wir nicht auch Zucchini-Buchteln probieren sollten. Im Augenblick bin ich aber doch ganz froh über meine Brote und ein Zucchini Rezept in meiner Sammlung, das ich Frau Knecht zu verdanken habe und ja, die mach ich bald wieder! Mehr mit Zucchini
http://www.roughcutblog.com/2012/08/soo-muss-lasagne.html
http://www.roughcutblog.com/2014/02/because-you-are-curry.html

Hier noch einige Zucchini Rezepte geschätzter Blogger-Kollegen:
die schon oft nachgemachte Zucchinipizza vom Stepfordhusband
das duftige Zucchinirisotto von Frau Ziii
ein echt freaky klingendes Zucchini Corden Bleu von Binekocht!
Zucchinipuffer von Prostmahlzeit wie ich sie sehr gerne mag
super zum Bezwingen der Zucchiniberge Peter Putzers Zucchinibrot
und das Zucchini Tian von Candid Moments

Frischmacher mit Roten Rüben

Jeden Tag kann sie sich über ihre Adresse Seidengasse 13 auf´s Neue freuenMit der hat sie ein irres Glück gehabt, nicht nur wegen Seide und Glückszahl, auch der Zins ist für die fast 300 m2 sehr o.k. Die  Etage der ehemalige Seidenfabrik ist außerdem so stabil gebaut, dass sie sich keine Sorgen machen muss, mit ihrem Stoffelager eines Tages dem darunter liegenden Literaturhaus, durch die Decke zu kommen. Susanne Bisovsky ist sicher die Ruhigste unter den erfolgreichen Designerinnen in Österreich, bis sie den Vorhang zu ihrer Haute Couture aufzieht und vom neuen Wiener Chic spricht. Wir probieren Dirndln, Röcke, Schuhe, ziehen uns Rosen-Strümpfe an, Handschuhe und lassen uns von ihr schwarze Tücher unter Hüte wickeln. Das Tüpfelchen auf dem i ist immer der Frischmacher. Ein kleines karriertes Tücherl um den Hals, der Auffrischer für den Look, der oft an Frida-Kahlo erinnert.  Ihre Stoffe lässt sie in Italien drucken, und schaut sich dabei gerne Muster von alten Vasen, Tellern und Dosen ab, die sie in ihrem Atelier an den Wänden zusammensammelt. Sie wohnt auch da, ob wir auch ihre Küche sehen wollen, nichts lieber als das! Kein Geschirrspüler, alles mit der Hand, und zur Zeit sehr gerne Rote Rüben. Mit meinem neuen Wiener-Chic-Rock und Shirt plus Frischmacher und einer Idee, meinen roten Roten Rüben Salat als Brot abzuwandeln ziehen wir zufrieden ab. Das ist jetzt meine Frischmacher-Version, mit der ich mich für den Besuch bei Susanne Bisovsky gerne bedanken will. Rezept ganz unten.
Besuch in Susanne Bisovskys Atelier gegen Voranmeldung jederzeit möglich.
Noch ein Rote Rüben Rezept auf diesem Blog: Wackel-Pudding


Rezept: Rote Rüben schälen und im Ganzen in Salzwasser bissfest kochen (kann schon 40 min dauern)- oder vorgekocht kaufen, gibt´s auch Bio. Kalt in Scheiben schneiden. Schwarzbrot mit Olivenöl beträufeln, mit Ziegenfrischkäse bestreichen, mit roten Rübenscheiben belegen, Hanfsamen, Nüsse oder geröstete Kerne drauf, frische Majoranblätter und dergleichen, und mit etwas Zitronensaft erfrischen. Das Ganze funktioniert natürlich auch ohne Brot, auf einen großen Teller rote Rübenscheiben schichten, Frischkäse, Kräuter, Kerne oder Nüsse drüberstreuen und marinieren.

Das ist die perfekte Stulle

Stullen!!

A. und ich brüten wirklich Stunden über den Schuljausensplänen für die nächsten Wochen. Gibt es Chili con Carne wird das von uns ergänzt mit Vollkornbrot, Streichwurst und Paprika. Haben wir Kaiserschmarren mit Apfelmuß am Mittagsplan, bestellen wir Joghurtweckerl mit Gauda, Gurkerl und runden das mit Müsliriegel ab. Das Pausenglück von 220 Volksschulkinder liegt in unseren verantwortungsvollen und total eiweiß-kohlehydratausgeglichenen wohlwollenden Händen. Ich zähle noch 36 Unterrichtstage bis zu den Sommerferien.

Mach ich jetzt eine gute Jausenstulle dann schaut die so aus:

1 dunkles Ströck Baguette (Baguette Paesana) füllen mit:
eine Schichte selbstgemachtes Aioli (Majo aus 1 Dotter, 1/8 Maiskaimöl, 1/8 Olivenöl, 1 Knoblauchzehe, Sardellenpaste, Salz & Pfeffer)
1 Lage Mortadella (mit Pistazien)
1 Lage Bel Paese (sehr jung)
1 Lage Rucola
wer will Paradeiser
halbieren oder dritteln!