Ein sommerfrisches Willkommensessen

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Die Sommerfrische startet heuer deutlich ruhiger und entspannter als die Jahre zuvor. Erstmals nur mit der Hälfte an plattlvollen Ikea Taschen angreist, also 6 statt 12. Das Material für Bewerbe beim LWSC (die Beschreibung für unseren amateurhaften Lauf -und Wassersport-Spassverein) St. Gilgen haben sich für mich auch reduziert, alles wegen dem neuen Kreuzband. Auch keine 1.000 Räder, Scooter, Penny Boards und was weiß ich und überhaupt, erstmals ganz ohne Kinder. #wienberlin kommt in ein paar Tagen direkt und der Teenager auf Sprachkurs, wo sonst. Die “Best of 2017″ Dirndln gehen gleich so am Kleiderhaken mit und, geh, fahr ma doch schon am Attersee ab und schauen beim Fischer Scheichl vorbei. Ein Glück, er reicht am Freitag bis 17 Uhr die Fische durchs Fenster, juhu! Geräucherte Fische gehen ja immer, die halten Tage, und weißt was, 4 so kleine Reinanken und 4 Forellen im Ganzen bitte. Denn die  Mizzis und die Schöllis reisen ja auch an und das traditionelle Willkommensessen muss wegen geschlossener Gesellschaft im Gasthof zur Post sowieso verlegt werden. Warum nicht gleich auf unsere Veranda, die Eröffnungs- Fische-Tart ist schon einmal sehr gut angekommen. Die ganze Fische danach im Papier machen sich von alleine.

Zucchini-Fisch-Tarte

Zutaten: 1 fertiger Quiche-Teig, rund, 4 mittlere Zucchini, Filets von einem geräucherten Fisch, 300 g Ziegenfrischkäse, 1 Becher Sauerrahm, 2 Eier, 3 EL geriebener Kren, Salz, Pfeffer, frische Kräuter, 1 Hand voll Pinienkerne

Zubereitung

Eine runde Form mit dem Teig auslegen, Boden mit Olivenöl beträufeln, 4 Zucchini waschen und mit dem Spar-Schäler rundherum bis auf die Kerne in der Mitte in Streifen hobeln, diese Rund von außen nach innen in die Form legen, dazwischen Stücke vom geräucherten Fisch verteilen, mit den verquirlten Eiern, Frischkäse, Rahm und Kren übergießen, würzen und bei 170 Grad eine Stunde im Rohr backen. Darüber geröstete Pinienkerne, frische Kräuter und Olivenöl toppen.

Salzkammergut Fische im Papier

Zutaten: fische im Ganzen, ausgenommen, Butter, frische Kräuter, Salz, Pfeffer, Zitrone, 1 kleiner Paradeiser

Zubereitung

jeder Fisch im Ganzen salzen, pfeffern, den Bauch mit frischen Kräutern und einem Stück Butter und Zitronenstücken füllen, ein kleiner geviertelter Paradeiser dazu, in Backpapier einpacken und am Backblech im Rohr bei 160 Grad ca. 20 Minuten bei 160 Grad garen.

4 Sommersalate, von heiter bis wolkenlos

Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog  Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog  Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog

Genau so stellt man sich ein langes Wochenende vor. Die Architektin lädt in ihre Traum-Bungalows auf eine sehr, sehr große Wiese mit viel Lavendel, Weingärten und langen Gräsern am Hügel mit unendlichen Blick in das Land und die Sonne hinein. Auf der Holzterrasse, die halb vom Kirschenbaum beschattet wird – wird eiskalter Cremant ausgegeben, um das beste aller Gastgeschenke, die gute Laune, schön am Prickeln zu halten. Die Teenager geben in ihren neuen silber und was-weiß-ich Neopren-Häkel-Bikinis Kunststücke am Pool zum Besten. Die Tochter  des Hauses serviert in flatterndem Leinen und wallenden Haaren, frisch gebackenen Kuchen und der Musikmanager wirft schon mal das Feuer für den Grill vor dem Schuppen an. Bis das Holz zu Kohle niederbrennt dauert es ja bekanntlich. Jeder packt irgendwie an und achja, und um die Salate soll sich auch noch wer kümmern und was genau aus der Mango werden soll, ist noch nicht klar. OK, mein Part, wie heißt es beim Wetter schon so schön, von heiter bis wolkenlos!

Paradies-Zwiebel-Blumen-Salat

  • solche Paradeiser, die trotz ihrer Reife und Saftigkeit so exakt schneiden lassen gibt es eben nur im Sommer. Darüber kommen ein paar Jungzwiebel-Ringerl, Petersilie aus dem Garten, Kornblumen von der Wiese und etwas Rucola. Öl und Essig.

Mango-Halumi-Wildkräuter-Salat

  • Auf die reifen Mango-Scheiben, gegrillte Halumi-Scheiben, darunter frisch gepflückte Schafgarbe, Oregano, und Kamillenblüten

Mozzarella-Peperonata-Pignoli-Salat

  • Paprika vierteln, putzen, die Haut angrillen, abziehen und mit Mozzarella (noch besser Burrata!) marinieren. Pinienkerne rösten und mit diversen Basilkumblättern anrichten

Panzanella-Oliven-Ziegenkäse-Salat

  • Altes dunkles Brot in Würfel schneiden, in Olivenöl knusprig braten und mit Melonenstücken, kleinen Paradeisern, Oliven, Zwiebel, Kräutern anrichten. Marinieren.

Ein Prösterchen auf die Biskuitroulade

Das große Kind aus Berlin war wieder da, na da wird gleich das ganze Wien Programm geboten, wir starten mit einem Brunch am Kutschkermarkt. Den hat sie gleich einmal verschlafen, das brave Kind, denn sie kam ungefähr heim, als wir aufgestanden sind. Ein bisschen Geburtstagsfeiern mit ihrer Runde, das muss doch sein, und eine Frau in ihrem Alter darf das, unabhängig von landläufigen Schlafenszeiten. Na was will man mehr, am Kutschkermarkt prächtigster Einkaufssamstag, alle da, alle hallo, und wie war das Zeugnis bei euch? Auch. Nein, das wär jetzt gemein, wir sind Vorzug, ganz die Mama (hust, hust). Der Bäcker Kasses hat sich auch nicht lumpen lassen. Bekomm ich doch glatt für die schöne Geschichte unlängst im Roggenfeld ein Dankeschön, das meine liebe Marktschwester Irene für mich deponieren durften und zuerst glaubt, daß das ihre Samstags-Liefung ist. Gut, daß der Marcus mitgebruncht hat, so konnte ich das irre großzügige Brot- und Tortengeschenke zwischen ihm, Berlin und meiner Schwester aufteilen, die ihre 3 (in Worten DREI) Kinder dann bei mir abgeholt hat. Sie haben ein paar Tage bei ihrer “Tante Kanzi” gewohnt, waren in Barcelona oder wars doch Brasilien? Egal, zurück zum Kutschkermarkt, der Brunch geht in die Verlängerung, dazwischen wird ein bissl spielgeplatzt und Ribisel gekauft und die Marktschwester Irene kommt mit einer frischen Biskuitroulade daher. Kleine Kostprobe, den hat ihre Mama gebacken, kam heut auf Besuch.  Ein Traum, zum Niederknien. Der gelbe Flaum, dicht, zart, saftig, Oberfläche feinporig, Marmeladenanteil top, nicht zu süß. Und da ist sie auch schon, die Oma “Granny” Pöhl, Applaus, schon in Pension, aber sie schaut halt so gern vorbei am Markt. Wie geht´s, wie wars am Attersee, gut schaun Sie aus, ja, man muss loslassen können, und sagen sie einmal, liebe Frau Pöhl, wie machen sie denn diese herrliche Biskquitroulade?

Ja so kann´s gehen, jetzt mach ich schon die Dritte in Folge, denn das Kind braucht ja eine extra für Berlin, viel zu kurz war sie wieder da, noch ein Prösterchen und hier das Rezept:

Zutaten

  • 7 Eier
  • Prise Salz
  • 200 Gramm Zucker (im Vergleich hat der Staubzucker besser abgeschnitten)
  • 170 Gramm glattes Mehl
  • Abrieb von einer halben Bio Zitrone

Zubereitung

Den Backofen auf  180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. 7 Eier mit dem Zucker in der Küchenmaschine sehr flaumig aufschlagen, ca. 5 Minuten. Prise Salz, Zitronenabrieb unterrühren, Mehl einreiben und nur mehr unterheben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und zart reinbuttern (sagt Granny Pöhl!), Teig daraufgießen, gleich in den Backofen und ca. 15 Minuten backen. Etwas ausdampfen lassen, mit Marmelade bestreichen (hier Ribisel, klassisch mit Marille), ca.6 Esslöffel, und zu einer Rolle Formen, das Papier beim Einrollen vorsichtig abziehen. Auskühlen lassen. Hält sich in Klarsichtfolie länger saftig und Danke Granny Pöhl.

Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt  Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt    Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt   Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt  Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt

Standing Ovations dem narrischen Kirschenkuchen

Um den Standler auf den Videodreh einzustimmen, war ich schon die Tage davor am Naschmarkt, natürlich mit der Vespa hingehuscht. Geparkt wurde gleich vis a vis vom Theatercafe, denn das Obsteck ist auf gleichen Höhe. Dort alles besprochen und auch noch die schönen Riesenkirschen gesehen. Kosten zwar ein Vermögen, aber was solls, eine freundliche Zeche schadet im Vorfeld nicht. Ja, und bitte in das schöne Holzkisterl da vorne lose einstreuen, ma schaut das schön aus, klar, ich nehm gleich 5 Kilo davon, macht sich doch sicher gut am Film! Zur Sicherheit aber noch 2 Sackerl, danke. Alles für das Video ausgemacht, wir kommen dann die Tage und alles in 10 Minuten erledigt, versprochen. Zurück bei der Vespa, das Kirschenkisterl erst einmal am Sitz abgelegt, es waren noch ein paar Telefonate zu führen. Dann hab ich ausprobiert, wie sich das Kistl am vorderen Packlträger macht,  kommt  vielleicht gut am Video, mir ist klar, da werd ich ein  paar Spinnen oder wie die Gummischnüre heißen, brauchen. Also Vespasitz auf, Helm raus, Kirschen in die Sackerln abfüllen, versenken und die Kiste? Gut, die kann ich dem Standl immer noch zurückbringen, irgendwie in meinen Shopper packen oder, mir einfach zwischen Rücken und Umhängetasche klemmen, geht! Noch ein bissl zwischen Helm und Wange telefoniert, ausgeparkt und plötzlich……..gewaltiger APPLAUS!!!! Ungefähr der ganze Schanigarten,  die Bar vom Theatercafe, Passanten, ungschaut 50 Leute, haben mich -während meiner narrischen Kirsch-Pack-Aktion beobachtet, mit dem Handy gefilmt und sich, zurecht,  ihres gedacht. Im Wegfahren mich natürlich sehr bedankt, das Kistl am Rücken hat schon ein bissl gepiekst, die Standing Ovations geb ich gerne dem Kirschenkuchen weiter, verrückt.

Zutaten:

so schwer wie 4 ganze große Eier (etwa immer ca. 250 Gramm), auch Butter, Staubzucker und glattes Mehl. 1 EL Backpulver, 1 Kilo Kirschen, Staubzucker zum Bestreuen.

Zubereitung:

Backofen auf 170 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen. Die sehr weiche Butter (vorher in die Sonne stellen) mit dem Zucker ein paar Minuten schaumig rühren, nach und nach die ganzen Eier einrühren. Mehl mit Backpulver mischen, in den Teig sieben und mit Spachtel umrühren. Teig auf ein Backblech streichen, Kirschen darauf verteilen und ca. 40 Minuten backen.

 

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One Minute Sculpture Tiramisu

Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale   One Minute Sculpture Alexandra Palla Erwin Wurm Biennale Venedig   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale  One Minute Sculpture Alexandra Palla Erwin Wurm Biennale Venedig   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale  Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale

Es gibt immer einen guten Grund nach Venedig zu fahren. Die Biennale zum Beispiel. Alle 2 Jahre Kunst, alle 2 Jahre Architektur (von dort hab ich im Vorjahr meinen Vienna Design Week Beitrag mit EOOS mitgebracht!). Macht jedes Jahr schon mal einen. Oder auf ein paar frittierte Moleche (Moi-ke gesprochen, diese grüne Krabben, deren Schale  so weich, daß sie sich mit Kruste und Krume frittieren und verspeist lassen – gibt es nur ein paar Wochen im Frühling und Herbst) sehr gut im Wirtshaus Madonna (wo wir uns einst auf ein Grappa Wettttrinken mit Glasbläsern aus Murano eingelassen haben, keine gute Idee), oder auch wegen einer Ombra – am Bello Campo di Vienna – ein Markt-Gläschen gleich neben dem Rialto Markt, mit einem kleinen Baccala Häppchen dazu oder Sarde in Saor, Hauptsache was Fischiges. Oder eine Sonnenuntergangs-Pasta im Paradiso perduto – an einem Tisch wo man beim Brotkorbweiterreichen schon aufpassen muss, nicht in dem kleinen Kanal mitten im Canareggio Viertel zu landen, so nah steht der am Wasser. Den Anlass für diesmal genau, richtig, es war sturmfrei. Ja, der Rokitansky kann da ganz schnell sein mit Garagenplatz in S.Marco buchen, Hotel, Tisch, schwupp und wir schon nach der Grenze beim ersten Autogrill auf einen Espresso. Großartig heuer auf der Biennale, die One-Minute-Scultpures von Erwin Wurm und ich gleich darauf herumgeturnt und den Anweisungen des Künstlers nicht gefolgt. Dafür an die Tiramisu Anleitung auf der italienischen Biskottenpackung aus dem Supermarkt, denn beim Heimfahren schau ich immer drauf, daß ich wo ein 00 Mehl, Ricotta, Stracchino und Burrata bekomm. Das Tiramisu war gleich die Geburtstagstorte für das Fräulein O, nicht schlecht, vielleicht die Biskotten doch die Idee zu lang getunkt – also bitte nur von einer Seite, ganz kurz tauchen und ehrlich, so ein Tiramisu (aus dem italienischen für “ziehe-mich-hoch”)  ist im Grunde doch auch so eine One-Minute-Sculputre, schön retro und ein bissl spießig.

Zutaten

  • 250 g Biskotten
  • 250 g Maskarpone
  • 3 ganze Eier
  • 80 g Zucker
  • 250 ml Espresso
  • ein Schuss Rum
  • 2 TL brauner Zucker
  • Kakaopulver, Staubzucker

 

Zubereitung

Die 3 Eier mit dem Zucker sehr schaumig aufschlagen und mit Mascarpone verrühren. Den Boden einer Form (ich Deckel einer weissen Metalldose ca. 25  x 25 cm) – mit in die Kaffe/Rum/Zuckermischung getauchten Biskotten auslegen- mit Kakaopulver bestreuen, Mascarponemasse darüber und für einige Stunden (oder über Nacht) in den Kühlschrank. Vor dem Servieren die Oberfläche tüchtig mit Kakaopulver bestreuen. Fertig.

Shpock dir eine Pavlova

Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra PallaPavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra Palla     Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra PallaPavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra Palla  Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra PallaIMG_5147 Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra Palla

Plötzlich war es da, das Shpock Fieber. Für die, die nun nicht so mit dem Online-Handel vertraut sind, Shpock -eine Wortverkürzung aus “Shop in your Poket”- ist so was wie eine Mischung aus willhaben und etsy. Mit der Flohmarkt-App lässt sich ganz leicht Überflüssiges oder Rausgewachsenes im Haushalt fotografieren, ist schwupp auf den Marktplatz gestellt und von Interessierten in der Umgebung fluchs aufgestöbert und, voila, verkauft. Es ist einer relativ junge (2011) , sogar Wiener (bravo!) Erfindung und hat nichts mit dem bekannten Vulkanier aus der Serie Star Trek zu tun. Erste Frage immer: wie schaut es mit dem Geschäftsmodell aus, das wird – um den gesunden Geschäftsverstand beim Teenager zu schärfen – gleich besprochen. Auch so Sachen wie Preisbildung, Verhandlungsbasis oder “bedenklicher Ankauf”, glaubst ja gar nicht. Jedenfalls freu ich mich über die Entdeckung der Lust am Handeln, und was ist “Angebot und Nachfrage” und bewundere die schön gemachten Inserate des Teenagers, clever fotografiert, schöne Filter, suprige Texte, den Brand und das Produkt tumblermäßig immer schön hervorgehoben. Jetzt aber nicht so erfreuliche Entwicklung, denn die Möglichkeit zu “verkaufen” ist jetzt nicht mehr so interessant wie das “einkaufen”, und schon fahren wir in ein Bauhaus in einem Hinterhof um von der dortigen Mitarbeiterin ein Nintendo Spiel um 15 Euro abzuholen. Na gut.  Jetzt hab ich mich dann auch noch beim  Shpock rumzustöbern erwischt und aus reiner Neugierde “Torte” eingegeben. Na was glaubst du, da wird auftragsgebacken was das Zeug hält. Gibst du “Pavlova” ein, kommt  immerhin die Biografie der Namensgeberin für meine super easy Lieblingstorte. Die kannst du dir jetzt selber nachbacken, ich bin dann mal wieder auf Shpock!

Zutaten:

  • 4 Eiklar (Eiweiß)
  • 200 g Staubzucker
  • Prise Salz
  • 250 ml Schlagobers (Sahne)
  • 1 EL Vanillezucker
  • 500 g frische Beeren,  essbare Blüten zum Verzieren, Staubzucker

 

Zubereitung:

Backrohr auf 130 Grad Umluft vorheizen. Die 4 Eiweisse mit einem Mixer aufschlagen, bis sich ein erster schneeweißer Schaum zeigt, dann Löffelweise den Staubzucker dazu und mindestens 5 Minuten zu einem sehr festen steifen Schnee schlagen, der sich beim Umdrehen der Schüssel um keinen Millimeter mehr bewegt. Den festen Schnee auf ein mit Backpapier belegtes Gitter in gewünschter Größe und Umfang formen und 1,5 Stunden (90 Minuten) trocknen. Im geschlossenen Backrohr auskühlen lassen. 250 ml Schlagobers mit Vanillezucker steif schlagen, auf die ausgekühlte Baisermasse streichen und mit frischen Früchten belegen. Meine hab ich mit frische Fliederblüten und Staubzucker bestreut! (Achtung: super Muttertagstorte)

 

Tipp:

  • - Baisermasse lässt sich auch super vorbereiten (sogar ein Tag vorher)
  • - Form auch kleiner, höher, eckig möglich
  • - es gibt auch Rezepte mit 1 EL Maisstärke und 1 TL weisser Essig, muss aber nicht sein
  • - Pavlova (oder deutsch Pawlova) geht mit super exotischen Fruchtmischungen wie Passionsfrucht/Banane/Limette oder auch mit Feigen, Schokolade, im Winter mit Orangen und Nüsse
  • - hab ich schon ganz oft gemacht wie HIER

Knacker-Veredelung nicht von schlechten “Öltan”

Wurstsalat mit KernölIMG_4953 Wurstsalat mit KernölWurstsalat mit Kernöl    Wurstsalat mit KernölWurstsalat mit Barlach und KernölWurstsalat mit Kernöl

Jedes Jahr eine große Ehre und Freude ist der Tag, an dem die Gault Millau Einladung ins Haus flattert, das Beste unter den besten Steirischen Kernölen zu verkosten. Gut, ich bin ja seit jeher ein großer Fan vom schwarzen Gold und höre dabei gleich meinen fast oder schon-steirischen Bruder Thomas das Wort “Öl” supersteirisch  fast wie “WÖÖAHHLL”  in die Länge ziehen. Um zu zeigen wie steirisch er reden kann kommt dann meist noch ..”von die Ölten (Eltern) a Göld  (Geld) in Feldbach (Feldbach)..holen” und noch ein paar Familieninterna. Jedenfalls bei dem jährlichen Event im – wo sonst –  Steirereck, geht es ernsthaft und wissenschaftlich – ähnlich einer Wein oder Kaffeeverkostung zu. Da wird mit der Zunge geschnalzt um das Öl im Mund emulgieren zu lassen, Töne von Banane, Brotrinde, Gras, Kaffee festgestellt, gemessen und verglichen. In der Bewertung geht es um Röstung, Mundgefühl, Farbe (die wird im Lichtkasten geprüft!), Frische, Reintönigkeit, an unserem Tisch aber auch um – patz ich mich und das Tischtuch eh nicht übermäßig an, wieviel Brot und Wasser brauchen wir, um uns durch all die Schüsseln pures Öl zu kosten, wie geht der Tag weiter, an dem du in der Früh schon einen gefühlten halben Liter Kernöl auf fast nüchternen Magen (mit einem Café Latte zum Aperitif ) verkostet hast ……und natürlich, wo kommt uns so ein klasses Kernöl am Liebsten drauf. Und dann geht´s schon los, ja auf die Eierspeis, über das Vanilleeis, logisch – auch am Erdäpfelsalat zum Schnitzi, selbstverständlich im Käferbohnensalat (ja der kommt auch bald dran), am Presskopf (ein Presskopf!!!)  wobei , doch und mir am Liebsten über eine saure Wurst, und zwar tüchtig! Die 3 Gewinner sind bald festgestanden, am Heimweg einen Knackwürste – Stop eingelegt und aus dem Garten ein Büschel Barlach gepflückt – jössas passt das gut, die milde Zwiebelschäfe vom Lauch. Im Goodie-Bag hatte ich zufälligerweise dann das Kürbiskernöl der Familie Trummer (auf meiner Liste der Favorit!), was soll ich sagen, nicht von schlechten “Öltan”

Zutaten:

2 Knackwürste

frisch gepflückter Bärlauch

gehackte Pistazienkerne (noch intensiver geröstete Kürbiskerne, waren aber bei mir grad keine verfügbar)

Hesperiedenessig

Kernöl – frische Ernte

Salz, Pfeffer, ein paar gestossene rote Pfefferkörner

 

Meine Tipps zum Kauf/Lagerung/Umgang mi Kernöl:

  • - am Besten direkt vom Bauern – super Suchmaschine hat die Seite Steirisches Kürbiskernöl, oder Bio-Qualität im Supermarkt
  • - lieber öfter, dafür in kleine Einheiten kaufen (da Haltbarkeit meist nur kurze Zeit), je frischer, je besser
  • - Sicherheitshalber nochmal in Zeitungspapier gewickelt
  • - an einem kühlen Ort, also am Besten griffbereit im Kühlschrank lagern
  • - innerhalb von 3 Monaten aufbrauchen
  • - passt super zu allen Salaten, Erdäpfel, Gemüse, Käse, Kuchen, Aufstriche

Details hat meine Tischnachbarin Anita hier in ihrem Kurier Artikel sehr gut zusammengefasst.

 

 

Echter Wiener Heurigen Liptauer, ein royaler Genuss

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einfacher bester Liptauer von Alexandra Palla Roughcutblog

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Wenn Prinz Charles heute nach dem Musikverein zum Bio-Heurigen Obermann nach Grinzing geführt wird um dort echte Wiener – Schmankerl zu verkosten, bekommt er Käse, Schmalz, Gemüse, Schwarzbrot und Liptauer! Gut, der Heurige sagt mir jetzt leider gar nix, obwohl ich Wiener-Heurigen-Native. Geboren und aufgewachsen in Neustift (Heurigentipp: Rath – steckt leider fast gar nicht mehr aus, Dorfschenke- die liegt schon genau genommen in Salmansdorf –  und Zimmermann am Mitterwurzerweg), sehr oft und gern in Sievering (Heurigentipp Zawodsky hinter der Kaasgraben-Kirche), sehr viel in Heiligenstadt (Heurigentipp Welser), super Nussberg (Heurigentipp Mayer, bald wieder offen) und schon auch Grinzing, dort aber nur  Jutta Ambrositsch (gleich bei Endstation-Schleife vom 38er). Der Liptauer von der Jutta kommt meiner Idealvorstellung vom urigen Heurigen-Aufstrich schon sehr sehr nahe, und ist immer abhängig von der Brimsen-Intensität. Denn ohne Schafstopfen kein echter Liptauer, ohne Soletti kein echter Heurigen, ohne Spritzwein kein echtes Erlebnis.

Fein, daß die Heurigensaison wieder startet, der royale Besuch mir Gusto auf selbst gemachten Liptauer macht und liebe Grüße an Charles, er kann ihn gern bei mir verkosten!

Zutaten für einen echten Liptauer:

  • 250 g Butter
  • 250 g Brimsen (Schafstopfen), alternativ Topfen von der Kuh (20% Fett)
  • 3-5 EL Paprikapulver, am Besten vom Hannes Pinterits
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer, Kapern aus dem Glas

Zubereitung:

Zimmerwarme, weiche Butter mit dem Mixer schaumig aufschlagen, mit Brimsen, fein gehackte Zwiebel, zerdrückte Knoblauchzehe und Gewürze verrühren. Dazu: Kapern aus dem Glas und Soletti frisch aus dem Packerl

Geschichte vom Liptauer (Auszug aus einem Standard-Artikel)

Als “typisch wienerisch” vereinnahmt Und doch stammt der beliebte Brotaufstrich gar nicht aus Wien, sondern kam als “Zuagraster” in unsere Region. Denn ursprünglich kommt der Liptauer aus dem Gebiet der Hohen Tatra, dem im Norden des ehemaligen ungarischen Königreichs gelegenen Komitats Liptau, das heute in der Slowakei liegt. Dieser Teil der nördlichen Mittelslowakei trägt nach wie vor den Namen Liptau (slowak. “Liptov”) und ist eine beliebte Tourismusregion geworden, wo vor allem viele Slowaken und Polen ihre Urlaubstage verbringen. Bereits zur k. u. k. Zeit galt die Region als eine der schönsten im Königreich Ungarn, und seit jeher ist sie für ihre Käseproduktion berühmt. Dabei ist es nicht unwesentlich, dass im Österreich vor dem Ersten Weltkrieg die gesamte k. u. k. Küche als “Wiener Küche” bezeichnet wurde. Im Laufe der Zeit kamen viele kulinarische Spezialitäten der Kronländer und des Königreichs Ungarn wie der Liptauerkäse in die österreichische Reichshauptstadt. In Wien angekommen wurden dann einige dieser Neuankömmlinge, sofern sie Gefallen fanden, schließlich als “typisch wienerisch” vereinnahmt. -

Osterpinzen mit X, so sind sie richtig

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Diesen Beitrag vom März 2012 musste ich einfach aktualisieren. Erstens wollte die Seitenblicker-Sabine genauer von mir wissen, wie die Pinzen gehen und bei Sache mit der Schere, sie “wie mit der Schere einschneiden?”, hab ich schnell Pinzen gemacht und ihr das Einschneid-Video rübergeschickt. Zweitens passt es grad so wunderbar zur Vor-Osterzeit, denn der Teig eignet sich auch für Striezel, Knöpfe, Zöpfe, ja sogar so süsse Haserln wie ich sie hier auf VIENNA.at gefunden hab. Wer mag.

März 2012:

Um 6 hab ich mit dem Germteig angefangen. Um halb 8 die neue Marni Kollektion beim H&M am Graben durchgeblättert und nicht ohne Schmunzeln an meinen Händen gerochen. Beim Zahlen an die Pinzen im Rohr gedacht, um halb 9 wieder zuhause und vom Duft der jetzt fertiggebackenen Pinzen echt umgehauen. Nicht schneiden, nur mit den Fingern teilen, zart und flaumig, so sind sie richtig.

Menge für 8 Pinzen
3/4 frischer Germwürfel
500 g Mehl (universal)
80 g Staubzucker
1/8 Butter
2 Dotter, 1 ganzes Ei
geriebene Zitronenschale, 1 EL Anis
200 ml Milch, 1 Stamperl Weißwein
wer will Rosinen oder Hagelzucker.
Prozedere:
Butter langsam zerfließen lassen, auf lippenwarm abkühlen und in der lauwarmen Butter die Milch, Wein, 2 Dotter und das ganze Ei anwärmen, so sind alle flüssigen Zutaten schön warm. Mit der Germ, Mehl und dem Zucker zu einem glatten Teig schlagen (ideal 5 min in einer Küchenmaschine, mit Kochlöffel und Hand geht auch). Germteig in Rührschüssel an einem warmen Platz (ich auf der Espressomaschine oder im warmen Wasser) 1/2 – 1 Stunde gehen lassen, auf bemehlter Fläche Pinzen formen und auf´s Backblech legen. Nocheinmal aufgehen lassen, mit Dotter bestreichen und mit der Schere ein X einschneiden. Bei 170 Grad 30 min im Rohr backen. Je mehr der Teig gehen konnte, desto fluffiger.

Karfiol ins Netz gegangen

Baumwollnetz Einkaufstasche Alexandra Palla Baumwollnetz Einkaufstasche Alexandra PallaDas Original aus Frankreich - Netztasche aus Bio BaumwolleIMG_3627

 

Diese Netztaschen begeistern mich schon ewig. Ganz klein zusammengewuzelt passen sie sogar in die Hosentaschen, tragen angeblich bis zu 60 Kilo, am schönsten sehen sie aus, mit buntem Gemüse gefüllt. Aufgefallen sind sie mir schon länger und ganz besonders wieder beim Besuch der Designer-Trend-Messe Maison & Objekt in Paris dieses Jahr. Die  kleine bretonische Netzerzeugung FILT hält sich schon seit Generationen, ursprünglich wurden dort Fischernetze erzeugt und dann eben die super nachhaltige Baumwolltasche. Für #allesbio Fans wichtig: Biobaumwolle! Jedenfalls hab ich mir gedacht, ein paar davon für das Studio zu bestellen, wer Lust hat, kann sich diese bei uns in der Kolingasse oder online HIER ansehen. Dann sind mir gleich 1 kleiner Karfiol und ein Mini-Romanesco in Netz gegangen und während wir die Auslage dekoriert haben, im Topf mit wenig Salzwasser zugedeckt vorgedünstet, dann mit Olivenöl beträufelt und Brösel bestreut im Ofen übergrillt, Meersalz drüber und mir ist fast vorgekommen, den Pazifik rauschen zu hören.

Zutaten:

  • 1 Karfiol (Romanesco oder Brokkoli)
  • Olivenöl
  • geriebene Börsel
  • Mandelsplitter
  • Meersalz

Zubereitung:

Den Karfiol zugedeckt mit der Krone nach oben in  fingerbreit Salzwasser bissfest dünsten (dauert je nach Größe 10-15 Minuten). Aus dem Wasser auf eine feuerfeste Unterlage heben, mit Olivenöl beträufeln, Salzen, mit Bröseln bestreuen und braun grillen, die letzte Minute noch ein paar Mandelsplitter drüberstreuen und fertig grillen.