Grießnockerl, zart und flaumig

An meinem  Jahresvorsatz, Lebensmittelvorräte – die sich schon länger in der tiefen Auszugslade aneinander pressen-  aufzubrauchen, arbeite ich kontinuierlich weiter.  Jetzt sind die Grießreste dran. Zurecht, fragst du dich, wo die herkommen, ich mich auch. Grießschmarrn (siehe dieses sehr gutes Rezept dazu)  kommt auch gleich dran. Zuerst aber Grießnockerl, denn der Rokitansky hat eine tadellose Rindsuppen seit 2 Tagen am Köcheln, schön dunkel von den mitgekochten angerösteten Zwiebelhälften mit Schale, die schreien ja förmlich nach darin treibenden weissen, zarten, flaumigen Nockerln. Schon bei der ersten Instastory darüber erreicht mich ein Kommentar: “Sind bei mir immer innen hart”, schreibe zurück “15 Minuten ziehen lassen”. Darauf  kommt  ein “trotzdem….”, und von mir “…auch vorher den Grieß ein bissl quellen lassen”. Gut, als echtes Währinger Nockerl hat man´s leicht,  ist nicht viel rumgekommen, Grießnockerl innen dafür immer zart, flaumig und innen weich.

Zutaten (für ca. 10 Nockerl)

  • 80 g Weizengrieß
  • 40 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz

Zubereitung

Alle Zutaten mit der Gabel gut verdrücken und 15 Min rasten lassen. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Nockerl zwischen 2 Suppenlöffeln formen, 3 Minuten schwach wallend kochen, vom Feuer nehmen, Deckel drauf und 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen und in Suppe legen.

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Rutsch die gute Minestrone

    

Da waren sie, die lieben Neujahrsgrüße-Filmchen und Fotos am Handy. Platz 1 ging heuer eindeutig an “Schlitterndes Elefantenbaby im Dschungel”, gefolgt von “Nackerter in der Garderobe”, der am Bauch quer durch die Umkleide in die Duschkabine rutscht und Platz 3 schnellsprechendes weisses Häschen mit bayrischem Dialekt schnallt sich auf Rakete und schießt sich ins Weltall, ex äquo mit der ablaufender 2017 Uhr (lauter schlechte Sachen), die ins 2018 läuft (lauter gute Sachen). Fotomäßig tolle Feuerwerke, sehr viele Sektkübel auf Skihütten, Strände in Down Under und schön gefönten Haare mit tollen Kleidern aus Bali. Hab mich über jeden einzelnen sehr gefreut. Selbst hab ich das total übersehen, denn wir hatten  diesen wunderschönen alten Holzbalkon  im 3. Stock vom Gasthof zur Post in St.Gilgen für uns alleine, das Feuerwerk vom Salzkammergut-Tourismus quasi exklusiv, erste Reihe fußfrei, viel vom feinen Rose-Sprudel und uns die ganze Zeit gefragt, warum wir das nicht immer so. Der Hansi ist noch weiter gegangen, wie deppert er über 18 Jahre lang war, sein kleines Feuerwerk drüben in der Bucht abzufackeln, wo doch hier, und so prächtig. Ja, Hansi, machen wir jetzt gerne immer so, nur das gebrochene Handgelenk lassen wir bitte aus. Den Wünschen folgen die Neujahrsvorsätze, wie mit weniger Sachen auskommen, keinen Alkohol trinken, mehr Sport machen, Lebensmittelvorräte aufbrauchen, mehr Suppe essen. Das trifft sich gut, Das Gemüse auf der Kellerstiege wird zusammengeschnippelt, in Jungzwiebel, Lauch und Knoblauch mit dem Zeller, Karotten, Erdäpfel, Kohlrabi, kleinen Paradeisern zart angeröstet, aufgegossen, mit Paradeisemark, Salz, Lorbeerblatt und Pfefferkörnern gewürzt und ein Zeitl geköchelt. Dazu rutschen mir Nudeln und getoastetes Brot hinein, das mit Knoblauch bestrichen und in Zitrone, Limetten und Olivenöl dazu getunkt, mein Neujahrsgruß an euch ist! Parmesan darüber schadet auch nicht. In diesem Sinne, wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr, eure Alexandra

 

Shrimpy Pasta, das wahre Geheimnis

         

In der Nationalbibliothek gibt es gerade eine sehr interessante Ausstellung “300 Jahre Freimaurer, das wahre Geheimnis“. In die kann man sich auch gut auf der Flucht vor den Touristenmassen in der vorweihnachtlichen Wiener Innenstadt in Sicherheit bringen. Geruchsmäßig auch vor den Punschstandwolken.  Kleiner Tipp vorweg, Mäntel und Jacken lieber anlassen, es hat in der großen Bibliothek vielleicht 12, maximal 13 Grad, hält jedenfalls die alten Bücher und Globen frisch. Wir bekommen eine sehr interessante Führung von einem geouteten Freimaurer, also hab heute nur ich ein Geheimnis: daheim schmoren ganz langsam und still vor sich hin ein paar Paradeiserhälften, die ich – um das Blech vollzumachen – mit Orangenhälften ergänze. Am Abend plane ich nämlich eine kleine Shirmps-Verschwörung am Teller in Form einer Pasta. Würde bestimmt auch Josefine Baker, Wolfgang Mozart, Joseph II, Karl Marx oder auch Helmut Zilk – alles ehemalige Freimaurer, wie in der Show beeindruckend gezeigt wird – gefallen. Würden sich auch gut – ohne sich zu beeilen -an meiner Tafel machen, denn je länger die Paradeiser im Rohr sind, umso besser, denn das ist das wahre Geheimnis dieser shrimpy Pasta.

Zutaten:

  • große, ungekochte, am Besten aus nachhaltigem Fang bezogene Shrimps/Riesengarnelen (tiefgekühlt im Supermarkt)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 kleine Dose Sardellen
  • 1 Dose Paradeiser in Stücken
  • 500 g frische Paradeiser
  • 3 Orangen
  • Olivenöl, brauner Zucker, Salz, Zimt, Parmesan

Zubereitung:

frische Paradeiser und Orangen halbieren, zuckern und am Backblech 1 Stunde bei 120 Grad schmoren.  Zwiebel grob schneiden, in Olivenöl glasig braten, Sardellen mit dem Öl dazu, mit Dosenparadiesen aufgießen und kurz einkochen lassen. Shrimps waschen, putzen und in Olivenöl beidseitig anbraten. Mit der al dente gekochte Pasta, den geschmorten  und ofengeschmorten Paradeiser, den Shrimps und Saft der Orangen servieren.

Enable deinen Birnen Kuchen

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Seit dem bei mir das Laufprogramm auf die Sonntage reduziert ist (wird schon wieder), ist es schon sehr nett, wenn der Sonntag auch trocken und sonnig ist. Von zu Hause weg, am Türkenschanzpark vorbei (drinnen nur die Parkläufer und die mit den Stecken), am Salettl und dem Knusperhäuschen vorbei, raus nach Neustift und je nach Witterung, unterer oder oberer Weingartenweg, ja, dieser Ausblick!  Oha, heute muss ich den fleissigen Weinwanderern ausweichen, also ab Salmannsdorf rüber zur Höhenstraße und in den Michaelerwald über die Pötzleinsdorfer Höhe zurück. Alles so schön goldig, ein perfekter Herbsttag. Wenn ich zurück bin gibt es französisches Frühstück wegen dem Pferderennen.  Ja, da waren wir schon so oft, schauen uns gleich den Tag im Vergleich der vielen Jahre an, da war’s auch warm, da saukalt, ui und nass, hier wieder schön. Was soll ich sagen, der Rokitansky – das wurde hier ja noch gar nicht besprochen –  kommt ja aus einer berühmten Galopprennfamilie, der Vater Pferdetrainer, er selbst  sogar mal Jockey zu Studentenzeiten. Daher immer erstes Wochenende im Oktober, Prix de lÁrc de Triomphe. Besser natürlich vor Ort, wenn nicht möglich halt online. Super passend meine Idee, die Birnen, die ich mir am Kutschkermarkt mitgenommen hab, im Sud vorzukochen und dann als Gateau aux Poires (Birnenkuchen) in den Ofen zu schieben. Während der Kuchen bäckt, wird geduscht, zum großen Hauptrennen dem PRIX bin ich wieder da, Enable vor Cloth of Stars und Ulysses. Das find ich wirklich passend!

Zutaten

  • 8 kleine Birnen, 2 Sternanis, 1 TL Gewürznelken, (event. Weisswein)
  • 4 Eier
  • 200 brauner Zucker, 1 Packerl Vanillezucker
  • 200 glattes Mehl, 1 EL Backpulver
  • 200 Butter

Zubereitung

Die kleinen Birnen (bei mir ungeschält mit Stängel dran, wer will kann schälen, lässt aber die Stiele dran!) mit Wein und Gewürzen in einem Topf mit Wasser bedecken und 30 Minuten weichdünsten, auskühlen lassen. Für den Teig die weiche Butter mit dem Zucker cremig rühren, Eier nach und nach dazu, mit einer Teilspachtel Mehl unterrühren und in einer ausgebutterte, mit Bröseln panierte Form streichen. Ausgekühlte abgetropfte Birnen in den Teig drücken und 50 Minuten bei ca. 170 Grad durchbacken. Ausgekühlt mit Schlagobers, Vanille- oder Zimteis servieren.

Tipps

Sehr hübsch sieht es auch aus, den Teig in der schmalen Kastenform zu backen und die Birnen darin aufstellen. Den Saft der Birnen heiß oder kalt dazu trinken.

Ravioli für ganz Brave

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Solche Nachbarn wünscht man sich. Da ist die liebe Sissy vom Café Francais,  hat immer einen Platz für mich in ihrer Hausloge und manchmal sogar das gleiche  T-Shirt wie ich an. Das Café Stein, sag mir was, Dosenöffner, Stabmixer, Kaffeebohnen, egal, helfen immer mit allem aus, erst recht die Souterrain Bar Botanical Garden, immer Eis, gestossen oder gewürfelt, wie ich will. Servieren sehr coole Drinks auch gerne vor Aufsperrstunde eine Tür weiter und haben immer Feuer. Erst recht die Sabine vom Kolin, wir teilen uns nicht nur einen Durchlauferhitzer sondern auch die Launen des Installateurs und die Kosten für Jahreswartung. Der Tapezierer übernimmt meine Pakete und ich seine, die Änderungsschneiderin schreibt mir SMS oder winkt rüber, der mit der Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen immer einen Parkplatz für mich. Die Jungs vom Jonas Reindl, so süß, immer neue Ideen was sie in meinen #lotoflove Gläsern wieder im Lokal servieren, abgesehen davon, bester Café überhaupt. Und dann der Neue. Immer Daumen hoch wenn er am Studio vorbeigeht, immer eine kleine Aufheiterung, unlängst sogar eine Schokolade mit der Beschriftung “Für BRAVE” hereingeschoben. Oha! für Brave. So wie meine Ravioli, Teig ganz ohne Nudelgerät, füllen ohne Rezept, eine kleine Aufheiterung für ganz Brave.

Zutaten

Für den Teig:

  • 250 g Weizenmehl und/oder Hartweizengrieß (am Besten eine Mischung aus beidem, hat sogar schon mit 2/3 Mehl, 1/3 Weizengrieß funktioniert)
  • 2 Eier und 1 Eidotter (Eiklar zum Bestreichen aufheben!)

Für die Kürbisfüllung

  • 1 kleiner Hokkaido Kürbis
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss
  • 20 g fein geriebener Parmesan
  • 1 TL frische gehackte Kräuter

Salbei-Butter

  • Butter.
  • 15 große Blätter frische trockene Salbeiblätter

Zubereitung:

Zutaten für den Teig zusammenrühren, durchkneten und 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen.

1 mittleren Hokkaidokürbis halbieren, Kerne entfernen, 1 Stunde im Backofen bei 160 Grad weichbacken, Fruchtpüree von der Schale kratzen, mit Gewürzen und Parmesan verrühren.

Teig auf bemehlter Unterlagen so dünn wie möglich auswalken, Fülle  – zeilenweise – darauf mit Teelöffel  verteilen, Ränder mit Eiklar bestreichen, Teig zusammenklappen. Mit Fingern die Füllung unter dem Teig zu kleinen Kügelchen formen (es soll keine Luft drinnenbleiben), mit Messer Quadrate schneiden oder mit Schnapsglas oder Keksausstecher rund ausstechen. (es gibt natürlich jede Menge Ravioli-Stempel).

Im Salzwasser 3 Minuten schwach siedend kochen, in Salbeibutter schwenken, mit Parmesan und Brösel von Amaretti Keksen (Tipp von Anna Burghardt) bestreuen.

 

 

 

 

Ein sommerfrisches Willkommensessen

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Die Sommerfrische startet heuer deutlich ruhiger und entspannter als die Jahre zuvor. Erstmals nur mit der Hälfte an plattlvollen Ikea Taschen angreist, also 6 statt 12. Das Material für Bewerbe beim LWSC (die Beschreibung für unseren amateurhaften Lauf -und Wassersport-Spassverein) St. Gilgen haben sich für mich auch reduziert, alles wegen dem neuen Kreuzband. Auch keine 1.000 Räder, Scooter, Penny Boards und was weiß ich und überhaupt, erstmals ganz ohne Kinder. #wienberlin kommt in ein paar Tagen direkt und der Teenager auf Sprachkurs, wo sonst. Die “Best of 2017” Dirndln gehen gleich so am Kleiderhaken mit und, geh, fahr ma doch schon am Attersee ab und schauen beim Fischer Scheichl vorbei. Ein Glück, er reicht am Freitag bis 17 Uhr die Fische durchs Fenster, juhu! Geräucherte Fische gehen ja immer, die halten Tage, und weißt was, 4 so kleine Reinanken und 4 Forellen im Ganzen bitte. Denn die  Mizzis und die Schöllis reisen ja auch an und das traditionelle Willkommensessen muss wegen geschlossener Gesellschaft im Gasthof zur Post sowieso verlegt werden. Warum nicht gleich auf unsere Veranda, die Eröffnungs- Fische-Tart ist schon einmal sehr gut angekommen. Die ganze Fische danach im Papier machen sich von alleine.

Zucchini-Fisch-Tarte

Zutaten: 1 fertiger Quiche-Teig, rund, 4 mittlere Zucchini, Filets von einem geräucherten Fisch, 300 g Ziegenfrischkäse, 1 Becher Sauerrahm, 2 Eier, 3 EL geriebener Kren, Salz, Pfeffer, frische Kräuter, 1 Hand voll Pinienkerne

Zubereitung

Eine runde Form mit dem Teig auslegen, Boden mit Olivenöl beträufeln, 4 Zucchini waschen und mit dem Spar-Schäler rundherum bis auf die Kerne in der Mitte in Streifen hobeln, diese Rund von außen nach innen in die Form legen, dazwischen Stücke vom geräucherten Fisch verteilen, mit den verquirlten Eiern, Frischkäse, Rahm und Kren übergießen, würzen und bei 170 Grad eine Stunde im Rohr backen. Darüber geröstete Pinienkerne, frische Kräuter und Olivenöl toppen.

Salzkammergut Fische im Papier

Zutaten: fische im Ganzen, ausgenommen, Butter, frische Kräuter, Salz, Pfeffer, Zitrone, 1 kleiner Paradeiser

Zubereitung

jeder Fisch im Ganzen salzen, pfeffern, den Bauch mit frischen Kräutern und einem Stück Butter und Zitronenstücken füllen, ein kleiner geviertelter Paradeiser dazu, in Backpapier einpacken und am Backblech im Rohr bei 160 Grad ca. 20 Minuten bei 160 Grad garen.

4 Sommersalate, von heiter bis wolkenlos

Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog  Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog  Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog

Genau so stellt man sich ein langes Wochenende vor. Die Architektin lädt in ihre Traum-Bungalows auf eine sehr, sehr große Wiese mit viel Lavendel, Weingärten und langen Gräsern am Hügel mit unendlichen Blick in das Land und die Sonne hinein. Auf der Holzterrasse, die halb vom Kirschenbaum beschattet wird – wird eiskalter Cremant ausgegeben, um das beste aller Gastgeschenke, die gute Laune, schön am Prickeln zu halten. Die Teenager geben in ihren neuen silber und was-weiß-ich Neopren-Häkel-Bikinis Kunststücke am Pool zum Besten. Die Tochter  des Hauses serviert in flatterndem Leinen und wallenden Haaren, frisch gebackenen Kuchen und der Musikmanager wirft schon mal das Feuer für den Grill vor dem Schuppen an. Bis das Holz zu Kohle niederbrennt dauert es ja bekanntlich. Jeder packt irgendwie an und achja, und um die Salate soll sich auch noch wer kümmern und was genau aus der Mango werden soll, ist noch nicht klar. OK, mein Part, wie heißt es beim Wetter schon so schön, von heiter bis wolkenlos!

Paradies-Zwiebel-Blumen-Salat

  • solche Paradeiser, die trotz ihrer Reife und Saftigkeit so exakt schneiden lassen gibt es eben nur im Sommer. Darüber kommen ein paar Jungzwiebel-Ringerl, Petersilie aus dem Garten, Kornblumen von der Wiese und etwas Rucola. Öl und Essig.

Mango-Halumi-Wildkräuter-Salat

  • Auf die reifen Mango-Scheiben, gegrillte Halumi-Scheiben, darunter frisch gepflückte Schafgarbe, Oregano, und Kamillenblüten

Mozzarella-Peperonata-Pignoli-Salat

  • Paprika vierteln, putzen, die Haut angrillen, abziehen und mit Mozzarella (noch besser Burrata!) marinieren. Pinienkerne rösten und mit diversen Basilkumblättern anrichten

Panzanella-Oliven-Ziegenkäse-Salat

  • Altes dunkles Brot in Würfel schneiden, in Olivenöl knusprig braten und mit Melonenstücken, kleinen Paradeisern, Oliven, Zwiebel, Kräutern anrichten. Marinieren.

Ein Prösterchen auf die Biskuitroulade

Das große Kind aus Berlin war wieder da, na da wird gleich das ganze Wien Programm geboten, wir starten mit einem Brunch am Kutschkermarkt. Den hat sie gleich einmal verschlafen, das brave Kind, denn sie kam ungefähr heim, als wir aufgestanden sind. Ein bisschen Geburtstagsfeiern mit ihrer Runde, das muss doch sein, und eine Frau in ihrem Alter darf das, unabhängig von landläufigen Schlafenszeiten. Na was will man mehr, am Kutschkermarkt prächtigster Einkaufssamstag, alle da, alle hallo, und wie war das Zeugnis bei euch? Auch. Nein, das wär jetzt gemein, wir sind Vorzug, ganz die Mama (hust, hust). Der Bäcker Kasses hat sich auch nicht lumpen lassen. Bekomm ich doch glatt für die schöne Geschichte unlängst im Roggenfeld ein Dankeschön, das meine liebe Marktschwester Irene für mich deponieren durften und zuerst glaubt, daß das ihre Samstags-Liefung ist. Gut, daß der Marcus mitgebruncht hat, so konnte ich das irre großzügige Brot- und Tortengeschenke zwischen ihm, Berlin und meiner Schwester aufteilen, die ihre 3 (in Worten DREI) Kinder dann bei mir abgeholt hat. Sie haben ein paar Tage bei ihrer “Tante Kanzi” gewohnt, waren in Barcelona oder wars doch Brasilien? Egal, zurück zum Kutschkermarkt, der Brunch geht in die Verlängerung, dazwischen wird ein bissl spielgeplatzt und Ribisel gekauft und die Marktschwester Irene kommt mit einer frischen Biskuitroulade daher. Kleine Kostprobe, den hat ihre Mama gebacken, kam heut auf Besuch.  Ein Traum, zum Niederknien. Der gelbe Flaum, dicht, zart, saftig, Oberfläche feinporig, Marmeladenanteil top, nicht zu süß. Und da ist sie auch schon, die Oma “Granny” Pöhl, Applaus, schon in Pension, aber sie schaut halt so gern vorbei am Markt. Wie geht´s, wie wars am Attersee, gut schaun Sie aus, ja, man muss loslassen können, und sagen sie einmal, liebe Frau Pöhl, wie machen sie denn diese herrliche Biskquitroulade?

Ja so kann´s gehen, jetzt mach ich schon die Dritte in Folge, denn das Kind braucht ja eine extra für Berlin, viel zu kurz war sie wieder da, noch ein Prösterchen und hier das Rezept:

Zutaten

  • 7 Eier
  • Prise Salz
  • 200 Gramm Zucker (im Vergleich hat der Staubzucker besser abgeschnitten)
  • 170 Gramm glattes Mehl
  • Abrieb von einer halben Bio Zitrone

Zubereitung

Den Backofen auf  180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. 7 Eier mit dem Zucker in der Küchenmaschine sehr flaumig aufschlagen, ca. 5 Minuten. Prise Salz, Zitronenabrieb unterrühren, Mehl einreiben und nur mehr unterheben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und zart reinbuttern (sagt Granny Pöhl!), Teig daraufgießen, gleich in den Backofen und ca. 15 Minuten backen. Etwas ausdampfen lassen, mit Marmelade bestreichen (hier Ribisel, klassisch mit Marille), ca.6 Esslöffel, und zu einer Rolle Formen, das Papier beim Einrollen vorsichtig abziehen. Auskühlen lassen. Hält sich in Klarsichtfolie länger saftig und Danke Granny Pöhl.

Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt  Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt    Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt   Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt  Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt

Standing Ovations dem narrischen Kirschenkuchen

Um den Standler auf den Videodreh einzustimmen, war ich schon die Tage davor am Naschmarkt, natürlich mit der Vespa hingehuscht. Geparkt wurde gleich vis a vis vom Theatercafe, denn das Obsteck ist auf gleichen Höhe. Dort alles besprochen und auch noch die schönen Riesenkirschen gesehen. Kosten zwar ein Vermögen, aber was solls, eine freundliche Zeche schadet im Vorfeld nicht. Ja, und bitte in das schöne Holzkisterl da vorne lose einstreuen, ma schaut das schön aus, klar, ich nehm gleich 5 Kilo davon, macht sich doch sicher gut am Film! Zur Sicherheit aber noch 2 Sackerl, danke. Alles für das Video ausgemacht, wir kommen dann die Tage und alles in 10 Minuten erledigt, versprochen. Zurück bei der Vespa, das Kirschenkisterl erst einmal am Sitz abgelegt, es waren noch ein paar Telefonate zu führen. Dann hab ich ausprobiert, wie sich das Kistl am vorderen Packlträger macht,  kommt  vielleicht gut am Video, mir ist klar, da werd ich ein  paar Spinnen oder wie die Gummischnüre heißen, brauchen. Also Vespasitz auf, Helm raus, Kirschen in die Sackerln abfüllen, versenken und die Kiste? Gut, die kann ich dem Standl immer noch zurückbringen, irgendwie in meinen Shopper packen oder, mir einfach zwischen Rücken und Umhängetasche klemmen, geht! Noch ein bissl zwischen Helm und Wange telefoniert, ausgeparkt und plötzlich……..gewaltiger APPLAUS!!!! Ungefähr der ganze Schanigarten,  die Bar vom Theatercafe, Passanten, ungschaut 50 Leute, haben mich -während meiner narrischen Kirsch-Pack-Aktion beobachtet, mit dem Handy gefilmt und sich, zurecht,  ihres gedacht. Im Wegfahren mich natürlich sehr bedankt, das Kistl am Rücken hat schon ein bissl gepiekst, die Standing Ovations geb ich gerne dem Kirschenkuchen weiter, verrückt.

Zutaten:

so schwer wie 4 ganze große Eier (etwa immer ca. 250 Gramm), auch Butter, Staubzucker und glattes Mehl. 1 EL Backpulver, 1 Kilo Kirschen, Staubzucker zum Bestreuen.

Zubereitung:

Backofen auf 170 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen. Die sehr weiche Butter (vorher in die Sonne stellen) mit dem Zucker ein paar Minuten schaumig rühren, nach und nach die ganzen Eier einrühren. Mehl mit Backpulver mischen, in den Teig sieben und mit Spachtel umrühren. Teig auf ein Backblech streichen, Kirschen darauf verteilen und ca. 40 Minuten backen.

 

Kirschenkuchen gleichschwer einfach by Alexandra Palla Kirschenkuchen gleichschwer einfach by Alexandra Palla Kirschenkuchen gleichschwer einfach by Alexandra Palla Kirschenkuchen gleichschwer einfach by Alexandra Palla Kirschenkuchen gleichschwer einfach by Alexandra Palla

One Minute Sculpture Tiramisu

Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale   One Minute Sculpture Alexandra Palla Erwin Wurm Biennale Venedig   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale  One Minute Sculpture Alexandra Palla Erwin Wurm Biennale Venedig   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale  Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale

Es gibt immer einen guten Grund nach Venedig zu fahren. Die Biennale zum Beispiel. Alle 2 Jahre Kunst, alle 2 Jahre Architektur (von dort hab ich im Vorjahr meinen Vienna Design Week Beitrag mit EOOS mitgebracht!). Macht jedes Jahr schon mal einen. Oder auf ein paar frittierte Moleche (Moi-ke gesprochen, diese grüne Krabben, deren Schale  so weich, daß sie sich mit Kruste und Krume frittieren und verspeist lassen – gibt es nur ein paar Wochen im Frühling und Herbst) sehr gut im Wirtshaus Madonna (wo wir uns einst auf ein Grappa Wettttrinken mit Glasbläsern aus Murano eingelassen haben, keine gute Idee), oder auch wegen einer Ombra – am Bello Campo di Vienna – ein Markt-Gläschen gleich neben dem Rialto Markt, mit einem kleinen Baccala Häppchen dazu oder Sarde in Saor, Hauptsache was Fischiges. Oder eine Sonnenuntergangs-Pasta im Paradiso perduto – an einem Tisch wo man beim Brotkorbweiterreichen schon aufpassen muss, nicht in dem kleinen Kanal mitten im Canareggio Viertel zu landen, so nah steht der am Wasser. Den Anlass für diesmal genau, richtig, es war sturmfrei. Ja, der Rokitansky kann da ganz schnell sein mit Garagenplatz in S.Marco buchen, Hotel, Tisch, schwupp und wir schon nach der Grenze beim ersten Autogrill auf einen Espresso. Großartig heuer auf der Biennale, die One-Minute-Scultpures von Erwin Wurm und ich gleich darauf herumgeturnt und den Anweisungen des Künstlers nicht gefolgt. Dafür an die Tiramisu Anleitung auf der italienischen Biskottenpackung aus dem Supermarkt, denn beim Heimfahren schau ich immer drauf, daß ich wo ein 00 Mehl, Ricotta, Stracchino und Burrata bekomm. Das Tiramisu war gleich die Geburtstagstorte für das Fräulein O, nicht schlecht, vielleicht die Biskotten doch die Idee zu lang getunkt – also bitte nur von einer Seite, ganz kurz tauchen und ehrlich, so ein Tiramisu (aus dem italienischen für “ziehe-mich-hoch”)  ist im Grunde doch auch so eine One-Minute-Sculputre, schön retro und ein bissl spießig.

Zutaten

  • 250 g Biskotten
  • 250 g Maskarpone
  • 3 ganze Eier
  • 80 g Zucker
  • 250 ml Espresso
  • ein Schuss Rum
  • 2 TL brauner Zucker
  • Kakaopulver, Staubzucker

 

Zubereitung

Die 3 Eier mit dem Zucker sehr schaumig aufschlagen und mit Mascarpone verrühren. Den Boden einer Form (ich Deckel einer weissen Metalldose ca. 25  x 25 cm) – mit in die Kaffe/Rum/Zuckermischung getauchten Biskotten auslegen- mit Kakaopulver bestreuen, Mascarponemasse darüber und für einige Stunden (oder über Nacht) in den Kühlschrank. Vor dem Servieren die Oberfläche tüchtig mit Kakaopulver bestreuen. Fertig.