Forelle mit Mandelsplitter ohne work!

Forelle mit Mandeln und Butter braten einfachForelle mit Mandeln und Butter braten einfach      Forelle mit Mandeln und Butter braten einfach  Forelle mit Mandeln und Butter braten einfach  Forelle mit Mandeln und Butter braten einfachForelle mit Mandeln und Butter braten einfachForelle mit Mandeln und Butter braten einfachForelle mit Mandeln und Butter braten einfachForelle mit Mandeln und Butter braten einfach

Der Anruf, dass ich mit den Fischen gleich zu Hause bin, nicht so gut. Denn es wurde am Handy gerade ein Musical.ly gedreht und das hab ich jetzt voll versaut. Das Kind muss nun von vorne anfangen. Aber egal und Bussi bis gleich. Musical.ly, für alle, die nicht dreizehn und bei Brandy Melville shoppen: das ist ein neuer Kanal. Man sucht sich dort einen Musiktitel aus, nimmt sich damit plus dem zum Text passenden Mund- und Körperbewegungen schnell bis langsam auf, abgespielt schaut es dann wie z.b. eine Kinder-Rihanna aus, die Quack, Quack, Quack, Quack, Quark macht. Es gibt da echte Talente und Performer, die haben dort hunderttausende Follower, und das in dem Alter!

Ich in meinem freu mich schon über 2 Forellen, die mir wegen soviel Panama und unweigerlich Janosch diesmal mit Mandeln in die Pfanne hupfen. Sie waren besondern glitschig, soll für ganz frisch gelten, vorsichtig gewaschen und trockengetupft, mit Zitronen beträufelt und in Butter und Öl langsam herausgebruztelt. Die Mandelsplitter in einem extra Topf langsam mit einem Tropfen Öl toasten und aber bitte aufpassen, die erste Fuhr ist mir gleich verbrannt, weil Thomas Glavinic,  ja DER was bei mir auf Instagram geliked hat  ha ha! So, aber die Fische, das Ganze mit den Mandeln, die angebratenen Zitronen, die Erdäpfeln so dazu, und ganz ohne work, work, work, work, work, work, sehr angenehm.

Zutaten

  • 2 Forellen
  • Dille
  • Mandelsplitter
  • Butter, Öl zum Herausbraten
  • dazu: Butterkartoffeln mit Dille und Kümmel
  • Zubereitung:

saubere und trockengetupfte Fische innen und außen mit Zitronensaft beträufeln, salzen, pfeffern, in einer beschichteten Pfanne 1 cm hoch mit Butter/Öl erhitzen erhitzen, Zitronenscheiben darin anbraten, ganze Forellen und frische Dillzweige einlegen und auf jeder Seite ca. 10 Minuten durchbraten. Parallel eine Hand voll Mandelsplitter mit einem Tropfen Öl rösten – Achtung, brennen leicht an und mit Butterkartoffeln servieren!

auf #sommerfrische: Fische vom Franz, nicht Fritz

Bist du einmal auf Sommerfrische im Salzkammergut, oder auch nur so, und fährst am Salzburger Fuschlsee entlang, dann biege doch bitte beim Schloss Fuschl ab. Dort hast du nach ca. 300 Meter 2 Möglichkeiten, nach links in das piekfeine Schlosshotel mit Golfplatz, Goldlöffel, Kaffe und Kuchen oder nacht rechts, in die kleine Schlossfischerei  mit Räucherkammer, Zillenschifffahrt und Ad-Hoc Verzehr.  Dort ist der Oberfischer Franz mit seinem Fischeverkauf zuhause, hat sehr sehr geile Fische frisch aus dem Becken oder See gefangen, von denen einige zart über Buchenschnitzel geräuchert werden, zum Mitnehmen oder Gleichessen.
Gerade werden 1-2 Kilo Lachsforellen filetiert, Trick gibt es keinen, Übung macht den Filetiermeister. Auch gut, mir ist so ein Bursche im Ganzen ohnehin lieber. Franz sagt: “wannst Reinanken wüüst, muast am Dienstag wieda keama”. Am Montag werden nämlich die Netze im See über Nacht ausgeworfen und da ist dann am Dienstag der allerbeste frische Fang vom See dabei. Heute bitte die große Lachsforelle einpacken, ein paar frischen Karkassen für einen Fischfond – kann man immer brauchen, und noch 2 kleine geräucherte Reinanken zum Gleichessen. Wir sitzen oberlauschig am Seeufer, die kleine Zille legt grad an, 3 steigen aus, 2 steigen ein. In meiner Sommerfrischeküche nehm ich ein großes Backblech, heize das Backrohr auf 180 Grad auf, leg den großen gewaschenen Fisch, ein paar halbe vorgekochte Erdäpfel mit Schale und geviertelten Fenchel. Der Fisch kriegt frische Zitrone, frische Kräuter und Salz in den Bauch und kommt für 45 min ins heiße Backrohr. Etwas Olivenöl kommt sonst noch, heute aber vergessen. Fertig gebraten kommt die Lachsforelle auf den Tisch, wird mit dem Grünzeug vom Fenchel bestreut und mit Zitronensaft beträufelt und etwas Olivenöl eben jetzt erst. Was mir die Herren Rabl und Fauma ja nicht glauben wollen, das Fleisch ist zart, rosa, saftig und schmeckt einfach #sommerfrisch!
Das klappt bei kleinen Fischen natürlich auch, Bratzeit für 1 kg Fisch 30 min, darunter 20 min. Siehe auch Fischerezepte ganz unten.

Mehr gute Tipps im Salzburger Land gibt es auf der Sommerfrische Seite!

Schlossfischerei Fuschl,
Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 18 Uhr
Samstag von 8 Uhr bis 12 Uhr
Von Mai bis September bei trockener und warmer Witterung auch Samstag und Sonntag von 8 bis 16.30 Uhr
mehr Fischrezepte von hier
MüssteMann
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Fischpackerl
Gesucht Gefunden
Heute vor einem Jahr: Heute Leben Nudelsalat

gesucht, gefunden: Goldbrasse in Alutasse

Wieso find ich immer nur das, wonach ich gerade nicht suche. Sogar mit sicherer Wahrscheinlichkeit. Also z.B. find ich was nicht und fange darauf hin an es zu suchen, taucht dann sicher nicht das verloren Gegangene auf, sondern etwas anderes, das ich zuvor, vielleicht Stunden, manchmal Tage oder auch Wochen verlegt oder veräumt hab. Heißt aber auch, ich muss ständig etwas verlegen oder verräumen, daß ich das davor Verlegte oder Verräumte wiederfinde. Ohne was verlegen, nix wieder finden. Ist total unlogisch, ist aber so. Jedenfalls hab ich mit der allereinfachsten aller Fischezubereitungen einen neuen Höhepunkt erlebt, weil nach dem Aufräumen sind mir diese Grill-Alutassen vom Sommer, die ich im Sommer irrsinnig gesucht hab, irgendwie  und einfach so wieder in die Hände gefallen. Typisch und wieder genau so, wie ich mein. Ich muss mein Ordnungskonzept überdenken. Jedenfalls einen ganzen ausgenommenen geschuppten Fisch (macht der Fischhändler) in eine Alutasse rein, Gemüse dazu – hier Fenchel, Zitronenstücke und Saft drüber, Meersalz und bei 180 Grad für 20 -30 Minuten ab ins Rohr.


Die wilde Goldbrasse (keine Aquakultur) ist ein Fisch vom Umar am Naschmarkt. Mehr allerleichte Fische a la roughcut z.B.
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prepare for a sudden needed
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ich wünsche mir…..eine BOUILLABAISSE

Die Diskussion, was es am 24.12. zum Abendessen gibt, wird in unserer Familie spätestens im Sommer davor eröffnet. Jeder hat hier konkrete Vorstellungen wie und was gegessen werden soll. Allein wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre, ist von den einfachen Bratwürstel mit Sauerkraut über Retro Fondue, die Weihnachtsgans oder der Truthahn, gedämpfte Fische, kalter Aufschnitt, auf jeden Fall was mit kleingewürfeltem Gemüsemayonnaisesalat bis hin zu ….nur keine G´schichten, fast alles dabei. Die Symbole sind so wichtig wie das Essen selbst und ich erzähle dann gerne, was ich in meiner Kindheit am Heiligen Abend zu essen bekommen hab: dunkle Fischbeuschelsuppe mit Zitronensaft, gebackener Karpfen –  der 2 oder 3 Tage davor in der Badewanne geschwommen ist – für die Kinder gebackenens Bries, manchmal auch gebackene Forelle und dazu natürlich 7erlei Salat, von der Großmutter immer mit der Betonung auf  Simmmerleisalat verkündet: Vogerl, Erdäpfel, Linse, Bohne, Fisole, Zeller, Rote Rübe. In unserer Großfamilie waren wir nie weniger als 20 Personen um einen riesen Tisch, der an jedem Ende 3 x ausgezogen war, versammelt. Mein Großvater in der Küche, eine weiße Schürze um seinen riesen Bauch gebunden und die Tanten an je einer Panierstation: Mehl, Ei, Brösel, alles mit der Hand, was dann schwierig war, die noch rohe klebrige Panier, aus dem – extra für den Abend dick angelegte Ringe  -wieder rauszuwaschen. Die alten Geschichten hören sich meine Töchter natürlich immer sehr gerne an und ich schmücke daß mit der Fischbeuschelsuppe, die aus dem Fischroggen und Fischinnereinen gemacht wird, gerne so aus, daß sie sowieso mit jeder anderen Speise als einer Fischbeuschlsuppe zu Weihnachten sehr einverstanden sind. Nicht so der Rokitansky, da muss ich noch ein Scheuferl nachlegen, von wegen, seine eigene Tradition begründen, aber vor allem ein Gericht wählen, dass auch logistisch zwischen Christbaumschmücken mit ersten kleinem Weihnachtsspitzerl, Eintreffen der Oldies  samt dem Verstauen ihrer mitgebrachten Wäschekörbe voller Geschenke, Bleikristallschüsseln, versilberten Kerzenleuchter, Tisch-Nippes, bestickten Servietten (sie wollen es ja nur ein bisschen gemütlicher haben), Gesangsbücher, daher dem zweiten – schon größeren Weihnachtsspitzerl, der Bescherung pünktlich um 5, und dann eben dem Essen passt. Auch  wegen Tantenmangel, baue ich meine Idee, also die mit der Bouillabaisse, ungefähr seit 2 Jahren auf. Im Vorjahr noch vorsichtig als Vorweihnachtsessen gekocht siehe ich denke an eine BOUILLABAISSE, heuer am Weihnachtsabend Premiere und von mir aus, nehmen wir das gerne in´s Repertoire auf: Bouillabaisse!
Für 10 Personen:
2 weiße Zwiebel in Streifen schneiden, in Olivenöl langsam glasig dünsten, 1 Fenchel, 1 Bund Stangensellerie, 3 geschälte und mit einem Handschlag auf ein flaches Messer zerdrückte Knoblauchzehen, 1 Brieferl Safranfäden dazu, mit 1 l Fischfond aufgießen, 4 gewürfelte Paradeiser, und 2 in Scheiben geschnitten Bioorange mit Schale, Salz und Gewürze dazu, köcheln lassen und 5 Minuten vor dem Servieren die filetierten Fischstücke und Meeresfrüchte im der heißen Suppe ziehen lassen.
1 kg eher festere weiße Fische wie Barsch, Angler, Barbe und Meeresfrüchte wie Riesenscampi, Hummer und wer mag auch Muscheln, die ich heuer jedoch auslassen hab.
Dazu eine Knoblauch-Aioli (siehe Aioli Dip) und Weißbrotchips (wer nicht selbermachen will, kauft Backed Rolls im Supermarkt) und im nächsten Jahr – Simmerleisalat.

 

“Queen of Soup” sofort und suppito

Nur zu sagen, eine Suppe für mehrere Personen ist einfach die Hochrechnung eines Rezeptes mal soundsoviel, stimmt nicht ganz. Drum ist Laurence “Queen of Soup”, sofort und suppito mit 2 Spickzetteln in die Kantine der RoughCutHall gekommen. Da stand viel drauf, nur keine Mengen und Einheiten. Sehr symphatisch. Und auch sonst waren wir beim Kochen dieser Suppe nicht auf den Spickzettel angewiesen, weil von den Zutaten auf der Liste, sowieso nur die Hälfte da war. Hauptsache Kürbis, das war Laurence wichtig – hat ja wirklich eine so schöne Farbe. Wir haben Zwiebel und geschälten Ingwer in Buttterschmalz angedünstet, Kürbisstücke (Butternuss und Hokkaido)  in den großen Topfgegeben, mit Wasser und Kokosmilch – voila – aufgegossen und mit den Gewürzen Muskatblüte, Chili, Salz abgeschmeckt. Soweit ja nichts Neues. Und da fallen uns die geräucherten Saiblingsfilet´s vom Quester ein, die mir Kaja Quester in unsere Pop-up Halle vorbeigebracht hat. Traumhafte, zarte, rosige Filets  aus eigener Zucht, schneid ich gleich in Streifen, Suppentopping, ein paar schwarze Sesamsamen drüber, ich sag nur, der Bringer!
Und, frag ich Laurence, was ist das Geheimnis deiner guten Suppen? Du, sagt sie, isch mach das so wie meine Großpapa in die Bretagne, Stücke petit schneiden, dann brauchen sie nicht so lang zu dünsten und die viele Vitamine bleiben besser in die Gemüse. Und schneller geht die Suppe auch.
Danke Laurence – was sind wir doch für ein gutes Team!
Mehr Bilder aus der RoughCutHall von vergangener Woche gibt´s hier:
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Stimmung beim Suppenkochen – bevor die Gäste kamen – Suppentöpfe stehen habt8!

prepare for a sudden needed, Brassen am Blech

Nein, jetzt nicht gleich eine Story, sondern vor allem der Lotte Bonanza einen riesen Batzen gute Besserung wünschen. Die Arme streckt seit gestern blütenweissen Liegegips vor sich her und räumt damit einen Rekord an Gute-Besserungs-Wünschen auf Facebook ab. Fast soviele Einträge wie bei Nico, als er Vater wurde. Und das war schon. Bei Lotte waren Schneematschfahrbahn und Radfahren im Spiel, autsch, und dann Plan B. Mitten in den Vorbereitungen Ihrer Bucherscheinung”BESSER” von DORIS KNECHT. Kommt am 8.3 und wird im gute sortierten Buchhandel (z.B. Hartliebs) gleich vorbestellt, muss sein. Als hätte sie der Glückskeksspruch beim Chinesen schon vorgewarnt “prepare for a sudden needed”. Kann ja jeden treffen, so eine unerwartete Situation. Nur gut, wenn sie nicht kommt, dann erfahren wir es nicht, wenn doch, wird gerne im Nachhinein was zusammenkonstruiert und letztendlich ist das Unglück nur eine statistischer Wahrscheinlichkeit. Ändert nix, und tut sehr weh. Das alles erfahre ich am Weg zum Fischekaufen. Trage mich gleich in Frau Lotte Bonanza´s Aufmunterungsliste ein und kaufe 2 Brassen beim Umar für ein Abendessen zu sechst. Wegen Unvorhersehbarkeiten sind die 2 Brassen dann nur zu dritt gegessen worden, lächerlich im Vergleich zu Lotte´s “prepare for a sudden needed”und ich bin froh nicht erfahren zu haben, was heute hätte alles sonst noch passieren können. Komm bald wieder auf die Beine, Lotte!
Brassen am Blech
Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Fische gut waschen und trockentupfen, auf ein mit doppelten Papier ausgelegtes Backblech legen, innen Salzen und mit Naturzitronenscheiben und frischen Petersilienzweigen füllen, 1 Fenchel in Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und 30 Minuten im Backrohr braten.

Gang rein und langsam kommen lassen: Insalata di Polpo

Insalata di Polpo
Mohaahaahaa, Sssfffffzzzz, Schultern einziehen und Luft anhalten. Diese zwei Stunden waren nicht ohne. Erstens, war ich noch nie so lang in Zwischenbrücken (ein Teil des 20. Wiener Gemeindebezirkes, zwischen Donaukanal und Donau – eben Zwischen den Brücken) unterwegs, hab mir dabei auch das Nordwestbahngelände angeschaut, irre viele Kindergärten und Apotheken,  mir die betonierten Schächte der Wohnblocks von morgen angesehen, dann wieder Vorgartenstraße und zweitens, noch nie 5 Mal am Stück um den Praterstern herum, Dresdnerstraße, Universumstraße und das alles von der Rückbank aus. Denn vorne: Tochter hinterm Steuer und Beifahrer Fahrlehrer Chris. WIR MACHEN L17. Chris ist einigermaßen beruhigt, dass mir die Straßenschilder doch sehr geläufig sind und ich auch für das verbale Erklären bin, nix herumfuchteln beim Autofahrenbeibringen, das wird schon, meint er. Noch einige Formalitäten und dann ist es offiziell, ich darf die nächsten Monate mit meiner jetzt sehr talentierten Tochter, betont Chris, und sie hat wirklich gutes Raumgefühl, sagt Chris auch, 3.000 km runterspulen. Notbremsung. Das Spiegel-Spiegel-Schulter-Prinzip nie vergessen, und bitte nicht so ausholen beim Rechtsabbiegen, das kriegen wir auch hin. Und jetzt bitte, ersten Gang rein und langsam kommen lassen. Hey, ich weiß was der meint: Insalata die Polpo
Beim Fischhändler einen ganzen, geputzten Oktopus (= Krake oder Polpo) kaufen (meist noch tiefgekühlt, schon o.k. so). In einem heißen Sud von 2/3 Salzwasser, 1/3 Weisswein (bei mir die Reste von 3 Flaschen), Stangensellerie, Lorbeerblatt und Pfefferkörner 20 – 30 min bissfest kochen. Auskühlen lassen. Erdäpfel kochen, schälen, vierteln, mit Oktopus Stücken, Petersilie, Stangensellerie und frischem Knoblauch mischen, Olivenöl, Salz und Zitronensaft. Lauwarm essen.

Fischpackerladventkalender, geht doch

Was tun wir uns da wieder an, mit diesem Adventkalendertheater. Als ob ein Count Down von 24 nicht auch anders zu bewältigen ist, als mit Packerlschnur, Säckchengirlande, Schachtelcollage, Stiefelchenranken. Da red ich jetzt gar nicht von den unoriginellen Schokokalendern oder Türchenwegwerfzeugs, das aber sehr gut ankommt, muss man sagen. Das eine Kind hat heuer eine regelrechte Gier an den Tag gelegt, und dann behauptet, sie hat gleichzeitig 5 Adventkalender, check! Stimmt dann auch, die Nostalgiepostkarte mit Weihnachtswerkstattidylle, den pinkfarbenen Filly-Pferdchen-Adventkalender, den goldenen Stoffriesenengel vom Babysitter mit Rätseln, die brenn-mich-ab Kerze und meine puristische kreativ Variante, ohne Plastik und heuer aber auch ohne Geschenke, sondern ganz anders. Der Rokitansky füllt ihn täglich liebevoll mit sinnhaften Texten und Aufgaben. Kein Dank, kein Lohn, kein liebes Wort, schick ich nur voraus. Die schöne Idee, die kleine Geschichte, die süße Wette, zählt alles Nülle. Stattdessen hat sie heute die Rätselseite im Internet entdeckt, die den goldenen Stoffriesenengel, das ist der 3. der fünf Adventkalender, mit Denkaufgaben und Logikrätsel speist. Und hat eine riesen Freude dabei, will jetzt alle 1.640 auswendig lernen, freut sich schon auf morgen und rechnet, daß sie dann noch 18 Rätsel haben wird. Bitte, ich hätte mit so einem Fischpackerladventkalender auch eine Freude, jedes Packerl mit einem zarten Seesaibling gefüllt, den der Martin vom Weissensee fangfrisch angeliefert hat. Und Inge, das Geld und den Coolpack bring ich dir morgen vorbei, am Tag 6, dann nur mehr 18. Oder am Tag 7, dann nur mehr 17, na bitte, geht doch.
Süßwasserfischfilets (Forelle, Saiblling, Alpenlachs) mit der Haut auf Backpapierlegen, Butter, Salz und frischen Kräuten drauf, Packerl schließen und 10-15 min im heißen Backrohr (180 Grad) garen.
Mehr Fisch:
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Müssteman mehr Fisch essen
Fische essen
Fischequelle: Martin vom Weissensee

Sarde in Saor

frische Sardinen

Jetzt ganz was anderes, ich suche nämlich das perfekte OMBRA Glas. Die Ombra, das kleine schnelle Gläschen eiskalter Wein, das sich die Venezianer so gerne im Schatten des Campanile (Ombra=Schatten, daher der Name) gönnen. Wo sind bitte diese schönen sechszehntel Gläser(die Fachleute nennen sie übertriebenerweise Champagner Kost Becher) – ganz einfaches Glas, ohne Stiel, ohne Henkel, keine Schnörkel, einfach ein schönes normales Glas. Von der Glasfirma aber leider seit 20 Jahren nicht mehr produziert, klärt mich der Manager auf und er hat sich schon gedacht, dass ich genau dieses Glas meine, gab es auch in der Achtel-Variante, da Champagner Becher, ohne Kost. Wieso ich das brauch? Bitte woraus soll ich jetzt die Ombra zu meinen Sarde in Saor – die klassische Kombi – trinken? 2 Zwiebel in Olivenöl mit Lorbeerblätter, Rosinen, Pfefferkörner und Pinienkernen sanft anbraten, mit Weissweinessig löschen und ca. 10 min langsam dahinschmurgeln, frische Sardinen (heute wieder vom Umar am Naschmarkt, 10 Stück 2 Euro) ausnehmen, putzen, trocknen, mit Mehl stauben und kurz in Olivenöl links-rechts anbraten, in die Zwiebel betten und kurz einmarinieren und auskühlen lassen. Zur Ombra naschen.
Heute vor einem Jahr Butterbrot mit Sardinen

Sarde in Saor
Roughcut bei Umar am Naschmarkt

Müssteman mehr Fisch essen

Wer kennt ihn nicht, den Müssteman! Der Müssteman, der einem sagt “da müsste man einmal eine Lampe austauschen”, oder “da müsste man rechtzeitig das Mineralwasser einkühlen, “ja, müsste man wieder einmal rasenmähen” und “da müsste man mehr Sport machen”, “müsste man sich rechtzeitig erkundigen”, der Müsteman, der es eigentlich immer besser weiß, aber nie tut. Richtig, sagt mein innerer Müsteman, “da müsste man öfter Fisch essen”! Danke liebe Inge für die herrlichen Fische und Grüße unbekannterweise an Martin vom Weissensee, Lieferung- wie ich auf seiner Seite lese – auch auf Bestellung! Da müsste man gleich die nächsten Fische bestellen.
1 Filet von der Lachsforelle waschen und trockentupfen, mit Fenchelsamen bestreuen, in einem Backpapierpackerl im vorgeheizten Backrohr 15-20 min backdämpfen. Öffnen, mit Zitronensaft betreufeln, salzen.

Vor einem Jahr gekocht:

http://rc.dbkld.com/tarte-mit-bananen/

Tarte mit Bananen