Shpock dir eine Pavlova

Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra PallaPavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra Palla     Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra PallaPavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra Palla  Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra PallaIMG_5147 Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra Palla

Plötzlich war es da, das Shpock Fieber. Für die, die nun nicht so mit dem Online-Handel vertraut sind, Shpock -eine Wortverkürzung aus “Shop in your Poket”- ist so was wie eine Mischung aus willhaben und etsy. Mit der Flohmarkt-App lässt sich ganz leicht Überflüssiges oder Rausgewachsenes im Haushalt fotografieren, ist schwupp auf den Marktplatz gestellt und von Interessierten in der Umgebung fluchs aufgestöbert und, voila, verkauft. Es ist einer relativ junge (2011) , sogar Wiener (bravo!) Erfindung und hat nichts mit dem bekannten Vulkanier aus der Serie Star Trek zu tun. Erste Frage immer: wie schaut es mit dem Geschäftsmodell aus, das wird – um den gesunden Geschäftsverstand beim Teenager zu schärfen – gleich besprochen. Auch so Sachen wie Preisbildung, Verhandlungsbasis oder “bedenklicher Ankauf”, glaubst ja gar nicht. Jedenfalls freu ich mich über die Entdeckung der Lust am Handeln, und was ist “Angebot und Nachfrage” und bewundere die schön gemachten Inserate des Teenagers, clever fotografiert, schöne Filter, suprige Texte, den Brand und das Produkt tumblermäßig immer schön hervorgehoben. Jetzt aber nicht so erfreuliche Entwicklung, denn die Möglichkeit zu “verkaufen” ist jetzt nicht mehr so interessant wie das “einkaufen”, und schon fahren wir in ein Bauhaus in einem Hinterhof um von der dortigen Mitarbeiterin ein Nintendo Spiel um 15 Euro abzuholen. Na gut.  Jetzt hab ich mich dann auch noch beim  Shpock rumzustöbern erwischt und aus reiner Neugierde “Torte” eingegeben. Na was glaubst du, da wird auftragsgebacken was das Zeug hält. Gibst du “Pavlova” ein, kommt  immerhin die Biografie der Namensgeberin für meine super easy Lieblingstorte. Die kannst du dir jetzt selber nachbacken, ich bin dann mal wieder auf Shpock!

Zutaten:

  • 4 Eiklar (Eiweiß)
  • 200 g Staubzucker
  • Prise Salz
  • 250 ml Schlagobers (Sahne)
  • 1 EL Vanillezucker
  • 500 g frische Beeren,  essbare Blüten zum Verzieren, Staubzucker

 

Zubereitung:

Backrohr auf 130 Grad Umluft vorheizen. Die 4 Eiweisse mit einem Mixer aufschlagen, bis sich ein erster schneeweißer Schaum zeigt, dann Löffelweise den Staubzucker dazu und mindestens 5 Minuten zu einem sehr festen steifen Schnee schlagen, der sich beim Umdrehen der Schüssel um keinen Millimeter mehr bewegt. Den festen Schnee auf ein mit Backpapier belegtes Gitter in gewünschter Größe und Umfang formen und 1,5 Stunden (90 Minuten) trocknen. Im geschlossenen Backrohr auskühlen lassen. 250 ml Schlagobers mit Vanillezucker steif schlagen, auf die ausgekühlte Baisermasse streichen und mit frischen Früchten belegen. Meine hab ich mit frische Fliederblüten und Staubzucker bestreut! (Achtung: super Muttertagstorte)

 

Tipp:

  • – Baisermasse lässt sich auch super vorbereiten (sogar ein Tag vorher)
  • – Form auch kleiner, höher, eckig möglich
  • – es gibt auch Rezepte mit 1 EL Maisstärke und 1 TL weisser Essig, muss aber nicht sein
  • – Pavlova (oder deutsch Pawlova) geht mit super exotischen Fruchtmischungen wie Passionsfrucht/Banane/Limette oder auch mit Feigen, Schokolade, im Winter mit Orangen und Nüsse
  • – hab ich schon ganz oft gemacht wie HIER

Topfentorte. Es ist schon gut so, wie immer

Es ist wie immer, du fährst die Adalbert Stifter Strasse stadtauswärts, links Espresso Baby, dann Cafe Susi, rechts der Parkplatz beim Bauhaus, links dann der Zirkus Safari. Oder, wie immer Anfang Mai die Karten für ein Monat Freibad kaufen, durch das Guckloch der Kassa grinsen, sich den Stempel für “nur Wiese, keine Kabine” abholen, die schöne alte Holztreppe in den ersten Stock, am Wuzler vorbei und den Stammplatz unter den Föhren belegen, die Kinder nach dem eiskalten baden auf die warmen Steinplatten schicken, wieder die Ping-Pong Schläger vergessen und seiner Krawa-Generation beim älter werden zuschauen. Oder, zuerst sagen, man ist gar nicht in Wien am Sonntag, dann Großmütter unendlich nabittewennihrmeints, dann irgendwie doch wegen der Muttertagsgeschichte umdisponieren, aber man ist ja schließlich selbst auch Mutter, und wollte eigentlich nie so werden und ist es doch schon so lange, backt dann einmal einen Prototypen für Sonntag, so wie man das selbst gern hätte, geht dann hoffentlich zum Heurigen und kann zufrieden sagen, es ist schon gut so, wie immer.
5 ganze Eier mit 175 Zucker schaumig aufschlagen, 3 Packerl Topfen, 1 Becher Creme fraiche, abgeriebene Schale von Zitrone und 2 EL Mehl einrühren, in eine ausgebutterte und mit Mehl gestaubte Springform füllen und eine 3/4 Stunde bei 175 Grad backen.
Auskühlen, anzuckern, vielliecht mit Blüten, z.b. Flieder schmücken.

Wurzler im Krapfenwaldbad