Gang rein und langsam kommen lassen: Insalata di Polpo

Insalata di Polpo
Mohaahaahaa, Sssfffffzzzz, Schultern einziehen und Luft anhalten. Diese zwei Stunden waren nicht ohne. Erstens, war ich noch nie so lang in Zwischenbrücken (ein Teil des 20. Wiener Gemeindebezirkes, zwischen Donaukanal und Donau – eben Zwischen den Brücken) unterwegs, hab mir dabei auch das Nordwestbahngelände angeschaut, irre viele Kindergärten und Apotheken,  mir die betonierten Schächte der Wohnblocks von morgen angesehen, dann wieder Vorgartenstraße und zweitens, noch nie 5 Mal am Stück um den Praterstern herum, Dresdnerstraße, Universumstraße und das alles von der Rückbank aus. Denn vorne: Tochter hinterm Steuer und Beifahrer Fahrlehrer Chris. WIR MACHEN L17. Chris ist einigermaßen beruhigt, dass mir die Straßenschilder doch sehr geläufig sind und ich auch für das verbale Erklären bin, nix herumfuchteln beim Autofahrenbeibringen, das wird schon, meint er. Noch einige Formalitäten und dann ist es offiziell, ich darf die nächsten Monate mit meiner jetzt sehr talentierten Tochter, betont Chris, und sie hat wirklich gutes Raumgefühl, sagt Chris auch, 3.000 km runterspulen. Notbremsung. Das Spiegel-Spiegel-Schulter-Prinzip nie vergessen, und bitte nicht so ausholen beim Rechtsabbiegen, das kriegen wir auch hin. Und jetzt bitte, ersten Gang rein und langsam kommen lassen. Hey, ich weiß was der meint: Insalata die Polpo
Beim Fischhändler einen ganzen, geputzten Oktopus (= Krake oder Polpo) kaufen (meist noch tiefgekühlt, schon o.k. so). In einem heißen Sud von 2/3 Salzwasser, 1/3 Weisswein (bei mir die Reste von 3 Flaschen), Stangensellerie, Lorbeerblatt und Pfefferkörner 20 – 30 min bissfest kochen. Auskühlen lassen. Erdäpfel kochen, schälen, vierteln, mit Oktopus Stücken, Petersilie, Stangensellerie und frischem Knoblauch mischen, Olivenöl, Salz und Zitronensaft. Lauwarm essen.