Frau Smutnys Paradeisersuppe

Im Haushalt meiner Großeltern gab es immer sehr patente Köchinnen, die Mittags die Mitarbeiter vom Schinkenmacherbetrieb, der angeschlossenen Fleischhauerei und dem Großmarktstand in der eigenen Küche verköstigt haben. Gekocht wurden stehts Klassisch bis Böhmisch-Wienerische Gerichte mit den besten Stücken, die die Fleischhauerei oder die Schinkenproduktion überließen. Gegessen wurde von den “Burschen” aus dem Betrieb, den Mitarbeitern des Geschäfts, der Kassierin Frau Zawadil, dem Chauffeur (liebevoll nur der “Schaffeer” gerufen), immer ein paar Enkelkindern (wie mich) und natürlich meiner sehr hungrigen Großmutter Berta, die zu Mittag schon einen sehr langen Arbeitstag am Großmarktstand der Alten Markthalle hinter sich hatte. Der Großvater war zur Mittagszeit immer schon auf Lepschi oder bei seiner Musik. Eine der Köchinnen hieß Frau Poldi, eine hagere, kleine Frau aus dem Burgenland. Heute weiß ich nicht mehr was tiefer lag, ihre dunklen Augen oder der im Nacken gebunden Haarkranz, jedenfalls immer großartige Innereienspeisen. Ganz im Gegensatz dazu Frau Erika, aus einer Gärtnerfamilie in Simmering, ein Teint wie Liselotte Pulver, ein Timbre wie die Marika Röck und den weissen Arbeitsmantel immer straff über den Riesenbrüsten gespannt. Ihre Buchteln mit Vanillesauce gewinnen ex aequo den ersten Preis der Germteig Olympiade gemeinsam mit der Germteig Uli (siehe hier am Blog alle Rezepte mit Germteig). Und dann, Frau Smutny, die rein optisch gesehen die kleine Schwester von Heinz Conrads gewesen sein könnte, gekocht hat sie aber besser als Peter Alexander gesungen hat. Besonders ihre Paradeisersuppe werde ich nie vergessen. Die gab es natürlich besonders oft im Sommer, zu einer Zeit als schöne, reife, g´schmackige Paradeiser – anders als heute – nicht leicht verfügbar waren.  Dazu, selbst gemachte, dünn geschnittene Nudeln. Ein einfacher Nudelteig wurde rasch verknetet, in der Speis zum Rasten neben die Schmalztöpfe gestellt, dann die breite Fensterbank bei geöffneten Fenstern mit Mehl bestaubt, darauf hauchdünn der Teig ausgewalkt, Nudeln in sehr dünne Streifen geschnitten und dort an der Sonne ein wenig zum Trocknen liegen gelassen. Die Paradiessuppe, die  beim Kochen wie das Magma eines Vulkans freundlich dahin geblubbert hat, wurde kurz vor dem Eingießen in die tiefen Suppenteller, die heute locker als Salatschüsseln durchgehen würden, mit direkt aus den Zitronenhälften gepressten Saft verfeinert und den gekochten Nudeln, plus den paar unvermeidlichen darin gelandeten Zitronenkernen, serviert.

Nicht, daß ich noch nie Paradeiser Suppe gemacht hätte, gerne auch so eine eiskalte, scharfe Gazpacho oder andere Paradeiser Gerichte wie der Tomaten-Saft, aber dann sind von einem Shooting so viele schöne rote, reife, süße Paradeiser übergeblieben, daß mir sofort die Frau Smutny eingefallen ist. Weisse Zwiebeln in Butter angeschwitzt, sehr viele Paradeiser und ein paar Gewürze dazu, mit Suppe aufgegossen und an dem sehr warmen Samstag langsam im Bikini bei offener Terrassentüre dahin geköchelt. Dann ist mir eine Yogastunde dazwischengekommen und den gekochten Topf einfach stehen lassen. Tags darauf, und ich muss sagen, das hat der Paradeisersuppe wirklich gut getan, hab ich alles durch die Flotte Lotte gedreht, nochmal aufkochen lassen, die Nudeln al dente gekocht, nicht vergessen, die Zitrone über der Suppe auszupressen und ich war wieder das Kind in der Küche meiner Großmutter, die Frau Smutny am Herd und alle mucksmäuschen still, denn es gab wieder Paradeisersuppe!

Zutaten (auf 4 Portionen heruntergerechnet) für die Suppe:

  • 1 weisse Zwiebel
  • 1 Stück Butter
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Kilo reife, rote, süße Paradeiser
  • 500 ml Suppe (oder 1/2 Suppenwürfel in heißen Wasser aufgelöst)
  • 4 Pfefferkörner, 3 Lorbeerblätter, Salz, Zucker
  • 1/2 Zitrone, ausgepresst

Zutaten Suppennudeln:

  • 100 Gramm Mehl (Mischung aus glatt, griffig)
  • 1 Ei
  • ein paar Tropfen Öl
  • Salz

Zubereitung:

Zwiebel würfelig schneiden, in Butter anschwitzen, geviertelte Paradeiser und Tomatenmark dazu, würzen und mit der Suppe eine halbe Stunde köcheln. Sofort oder besser später durch eine Flotte Lotte (Passiersieb) drehen, mit Zitronensaft, Salz und Zucker abschmecken und mit Nudeln* servieren.

Die Zutaten für Nudeln zu einer Kugel verkneten, zugedeckt 30 Minuten rasten, mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Fläche zu einem dünnen Teig ausrollen, zuerst in Streifen und dann in dünne Nudeln schneiden und kurz antrocknen lassen. Länger getrocknete Nudeln sind kühl und trocken gelagert auch länger haltbar, kann ich aber nicht sagen wie lang, denn unsere werden immer sofort gleich aufgegessen.

 

 

Rutsch die gute Minestrone

    

Da waren sie, die lieben Neujahrsgrüße-Filmchen und Fotos am Handy. Platz 1 ging heuer eindeutig an “Schlitterndes Elefantenbaby im Dschungel”, gefolgt von “Nackerter in der Garderobe”, der am Bauch quer durch die Umkleide in die Duschkabine rutscht und Platz 3 schnellsprechendes weisses Häschen mit bayrischem Dialekt schnallt sich auf Rakete und schießt sich ins Weltall, ex äquo mit der ablaufender 2017 Uhr (lauter schlechte Sachen), die ins 2018 läuft (lauter gute Sachen). Fotomäßig tolle Feuerwerke, sehr viele Sektkübel auf Skihütten, Strände in Down Under und schön gefönten Haare mit tollen Kleidern aus Bali. Hab mich über jeden einzelnen sehr gefreut. Selbst hab ich das total übersehen, denn wir hatten  diesen wunderschönen alten Holzbalkon  im 3. Stock vom Gasthof zur Post in St.Gilgen für uns alleine, das Feuerwerk vom Salzkammergut-Tourismus quasi exklusiv, erste Reihe fußfrei, viel vom feinen Rose-Sprudel und uns die ganze Zeit gefragt, warum wir das nicht immer so. Der Hansi ist noch weiter gegangen, wie deppert er über 18 Jahre lang war, sein kleines Feuerwerk drüben in der Bucht abzufackeln, wo doch hier, und so prächtig. Ja, Hansi, machen wir jetzt gerne immer so, nur das gebrochene Handgelenk lassen wir bitte aus. Den Wünschen folgen die Neujahrsvorsätze, wie mit weniger Sachen auskommen, keinen Alkohol trinken, mehr Sport machen, Lebensmittelvorräte aufbrauchen, mehr Suppe essen. Das trifft sich gut, Das Gemüse auf der Kellerstiege wird zusammengeschnippelt, in Jungzwiebel, Lauch und Knoblauch mit dem Zeller, Karotten, Erdäpfel, Kohlrabi, kleinen Paradeisern zart angeröstet, aufgegossen, mit Paradeisemark, Salz, Lorbeerblatt und Pfefferkörnern gewürzt und ein Zeitl geköchelt. Dazu rutschen mir Nudeln und getoastetes Brot hinein, das mit Knoblauch bestrichen und in Zitrone, Limetten und Olivenöl dazu getunkt, mein Neujahrsgruß an euch ist! Parmesan darüber schadet auch nicht. In diesem Sinne, wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr, eure Alexandra

 

Shrimpy Pasta, das wahre Geheimnis

         

In der Nationalbibliothek gibt es gerade eine sehr interessante Ausstellung “300 Jahre Freimaurer, das wahre Geheimnis“. In die kann man sich auch gut auf der Flucht vor den Touristenmassen in der vorweihnachtlichen Wiener Innenstadt in Sicherheit bringen. Geruchsmäßig auch vor den Punschstandwolken.  Kleiner Tipp vorweg, Mäntel und Jacken lieber anlassen, es hat in der großen Bibliothek vielleicht 12, maximal 13 Grad, hält jedenfalls die alten Bücher und Globen frisch. Wir bekommen eine sehr interessante Führung von einem geouteten Freimaurer, also hab heute nur ich ein Geheimnis: daheim schmoren ganz langsam und still vor sich hin ein paar Paradeiserhälften, die ich – um das Blech vollzumachen – mit Orangenhälften ergänze. Am Abend plane ich nämlich eine kleine Shirmps-Verschwörung am Teller in Form einer Pasta. Würde bestimmt auch Josefine Baker, Wolfgang Mozart, Joseph II, Karl Marx oder auch Helmut Zilk – alles ehemalige Freimaurer, wie in der Show beeindruckend gezeigt wird – gefallen. Würden sich auch gut – ohne sich zu beeilen -an meiner Tafel machen, denn je länger die Paradeiser im Rohr sind, umso besser, denn das ist das wahre Geheimnis dieser shrimpy Pasta.

Zutaten:

  • große, ungekochte, am Besten aus nachhaltigem Fang bezogene Shrimps/Riesengarnelen (tiefgekühlt im Supermarkt)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 kleine Dose Sardellen
  • 1 Dose Paradeiser in Stücken
  • 500 g frische Paradeiser
  • 3 Orangen
  • Olivenöl, brauner Zucker, Salz, Zimt, Parmesan

Zubereitung:

frische Paradeiser und Orangen halbieren, zuckern und am Backblech 1 Stunde bei 120 Grad schmoren.  Zwiebel grob schneiden, in Olivenöl glasig braten, Sardellen mit dem Öl dazu, mit Dosenparadiesen aufgießen und kurz einkochen lassen. Shrimps waschen, putzen und in Olivenöl beidseitig anbraten. Mit der al dente gekochte Pasta, den geschmorten  und ofengeschmorten Paradeiser, den Shrimps und Saft der Orangen servieren.

Sommerfrisch gefüllte Paprika

Fast auf den Tag genau, vor 50 Jahren bedankt sich der Künstler Alfred Gerstenbrand für die gefüllten Paprika mit einer schnellen Skizze ins Sommerfrische Gästebuch meiner Großeltern, ja wirklich. Toller Künstler, perfektes Sommerfrischegericht, damals wie heute. Hat bei Kolo Moser und Hoffmann in Wien an der Akademie studiert, Klimt und Freud karikaturiert, aber aus Zweifel an seiner Begabung als Beamter im Ministerium gearbeitet, oarg. Im Sommer hat es ihn in die Malerkolonie Zinkenbach an den Wolfgangsee gespült. Dort hat er seine Liebe zu Sankt Gilgen und den großzügigen Einladungen meiner Großeltern entdeckt, er blieb. Bewohnte ein Blockhaus, so alleinstehende wie er selbst, hat er sich extra aus Schweden kommen und aufbauen lassen. Steht direkt unter der Wäscheleine meiner Bikinis, von meinem Balkon aus gesehen. Gegen sonstige Verköstigungen hat er die Wände der umliegenden Wirtshausstuben bemalt, was ihm den Titel “Wirtshausmaler” einbrachte. Motive waren lustige Besäufnisse, dralle Bauerntänze, schnürlverregnete Kirtage aber auch Gäste wie Clark Gable, die Dietrich und Susi Nicoletti. Er selbst hat sich stets mit verewigt und ist im Wimmelbild an der Wand immer schnell zu finden. So, das Gästebuch ist neuerdings bei mir gut aufgehoben, die gefüllten Paprika also kein Zufall und eins weiß ich jetzt schon, wir werden mit dem Gerstl – wie sich der Künstler von engen Freunden hat nennen lassen – noch viel Freude haben!

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Zutaten

6 bunte Paprika

500 g gemischtes Faschiertes (Schwein und Rind)

2 altbackene Semmeln

1 Ei

Salz, Pfeffer, frische Kräuter (Zitronentymian)

1 Kilo reife Paradeiser

2 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

Zubereitung

Die Zwiebel schälen, würfeln und mit den zerdrückten Knoblauchzehen etwas Öl anschwitzen, mit dem Faschierten, den Gewürzen und den in Wasser eingeweichten und gut ausgedrückten Semmeln mit der Hand gut durchmischen. Paprikastrünke wie Deckel herausschneiden, das Innere herausputzen, waschen, locker  füllen und wiederverschließen. In einer ofenfesten Form mit etwas Öl im Backofen eine Stunde bei 160 Grad braten. Für die Sauce die Paradeiser blanchieren, Haut abziehen, weichdünsten, über die Paprika gießen und weitere 30 Minuten mitbraten. Dazu passen sehr gut kleine gekochte Erdäpfel mit Butter und Salz.

Brotzeit im Roggenfeld

Es ist nicht nur ein beliebtes Märchenmotiv, die Bescheidenheit und Dankbarkeit darin auszudrücken, sich ein inmaterielles Souvenir von einer Reise mitbringen zu lassen, die eine heutige Entsprechung von Kostbarkeiten wie Seiden oder Schmuck hier findet. So geschehen beim waldviertler Bäckermeister Erich Kasses, der den Wunsch seiner Frau nach Champagnerroggen aus Frankreich prompt erfüllte. Einen besseren Gefallen konnte die Gattin ihrem Mann wohl nicht machen, so erfahren wir, gemeinsame Familienurlaube zum Beispiel nach Italien sind sowieso  immer nach einem ähnliches Muster verlaufen: während Herr Kasses sich am Urlaubsort sofort nach einer Bäckerei umgesehen hat, um dort einmal richtig abzutauchen und anzupacken, tat ihm dies der Rest der Familie am Strand und Meer gleich. Das Damenprogramm hat ihm seine Passion gerne nachgesehen und  ist seit jäher stolz auf ihn, das spürt man beim Fest am Feld von Herrn Kasses jetzt ganz besonders. Die beiden Mädchen sehen in ihren weissen Kleidern aus wie Bräute, es ist ja auch der ausgegebene Dresscode.

Es gehört schon eine gewisse Besessenheit und gewaltige Portion Leidenschaft dazu, um das auf die Beine zu stellen, was Bäcker Erich Kasses mit seinem Brotfest inmitten eines prächtigen Champagnerroggenfeldes feiert. Anlässe dazu gab es viele. Die beiden mittlerweile erwachsenen Töchter, sind der ganze Stolz von Papa Kasses, das hoch stehende Roggenfeld, und damit erfüllte Wunsch  der Gattin, ein ausgewachsenes Brotsortiment – soviele wie Kreisverkehre in NÖ – unter den Gästen die Honoritäten des Landes, dazu Pfarrer, Bürgermeister, Landesrat, alle da. Unsere Einladung verdanken wir meiner Marktschwester Irene Pöhl vom Wiener Kutschenmarkt. Sie erkennt als größter Umschlagplatz von Kasses Brot in Wien jedes Brot allein am Geruch,  jeden Namen und hilft damit bei der nun beginnenden Brotverkostung an der langen Tafel für 100 Personen den Brotservierdamen gerne aus. Bäcker Kasses beliefert an Samstagen gerne persönlich den Währinger Markt, steht dann selbst am Brotstand, erklärt sein Brot und es gibt Gelegenheit auf ein Brot Plauscherl.

Heute am Feld starten  wir die Jubel-Verkostung von ganz hellem Weissbrot, fast süßlich und fluffig wie Watte, begleitet von sehr guten Wachauer Weinen und landen bei ganz dunklem Roggensauerteigbrot mi viel Gewürzen. Jedes Brot hat seine besondere Geschichte, die von den Töchtern abwechseln vorgetragen wird. Die Sonne im Waldviertel steht schon sehr tief, die grün Schattierungen der umliegenden Felder in 1000 Tönen, dass die Teiglinge vor dem Backen mit klassischer Musik bespielt werden, wundert einem dann bei der schönen Inszenierung auch nicht. Wir schauen über die Felder ringsherum, der Champagnerroggen nickt im Wind ganz freundlich zu uns rüber und so eine Schneise in ein Feld sollte man überhaupt  viel öfter für eine Tafel wie diese mähen.

“Bäcker Erich Kasses feiert ein Brotfest im Roggenfeld” – die verkosteten Brote in der Reihenfolge von hell bis dunkel:

Pan Pugliese 

typischer Duft von fruchtig vergorenen Früchten der durch die lange Reifezeit von 24 Stunden ausgeprägt wird. Herrlich gelbe Farbe der Krumme, erinnert an den Sonnenuntergang im Kornfeld. Beim Schlucken sehr schöner nussigen Geschmack des Durumweizens.

Toskana 

Riecht nach Urlaub, duftet nach Olivenöl und Rosmarin. Laut Bäckermeister die pure „Leichtigkeit des Seins“ für mediterrane Gelage.

Dinkel- Vollkornbrot

Dieses Brot ist eine absolute Dinkelvollkornspezialität, Dinkelvollkornvorteig wird 2x über Nacht 24h in der Reifekammer bei klassischer Musik (!)

reifen. Diese lange Reifezeit drückt sich durch den leicht säuerlichen Geschmack in der Krumme aus und im Abgang ist ein Hauch von Trockenfrüchten erkennbar. Die Krumme ist locker, angenehm saftig und zeichnet sich durch seine große Porrung aus.

Vollwertlaib (ehem. Health Bread)

Der Vollwertlaib aus Weizenvollkorn ist eine Spezialität des Hauses Kasses. Duftet nach Salz und rastet 72 Stunden in Olivenöl. Auf der krossen Kruste und elastische Kruste kommt alles gut.

Leni Vollkornbrot fein 

Leicht würziger Geruch nach vergorenen Früchten der durch die Veräußerung des Waldstaudensauerteiges entsteht. Alle 8 Stunden wie ein  „Haustiere“ (Roggen) gefüttert, damit sich im Holzfass Kulturen vermehren können. Am Stein gebacken kommt es zu der knackige Rinde und saftigen Biss.

Waldbauernflade 

Dieses Fladenbrot zeichnet sich durch seine angenehme Schwarzroggen-Sauerteignote aus und durch das kräftige Ausbacken am Steinofen kommen die Röststoffe in der Kruste wunderbar zur Geltung. Roggensauerteig und Waldstaudensauerteig machen den kräftigen Geschmack. In der leichten Krume ist saftiger, nussiger Geschmack nach Sonnenblumenkernen und der angenehme würzige Geschmack von Fenchel zu schmecken.

Jägerbrot

Das Jägerbrot ist eines der ältesten Rezepturen unter den  135 Kasseschen Brotkulturen, Der Waldvierter Gebirgsroggensauerteig verleiht diesem Brot diesen einzigartigen, man könnte fast sagen rassigen säuerlichen Geschmack. Das süßliche vom Fenchel rundet diesen säuerlichen Geschmack wunderbar ab.

Champagnerroggen 

Für dieses Brot wird ausschließlich der neu ausgesäete Champagnerroggen mit süß-säuerlichen Geschmack zuständig, siehe letztes Bild mit Ähren!

 

Mein Lieblingsbrot von Kasses: Vollwert-Laib (früher Health Bread) Ursprüngl. aus den EU Forschungsprojekt hervorgegangen – siehe 3&5. Bild. 4,50 Euro /200 g, gefolgt von dem ganz hellen (letzten 2 Bilder)

 Bäckerei Kasses, Produkte und Bezugsquellen

Pöhl am Kutschkermarkt

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Gelbes Gemeinschafts Curry #lotoflove

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Gemeinschaftskochen kann sehr inspirierend sein, vor allem wenn die Food-Blogger Freundesrunde zu Gast ist! Von Beginn an war klar, daß es am zweiten Tag von “Cook it together”, der VIENNA DESIGN WEEK Gemeinschaftsküche in meinem Studio, ein Gelbes Curry geben wird. Von mir kamen die Grundzutaten Zwiebel, Kürbis, gelbe Rübe, Ingwer, Kokosmilch, Currygewürz, Senfsaaten, frische Paradeiser und Physalis (!). Jeder Gast durfte eine besondere Zutat oder Beilage mitbringen und dieses vor Ort auf den #socialfurniture des Designstudio EOOS zubereiten. Sonja Planeta vom Blog Compliment to the Chef hat sich für knusprige Kichererbsen als Curryeinlage entschieden und ein Rezept von Sweet Paul plus Kichererbsen und Parmesan mitgebracht. Toni Kögel von Because you are Hungry hat ein großartiges Rezept für indische Fladen beigesteuert. Den mitgebrachten Teig hat sie portioniert, plattgewalzt und in etwas Sonnenblumenöl in einer Crepepfanne herausgebacken. Sarah SATT Krobath hat Nüsse gerieben, diese mit geriebenem Parmesan und Ei verrührt und daraus duftige Knödeln ins Curry gelegt. Kevin der Stepfordhusband hat sich um die Physalis gekümmert – wie alle bestätigt haben – eine großartige Curryergänzung auf die wir sonst nie gekommen wären. Melina von About that Food hat ein Joghurtdressing mit Koriander, ein bisschen Apfelessig, ein bisschen Öl, Knoblauch, Salz und Pfeffer gemixt. Alle anderen MithelferInnen und Gäste rund um den gelben Kochtisch und Esstisch hat es sichtlich Spaß gemacht. Jeder Topf fand den richtigen Deckel und auch wieder zurück an die große Topfwand.

Grundzutaten  für einen RIESEN (=sehr großer Topf von RIESS Emaille, meine Lieblings-Gemeinschafts-Töpfe siehe auch Topfwand!)

  • – 5 Zwiebel, gehackt
  • – 3 kg geschälter, entkernter und gewürfelter Kürbis (Muskat und Hokkaido)
  • – 1 kg gelbe Rüben, geschält und gewürfelt
  • – 1 Stück Ingwer (2 Daumen)
  • – Gewürze wie Salz, Kurkuma, Curry-Blätter, Senfsaaten, Curry-Pulver, Chillischoten
  • – 4 Dosen Kokosmilch á 250 ml
  • – 1 Würfel Bio-Gemüsesuppe, Wasser zum Aufgießen
  • – 600 g reife Paradeiser gewürfelt
  • – 250 g rote Linsen (in Wasser geweicht und abgeseiht)
  • – 500 g Physalis ohne Blätter, geviertelt
  • – 1 Bio-Zitrone

Zwiebel mit Ingwer in Sonnenblumenöl anschwitzen, Kürbis und gelbe Rüben Stücke dazu, würzen, mit Kokosmilch, Paradeiser, halbierte ganze Zitronen, Gemüsewürfel und Wasser aufgießen bis bedeckt. Circa 10 Minuten köcheln, Linsen und Physalis hinzu und bissfest kochen. Mit Reis und Beilagen wie oben beschrieben servieren.

DANKE AN PARTNER VÖSLAUER

Wer viel kocht und scharf würzt darf auch ein bissl durstig sein. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Vienna DESIGN WEEK und Rough Cut Studio Getränkepartner VÖSLAUER bedanken, die uns sehr großzügig mit Wasser ausstatten und und nicht verdursten lässt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

#socialfurniture Gemeinschaftsküche Opening

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“Gelbe Eröffnungs Suppe”Rezept (4 Portionen)

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Hokkaidokürbis
  • kleines Stück Ingwer
  • 125 ml Kokosmilch
  • 1/2 Gemüsewürfel
  • Wasser zum Aufgießen
  • kalt geräucherter Fisch (hier kalt geräucherte Saiblinge von meiner Freundin Kaja Quester) als Suppeneinlage
  • Salz, Pfeffer, Chili, Räuchersalz, schwarzer Sesam

Zwiebel in etwas Sonnenblumenöl glasig schwitzen, geriebenen Ingwer, geschälte und entkernte Kürbisstücke dazu, mit Kokosmilch und Wasser bis Stücke bedeckt sind aufgiessen, würzen. Bissfest dünsten, pürieren, nachwürzen, event. Konsistenz mit Wasser justieren. Suppeneinlage: geräucherten Fische, schwarzer Sesam und Räuchersalz

 

Gönnung mit Zwetschkenknödel

Zwetschkenknödel Alexandra Palla Zwetschkenknödel Alexandra PallaZwetschkenknödel Alexandra Palla Zwetschkenknödel Alexandra PallaZwetschkenknödel Alexandra PallaZwetschkenknödel Alexandra Palla Zwetschkenknödel Alexandra PallaZwetschkenknödel Alexandra Palla Zwetschkenknödel Alexandra Palla

Die Gönnung muss ungefähr zwischen einem Schmusi und einem Gspusi liegen, nur das alles sehr unverbindlich ist und von sehr kurzer Dauer. Eine Gönnung kann man sich auch nur für einen Abend reinziehen, eben ein bissl Spaß haben, vielleicht ein bissl Schmusen oder auch nicht, ganz wie die Teilnehmer der Gönnung drauf sind. Die Gönnung verpflichtet zu keiner weiteren Handlung, Erklärung oder Rechtfertigung. Weder vor einem selbst, vor dem Begönnten oder den Gönnungsbeobachtern. Die Gönnung passiert im beiderseitigen Einverständnis ist komplett unverbindlich und freibleibend, wird mir erzählt.

Für diejenigen die sich jetzt immer noch nicht ganz auskennen, so unkompliziert geht es angeblich in einigen Teenagerkreisen zu,  ganz anders als bei meinem Zwetschkenknödelessen. Die Gönnung von Zwetschkenknödeln  ist eine im höchsten Maße der Tradition des selbst hergestellten Erdäpfelteigmachens zu verpflichtende. Die Gönnerin stellt sich mental tagelang darauf ein, die richtigen kleinen Hauszwetschken im perfekten Reifegrad heranzubringen. Mehlige Erdäpfel ohne Schale und in Stücken bissfest zu kochen, abzuseihen und wie es der Plachutta vorsieht, im heißen Backrohr einige Minuten ausdampfen zu lassen. Sie daraufhin durch eine Erdäpfelpresse zu drücken und vollständig erkalten zu lassen. Mit den anderen Zutaten per Hand zu einem Teig zusammenkneten, Rollen und in gleichgroße Stücke zu teilen. Mitglieder der Gruppe dieser Gönnung können sich schon an das Machen der Butterbröseln machen, während die Zwetschken nun mit dem Teig ummantelt werden und diese in schwach wallendem Salzwasser circa 12-15 Minuten gekocht werden. Herausheben, in braunen Butterbröseln und ja keinen anderen Materialien wälzen und auf die Tafel zur finalen Gönnung setzten. Der Verzehr ist keinesfalls eine freibleibende Angelegenheit, denn bevor die – in diesem Rezepte gezählte 21 Zwetschkenknödel – nicht vollständig verputzt sind, gibt es keine Aufstehen und ein Beenden dieser Gönnung. Die Gönnerin oder der Gönner hat sich daraufhin zu verpflichten, die Zwetschkenknödel einmal pro Saison auf die genau gleiche Art und Weise den Begönnten zuzubereiten. Dieser Aufforderung ist auch dann nachzukommen, wenn bei einer Minderheit nur stillschweigende Zustimmung vorliegt. Gibt es eine deutliche und vor allem verbale Ermutigung – bis hin zu einem Gönnungsloben, steht einer Wiederholung der Gönnung in der selben Saison rein gar nichts im Wege.

Für den Teig:

  • 500 g mehlige Erdäpfel
  • 1 ganzes Ei, 2 Dotter
  • 200 g griffiges Mehl
  • 40 g sehr weiche Butter (oder kurz erwärmen)
  • 1 Kilo kleine reife Hauszwetschken
Für die Brösel:
  • 100 g Butter
  • 150 g Semmelbrösel
  • Staubzucker, wer mag Zimt

Komm kochen, Vienna Design Week Gemeinschaftsküche mit EOOS

Meine erste Begegnung mit den #socialfurniture des Design Studios EOOS hatte ich diesen Juni in Venedig. Dort präsentierten sie sich als eines von 3 Teams auf der Architektur Biennale. Ihre räumlichen Interventionen würdige Flüchtlingsunterkünfte zu gestalten, ist im Österreich Pavillon unter dem Titel  “ORTE FÜR MENSCHEN ” noch bis November zu sehen. Die dafür entworfenen Objekte, ein Inbegriff von Sozialen Möbelbau haben mich schwer beeindruckt. Einfachste Möbel aus Dokaplatten zum Selberbauen für die Bereiche Leben-Kochen-Arbeiten. Die Topfallmeinde, quasi Pinnwand für Kochgeschirr als markantestes Möbelstück wurde im Studio in der Kolingasse schon aufgebaut, denn die Präsentation der Koch-Möbel-Kollektion der #socialfurniture ist mein heuriger Beitrag als Programmpartner der Vienna Design Week 2016. Ein großer Kochtisch mit 4 Induktionspaltten, Stehtische, Hocker und Ladenelemente folgen. An den Open-House-Kochtagen lade ich von  4.-6. Oktober Festivalbesucher, die Nachbarschaft und Interessierte zum Communal Cooking ein.

Pro Kochtermin (Mittags von 11-15 Uhr, bzw. Abends von 17 – 21 Uhr) steht für 8-16 Personen die offene Küche im Rahmen der Vienna Design Week zur kostenlose Benutzung zur Verfügung. Die Lebensmittel werden mitgebracht, alles andere steht im Rough Cut Studio zur Verfügung.

Die Möbel sind das erste Mal der Öffentlichkeit zugänglich. Anmeldungen und Infos unter studio@alexandrapalla.at

 

img_21731458138586img_2167dsc01326getimage-phpimg_9246img_2240Vienna Design Week "Community Cooking" bei Alexandra Palla mit EOOS