Marktmeister Marillen

Der Krankenstand vom Haupt-Marktmeister vom Kutschkermarkt hat zur Folge, daß die  Vertreter gerade einen Doppeljob machen müssen und zwischen Yppen- oder Karmelitermarkt und Kutschkermarkt an den Markttagen hin- und herpendeln um für Ordnung zu sorgen. Die Handynummer vom Dienst habenden Neuen war über meine Marktschwester Irene Pöhl vom Käsestand schnell rausgefunden und das Aviso, daß ich diesen Samstag wieder einen Stand brauche, schnell, freundlich und unbürokratisch deponiert. Das läuft dann so ab, gegen 7 Uhr fährst du deine Ware an den Markt suchst dir eine freie Lücke (bitte ja keine Einfahrt oder einen Stammplatz von einem Fixstandler!), auf den Vertretungs-Marktmeister wartest, dir deinen Tisch absegnen lässt, die verstellten Quadratmeter vorrechnen lässt, schnell aufbaust und hoffst, das es nicht zu regnen beginnt, wenn du keinen Schirm dabei hast. Bis zu 3 Mal im Jahr geht das auch als Nicht-Bauer und gewerblicher Marktfahrer, dürfte aber auch eine Art Wiener Lösung sein, diesmal aber sehr positiv gemeint. Firma mit einem passenden Gewerbeschein musst du aber schon sein (bin ich!) und Ware verkaufen, die auf einen Bauernmarkt passt auch (hab ich!). Genau an dem Platz bin ich die letzten Male auch schon gestanden und sofort in der Rolle des Standlers, also der, auf der einen Seite der Budl oder eben Tisch, da wird gleich zusammengehalten! Da wird gleich Zusammengehalten, von Standler zu Standler. Ich brauch Münzen vom Nachbarn links, versorge ihn dafür mit Kaffee, ich brauch ein Foto von vis a vis, lobe dafür die schönen Marillen und den Lavendel. Das ältere Paar aus dem Weinviertel will gleich einen Karton von meinem Saft, kein Problem, tauschen wir gleich gegen Blumen. Und schon geht´s los. Bis 9 Uhr kommen die Spezialisten und Bettflüchtigen, es ist noch sehr frisch, profimäßig  mit ihren Roll-Einkaufswagerln, wollen noch aus dem vollem Sortiment wählen und sind auch gleich wieder dahin, ohne trödeln und gustieren. Zwischen 9 und 10 Uhr viele Jungväter mit Listen von daheim, die Kinder in übersäät mit Kipferl-Bröseln chillig in ihren Kinderwägen und bereit für das Vormittagsschläfchen. Rush Hour ist von 10-11 Uhr, da ist der Markt knall voll viele gehen den Bauernmarkt ein paar Mal ab, bis sie sich für ein Menü und die richtigen Zutaten entschieden haben, mein Glück! Beim ersten Mal wird noch geschaut, beim zweiten Gekostet, beim dritten Mal finalisiert. Dann wird´s gemütlich, ab 11 Uhr sind die Genießer unterwegs, kommen zum Brunchen und Lunchen an den Kutschkermarkt (Pöhl Käsestand, Himmelblau, Takan, Franze, Weltmeister Kebab, oan, etc.)  vertreiben sich die Zeit am Markt, treffen Freunde und Gönnen sich gerne was. Das geht dann weit über 12 Uhr hinaus, viele Gemüse-Standler bauen dann schon ab, der Brotstand vom Gragger ist meist der Erste weil alles verkauft. Bevor ich abbaue, hol ich mir schnell noch die frischen Marillen und einen Strauß Lavendl, die mich von Gegenüber den ganzen Vormittag schon anlachen und weil doch oft am Besten Zusammenpasst was zur gleichen Zeit wächst (probier das auch!), brate ich daheim die Marillenhälften in Butter und Honig an, streue Lavendel drüber und servier das mit Mascaropone, meine heutigen Marktmeister!

 

  

 

Tritsch-Tratsch Bowle – Würzige Erdbeer Kräuter Bowle

  

Der schönste Einstieg ins Wochenende ist für mich ein Samstag am Kutschkermarkt. Wenn´s dann auch noch so sonnig und lau ist, umso besser. Wie heißt es so schön, was die Küche auf jeder Party, ist der Markt in einer Stadt. Treffpunkt für Fest und Freude. Die Standln üppig gehäuft, voll praller Ernte, leuchten in den Farben des Frühsommers. Obst, Gemüse, Kräuter, Blumen, Käse, Brot. Der Marktbesuch startet für mich am oberen Ende, der nur am Samstag um den prächtigen Bauernmarkt erweitert ist. Die schöne knackige wie-auch-ihr-Gemüse Monika ist da, der Käse Anton-Macht-Kes, meist höchstpersönlich (er war der erste Gewinner der Millionenshow in Österreich und hat es auch danach richtig gemacht!) mit dem beeindruckendsten Käse-Keller von Wien, der Bio-Fisch (zur Zeit sogar mit Reinanken aus Kärnten ), der Salat-Kräuter Stand, mit der reizenden Französin die das Wechselgeld so fabelhaft herausgibt wie meine Tochter das Amelie Thema am Klavier spielen kann. Der gemütliche Eck-Kaffeeröster Franze mit perfekten Blick auf das Kommen und Gehen zwischen Oben und Unten. Überquerst du dann die Kreuzung Schulgasse, sind die Fix-Standln mit Brunch & Lunch. Beim Tanis, nicht umsonst der Weltmeister-Kebab, mit Steaks, hast du nie gesehen und Lamm. Vorbei am “Urbanek” vom Kutschkermarkt, der Takan (mit neuem Ableger in der nahen Gymnasiumstrasse, sehr zu empfehlen!) Die Damen schon fest am Nippen diverser Gläschen für den Kreislauf und die frischgeduschten Spiegeltrinker, deren Vormittagsfahnen im lauen Marktlüfterl noch gut verfliegen können. Dann, das Nadelöhr bei Irene Pöhl vom Pöhl´s Käsestand, auch das Herzstück des Marktes, muss man schon so sagen. Dort gibt es für den Rokitansky einen Verlängerten mit Zucker am Brioche, für mich eine Markt Melange mit mürben Kipferl. Die Einkäufe werden unter die Steh-Budel verräumt und Stellung bezogen, für das Markt-Tratscherl.

Was du oben nicht bekommen hast, wird bei den Fixen unten ergänzt, der Fleischhauer Bauer mit den besten Wiesenhendln, die eine Entschlossenheit beim Zahlen brauchen, aber es auch wert sind. Dann noch der Meeres-Fische Stand mit ein paar Tischen mitten im Marktgewusel, hier ist nicht ganz auszuschließen, dass man bei gegrilltem Fisch und ein paar Gläschen eiskalten Rose Wein schon einmal versumpert ist.

Jetzt war ich nie der große Bowlen Freund an sich, mir waren die aufgeweichten, meist viel zu großen Fruchtstücke darin, die zu lange in zu viel gezuckerten Alkohol gebadet haben zu schwammig, die Flüssigkeit meist zu süß, aber dann. Die Erdbeeren vom Kutschkermarkt klein gewürfelt, mit Wodka, gestoßenen rosa Beeren (!) , mit wenig Zucker nur kurz ziehen lassen, dann Mineralwasser und rosé Sekt aufgegossen, sehr viele Eiswürfeln (jeder Supermarkt hat im Tiefkühlregal fertige Eiswürfeln, so auch die Tankstellen), mit Rosmarin, Salz und Pfeffer gewürzt. Und dann auch noch das Randl vom Glas würzen. Das göttliche Gesöff ist wie ein Samstags-Marktbesuch, oben ein würzig, salziger Einstieg mit Kräutern, ein Tritsch-Trasch an Eiswürferln und reifen Erdbeeren, ein Marktlüfterl voll spritzigem Alkohol, und gerne noch ein paar Gläser davon und langsam versumpfen kann.

Zutaten für einen großen Topf (bei mir in der Blumenvase)

500 g Erdbeeren

150 ml Wodka

1 Liter rose Sekt oder Prosecco

Mineralwasser (für die Süßeren Tonic)

Eiswürfel

Gewürze: 1 EL rote Beeren (gestossen), frischer Rosmarin ] Pfefferminze, Salz, Pfeffer, Zucker

Für den Glas-Rand, Zitrone, Kräuter, Salz, Zucker

Zubereitung

klein geschnittene Erdbeeren, frischen Rosmarin und Pfefferminze in Wodka tränken, etwas zuckern, mit rosa Beeren würzen, nur kurz ziehen lassen. Mit viel Eiwürfeln, Mineralwasser, 1 Flasche rosé Sekt aufgiessen, würzen, frische Rosmarinzweige und Kräuter dazu und reichlich ausgeben.

Den Rand der Gläser befeuchten und mit einer Zucker-Salz-gehackter Rosmarin oder Blütensalzmischung panieren.

 

Einkaufen am Kutschkermarkt

täglich von Montag bis Freitag von 6 bis 19.30 Uhr

Samstag von 6 bis 17 Uhr
Gastronomie: Montag bis Samstag von 6 bis 21 Uhr
Bauernmarkt: Freitag von 7 bis 18.30 Uhr, Samstag von 7 bis 14 Uhr

Sarde in Saor bis es wieder scheppert

Die kulinarische Damenrunde kommt bei ihren regelmäßigen Treffen stets auf Höchsttouren. Kaum gibt es ein Motto, lizitieren sich die Ideen, wer was kocht, mitbringt und wo, in der WhatsApp Gruppe aber so, daß das Handy am Tisch nur so vor Freude scheppert. Wir haben schon Würste gedreht, Ravioli geformt, ausgefallenste Käsestücke mit dem Inhalt kostbarster Flaschen versoffen, ein Thanksgiving mit fancy Beilagen gefeiert. Da haben sich eben die Richtigen gefunden. Mit dabei sind immer Küchen-Experimente, Kostproben von kulinarischen Abenteuern, besondere Gäste, immer kalte Getränke und heisse Storys. Was in der Runde besprochen wird, bleibt in der Runde. Diesmal  ist es “Harry´s Bar“. Kaum fällt das Stichwort, sprudelt es nur so dahin. Jede in der Runde ruft aus dem Gedächtnis Rezepte der berühmtesten Bar von Venedig ab, als hätte sie das großartige Kochbuch von Giuseppe Arrigo Cipriani gerade für ein Vorsprechen einstudiert. Unbedingt “Harry´s Bar Toast”, “Torta di Mela”, ja, und “Bellinis” müssen auf alle Fälle her, nein “Osso Bucco” sprengt den Rahmen, bei  “Sarde in Saor” sind alle dabei. Mach ich eigentlich jedes Jahr, und war für diesen Einsatz quasi in den Startlöchern. Ich hol mir beim Umar ein paar frischen Sardinen, Zwiebel sind daheim, Rosinen auch, fehlen nur ein Pinienkerne, die vergesse ich gerne, diesmal nicht. Die Sardinen werden ausgenommen, geköpft, breitgedrückt, in Mehl gewälzt und kurz frittiert. Die Zwiebel in Ringe geschnitten, sanft in Öl angebraten, mit den Rosinen bestreut, Weisswein und Essig gelöscht und zugedeckt 15 Minuten gedünstet. In einer runden Form die frittierten Sardinen auf den Zwiebeln betten und mit gerösteten Linienkernen bestreuen. Ein paar Stunden oder über Nacht marinieren lassen, hält gekühlt auch ein paar Tage! Kaum auf den Tisch gestellt und die ersten Harry´s Bar Toasts zwischen den Zähnen wurde nach dem Motto für das nächste Treffen gefragt. Verraten wird noch nichts, jetzt soll es erst mal scheppern.

Zutaten:

  • 500 g frische Sardinen (ca. 10 cm lang)
  • 500 g weisse Zwiebel
  • 1 Hand Rosinen, 1 Hand Pinienkerne
  • Öl,  1/8 Weisswein, Spritzer weisser Balsamicoessig

Zubereitung:

Sardinen ausnehmen, waschen, köpfen, trockentupfen, in Mehl wenden und 3 Minuten in Öl frittieren. Zwiebel schälen, in Ringe schneiden, in Öl anschwitzen, Rosinen dazu, Weisswein und Essig löschen, zugedeckt 15 Minuten dünsten. Pinienkerne leicht rösten und anrichten.  

 

Grießnockerl, zart und flaumig

An meinem  Jahresvorsatz, Lebensmittelvorräte – die sich schon länger in der tiefen Auszugslade aneinander pressen-  aufzubrauchen, arbeite ich kontinuierlich weiter.  Jetzt sind die Grießreste dran. Zurecht, fragst du dich, wo die herkommen, ich mich auch. Grießschmarrn (siehe dieses sehr gutes Rezept dazu)  kommt auch gleich dran. Zuerst aber Grießnockerl, denn der Rokitansky hat eine tadellose Rindsuppen seit 2 Tagen am Köcheln, schön dunkel von den mitgekochten angerösteten Zwiebelhälften mit Schale, die schreien ja förmlich nach darin treibenden weissen, zarten, flaumigen Nockerln. Schon bei der ersten Instastory darüber erreicht mich ein Kommentar: “Sind bei mir immer innen hart”, schreibe zurück “15 Minuten ziehen lassen”. Darauf  kommt  ein “trotzdem….”, und von mir “…auch vorher den Grieß ein bissl quellen lassen”. Gut, als echtes Währinger Nockerl hat man´s leicht,  ist nicht viel rumgekommen, Grießnockerl innen dafür immer zart, flaumig und innen weich.

Zutaten (für ca. 10 Nockerl)

  • 80 g Weizengrieß
  • 40 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz

Zubereitung

Alle Zutaten mit der Gabel gut verdrücken und 15 Min rasten lassen. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Nockerl zwischen 2 Suppenlöffeln formen, 3 Minuten schwach wallend kochen, vom Feuer nehmen, Deckel drauf und 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen und in Suppe legen.

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Oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter-Teig

 

Beim Thema Christbaum führen viele Wege zum Ziel. Der Verleger zum Beispiel, steht traditionell am 24.12. zu Mittag am Wiener Graben vor dem Cafe Europe, sagt “den” und “zehn” und macht immer einen feinen Deal.  Das Fräulein O. ganz anders. Nach einem kleinen Vorjahres-Abenteuer mit dem Kunstbäumchen aus dem Internet mit Zusammenstecken dafür Lichterketten , haut sie heuer den Hut drauf und feiert bei der Tochter in der neuen Dachbodenwohnung (daß sie heuer das ganze Essen dorthinschleppen wird ist eine andere Geschichte deren Fortsetzung wir nächstes Jahr spätestens zur gleichen Zeit erfahren werden). Bei der Hammerischen, kann man sagen, sehr unkompliziert. Die Christbäume nie größer als das, was gerade auf einem Beifahrersitz Platz hat. Dafür mit selbstgebastelten Kindergarten-Strohsternen von den heute schon erwachsenen Söhnen. Dann meine eigene Mama. Sie opfert jedes Jahr einen ihrer selbstgezogenen “Tannenbäume” wie sie immer betont und klemmt die – in Wahrheit übergewichtige stachelige Blaufichte – zwischen Boden und Decke ihres Wohnsalons, dass weder vom Bösendorfer dahinter noch vom Perser darunter was zu sehen ist. Auf Instagram, ja, da gehts´auch schon zu. Dort ziehen schönen blassen Menschen in Norwegerpullis, Bommelmützen und Sonnenuntergang ihre Bäumchen gerade in verschneite Berghütten oder räkeln sich in knalligen Cruise-Outfits  durch Lobbys internationaler Hotelketten vor Riesen-Glitzer-Pyramiden.

Kommen wir zu mir.

Jahrelang war ich Stammkundin am ersten Stand am Kutschkermarkt, hab dort Christbäume gecastet, die in den besten Jahren Fragen wie “wohnen sie in einer Kirche ?” mit sich brachten. Bis ich draufgekommen bin, daß gleich bei mir ums Eck, eine Gutsverwaltung im Garten ihres  “Town-Houses” super Bäume zu Sensationspreisen verscherbeln. Muss dem Finanzamt lange nicht aufgefallen sein. Dann waren die Jahre mit dem Kummer-Toni (der auch den Marco Simonis christbaummäßig so pipifein beliefert, daß ich unbedingt auch so) und im Vorjahr der Ausflug in den Wald bei Klosterneuburg. Na was stellst du dir drunter vor, wenn dir Freunde vom Liebhaberprojekt eines Nebenerwerbs-Christbaum-Waldbesitzers  erzählen, gefolgt von Lagerfeuer und Erdäpfelgulasch. Da wird doch jeder schwach. Die Realität war nur eine andere, den selbstgefällten Gnadenbaum hab ich nur gegen ärgsten Widerstand der Familie durchsetzten können, mit dem Versprechen “niewieder”. Auf den alten Maronibrater Stiefeln auf der Kellerstiege kleben heute noch Reste von dem Gatsch bei Gugging. Nur, und jetzt kommt´s, was jetzt? Die Gutsverwaltung gibt es nicht mehr, vielleicht pickt da schon der Kuckuck, dem Kummer-Toni hab ich abgesagt, das nächste wäre der Parkplatz-Verkauf in Gersthof beim Centimeter oder die Agnesgasse. Jetzt steh ich schön da, für´s Erste back ich mir den Christbaum eben selber – passt sehr gut zum Weihnachte-Cocktail und zum Knabbern davor oder danach,  aber bitte um Hilfe, wo krieg ich jetzt bitte einen schönen Christbaum her?

Zutaten:

  • 2 fertige Blätterteigrollen
  • für das Pesto: eine Hand voll Wallnüsse, 1 Bund Petersilie, etwas Parmesan, 80 ml Pflanzenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zutaten für das Pesto mit dem Stabmixer pürieren, würzen. Erste Blätterteig-Lage mit Pesto bestreichen, mit der zweiten Blätterteig zudecken, in Form schneiden und drehen – siehe Bilder und 20 Minuten bei 180 Grad backen.

 

 

Liebe auf den ersten Blick, Roughcutboard und Nuri Sardinen

          

Diese beiden Klassiker, haben  sich im Rien, dem kulinarischen Pop-up des ehemaligen Cafe Griendsteindl Kennen- und Lieben gelernt und treten seit dem unzertrennlich auf! Das RoughCutBoard und NURI Sardinen, machen nicht nur im Lokal gemeinsame Sache, das Brett und die Sardinen gibt es ab sofort auch hier bei uns im Shop zu kaufen!

In einer Limited Edition haben wir eine kleine Serie an RoughCutBoards produziert, die mit dem Original Logo von Nuri persönlich und von Hand brenngestempelt sind und mit der unschlagbaren Nuri 3-er Kombination Neutral, mit Piri-Piri und Piri-Piri mit Tomatensauce geliefert werden.

Nuri Sardinen, eine Wiener Liebesgeschichte

Sardinen aus der Dose auf Butterbrot mit Zitronensaft ist die Jause aus der Vorratskammer schlechthin. Bis 2015, da wurden niedrige Fangquoten für Sardinen in den Gewässern von Portugal und Spanien eingeführt um die bedrohten Fischbestände zu regulieren. Für Nuri bedeutete das ein vorübergehendes Verschwinden vom Markt. Bis der Österreichische Importeur Glatz beschloss, die Konsevendosenfabrik Nuri zu übernehmen, um auch weiterhin frische Sardinien, die bis heute per Hand geschnitten und fangfrisch (nicht tiefgefroren) konserviert werden anzubieten.  Sogar die Papierverpackung wird manuell gewickelt und damit nach Österreich gebracht. Die Produktionsmenge reicht gerade einmal aus, den Österreichischen Handel zu beliefern.

Besonders authentisch werden die original Nuri Sardinen im Pop up Loka “Rief” serviert und nebenan im Wien-Design Store “Rienna” auch bald verkauft: das Rough Cut Board mit dem 3er Pack original verpackter Nuri Sardinien. Dieses Package gibt es nur dort und natürlich bei uns.

Unser Angebot für Kenner und Auskenner:

Das RoughCutboard – gebrandet mit dem original NURI Logo, in der dekorativen Geschenksbox “Brett ´a Porter” inklusive den 3 NURI Sardinen Natur, Piri-Piri und Piri-Piri mit Tomaten um 68,- Euro. Solange der Vorrat reicht! Hier bei uns im Shop.

 

es wird mit dem Summeton, mhmm o`clock

Gemüsesuppe mit Kräuterfrittaten Gemüsesuppe mit Kräuterfrittaten Gemüsesuppe mit Kräuterfrittaten

 

Leicht marode, so lässt sich die Schulstartverkühlung vom Teenager am Besten beschreiben, wirklich nicht schlimmer. Jiddisches Penizillin, bei Fieber und aufwärts ist noch nicht notwendig. Also putze ich das ganze Wurzelwerk meiner Gemüselade, röste in einem Topf einen halbierten Zwiebel mit Schale (wegen der Farbe!) in etwas Öl an, ergänze mit Ingwer, dem Wurzelgemüse, Lorbeerblatt, 3 Nelken und einem großen Stück Zellerknolle, gieße mit heißem Wasser auf und köchle mit den Stielen der Petersilie und Liebstöckel eine gute Stunde schwach wallend. Für die Kräuterfrittaten wird einfach ein Palatschinkenteig mit gehackten frischen Kräutern (Petersilie und Liebstöckel) verrührt, diese hauchdünn heuausgebacken, in dünne Frittaten für die Suppe geschnitten. Am Schluß ein Schuß Sojasauce und es macht mhhmmm ´clock.

Zutaten für die Suppe:

3 Karotten, 2 gelbe Rüben, 1 Zwiebel,  1/2 Knolle Zeller, 1 Lorbeerblatt, 3 Gewürznelken, Salz, Pfeffer

Kräuterfrittaten

Kopfsprung mit Kohlrabi

Alexandra Palla Kohlrabi Sommerfrischeküche Roughcutblog  Alexandra Palla Kohlrabi Sommerfrischeküche RoughcutblogAlexandra Palla Kohlrabi Sommerfrischeküche RoughcutblogAlexandra Palla Kohlrabi Sommerfrischeküche RoughcutblogAlexandra Palla Kohlrabi Sommerfrischeküche Roughcutblog  Alexandra Palla Kohlrabi Sommerfrischeküche Roughcutblog Alexandra Palla Kohlrabi Sommerfrischeküche RoughcutblogAlexandra Palla Kohlrabi Sommerfrischeküche Roughcutblog

Der Antiquitätenhändler ist soeben mit Familie angereist und kommt gleich an den Strand zum Hallo sagen. Ja was glaubst du, in der Sommerfrische am Strand, ist wie beim Skifahren in der Hütte, alle immer gleich gut drauf, alle immer gleich per du. Hier mischen sich lustig die Einheimischen mit den Sommerfrischlern, die Sportlichen und die nicht so, die “Angst vor Schwan” mit  den “ferngesteuerte Boote Fahrern” die “Stühle, Picknicktasche und Sonnenschirm” mit den nur “Handtuch,Tätowiert und Rauchen” wie in einem Wimmelbild aus einem vintage Kinderbuch. Außerdem wenn alle in Bikini und Badehosen, kann keiner mehr was verbergen. An den Körpern siehst du gleich wie das Jahr für jeden gelaufen ist.  Er ist heute neben mir aufgewacht, sagt der Antiquitätenhändler, aber ich weiß gleich wie er das meint, das #lotoflove Kochbuch wurde von der Landlady einfach nur gut dort platziert- wie in den anderen Wohnungen auch – sind doch einige Rezepte drin, die hier im Sommerfrische Haus entstanden und ja, das Thema würde auch ein ganz neues sehr gut befüllen!  Am Weg zum Köpfler vom Steg daten wir noch ein paar Rezepte ab und er hat dieses andere Kochbuch noch mit, das er mir später zum Schmökern vorbeibringen will. Vom Strand retour geht es vorbei am sehr gepflegten Gemüsegarten, ich köpfle dort auch noch mal rein und hol mir diesen einen großen Kohlrabi, der ganz frisch abgeschnitten für diese Vorspeise fällig ist. Der Kohlrabi wird dabei nur geschält, ganz dünn in Scheiben geschnitten, leicht eingesalzen, mit Olivenöl mariniert, Zitronensaft drüber,frische Dillzweige und geröstete Haselnüsse, die vorher mehr rough als fein zerkleinert werden. Und wenn du vom Köpfeln noch Wasser in den Ohren gehabt hast, beim Auftauchen aus diesem Salat nicht mehr.

4 Sommersalate, von heiter bis wolkenlos

Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog  Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog  Sommersalate von Alexandra Palla roughcutblog

Genau so stellt man sich ein langes Wochenende vor. Die Architektin lädt in ihre Traum-Bungalows auf eine sehr, sehr große Wiese mit viel Lavendel, Weingärten und langen Gräsern am Hügel mit unendlichen Blick in das Land und die Sonne hinein. Auf der Holzterrasse, die halb vom Kirschenbaum beschattet wird – wird eiskalter Cremant ausgegeben, um das beste aller Gastgeschenke, die gute Laune, schön am Prickeln zu halten. Die Teenager geben in ihren neuen silber und was-weiß-ich Neopren-Häkel-Bikinis Kunststücke am Pool zum Besten. Die Tochter  des Hauses serviert in flatterndem Leinen und wallenden Haaren, frisch gebackenen Kuchen und der Musikmanager wirft schon mal das Feuer für den Grill vor dem Schuppen an. Bis das Holz zu Kohle niederbrennt dauert es ja bekanntlich. Jeder packt irgendwie an und achja, und um die Salate soll sich auch noch wer kümmern und was genau aus der Mango werden soll, ist noch nicht klar. OK, mein Part, wie heißt es beim Wetter schon so schön, von heiter bis wolkenlos!

Paradies-Zwiebel-Blumen-Salat

  • solche Paradeiser, die trotz ihrer Reife und Saftigkeit so exakt schneiden lassen gibt es eben nur im Sommer. Darüber kommen ein paar Jungzwiebel-Ringerl, Petersilie aus dem Garten, Kornblumen von der Wiese und etwas Rucola. Öl und Essig.

Mango-Halumi-Wildkräuter-Salat

  • Auf die reifen Mango-Scheiben, gegrillte Halumi-Scheiben, darunter frisch gepflückte Schafgarbe, Oregano, und Kamillenblüten

Mozzarella-Peperonata-Pignoli-Salat

  • Paprika vierteln, putzen, die Haut angrillen, abziehen und mit Mozzarella (noch besser Burrata!) marinieren. Pinienkerne rösten und mit diversen Basilkumblättern anrichten

Panzanella-Oliven-Ziegenkäse-Salat

  • Altes dunkles Brot in Würfel schneiden, in Olivenöl knusprig braten und mit Melonenstücken, kleinen Paradeisern, Oliven, Zwiebel, Kräutern anrichten. Marinieren.

Holiday Marillenknödel

Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen Marillenknödel einfach selber machen

Zutaten für 8 Knödel:

Teig:

  • 200 g Topfen 20% Fett (eh klar)
  • 75 g glattes Mehl
  • 30 g weiche Butter – siehe Video
  • 1 Ei
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • Prise Salz
  • 8 reife Marillen (nicht zu groß)
  • 8 Stück Würfelzucker

Brösel:

100 g Brösel

100 g Butter

50 g geröstete gemahlene Nüsse

Zutaten für Teig mit der Gabel zusammenrühren, mindestens eine halbe Stunde kalt stellen. Auf einer bemehlten Unterlage Rolle formen, in 8 gleichgroße Stücke teilen, Kern aus der Marille mit Kochlöffelstiel drücken (siehe Video!), Würfelzucker in das Loch stecken, mit Teig ummanteln und ca. 15 Min in schwach wallendem Wasser kochen. Herausheben und in gerösteten Brösel wälzen.

Wünsche Euch einen schönen Ferienbeginn!