Porchetta, kräutergefülltes Mangalitzaschwein

Alexandra kocht in der Betonküche Alexandra kocht in der Betonküche Alexandra kocht in der Betonküche Alexandra kocht in der Betonküche Alexandra kocht in der BetonkücheFalter Artikel Mai 2013
Begonnen hat alles an einem sehr verregneten Samstagnachmittag in einem Innenstadtstehlokal mit ein, zwei Stehgetränken und noch was zum Flüchten darauf und alles sehr gemütlich. Und weil Mütter einmal ohne Kinder auch flexibel sein können, dann noch ein Lokalwechsel, und am Weg dorthin winkt uns der stolze Nobelitaliener zu sich herein. Es wird noch gemütlicher, der Wirt setzt sich zu uns, bringt uns Risotti zum Kosten und dann seine Porchetta. Ma, denk ich mir, das muss ein sehr edles Schwein sein, mit Kräutern gefüllt, vollkommen aromatisch, kalt, hauchdünn aufgeschnitten, das Beste, bei eat, drink, men, woman, seit langem.  Nein, ich fratschel den Wirt nicht aus, weil viel eleganter, ich heb mir die PORCHETTA Idee für einen passenden Zeitpunkt auf und probier das selber aus. Wie mich dann die Betonküche fragt, was ich koche werde, ist alles auf der Hand gelegen. Fahr schnurstracks zu meinem Cousin in die Margaretenstrasse, hol mir den Ferrari unter den Schweinen, ein paar ausgelöste Mangalitzakarrees. Mit frischen gehackten Kräutern, wie bei einer Porchetta (original ein gerollter Schweinsbauch) mit Salbei und Rosmarin und 2 gehackten Knoblauchzehen füllen – siehe Bilder: mit scharfem Messer Taschen einschneiden und Kräuter rein – mit Fenchelsamen und schwarzen Pfeffer einreiben, in Olivenöl rundherum anbraten und auf einem Blech im vorgeheizten Backrohr braten. Zuerst 15 min sehr heiß (200 Grad), dann 45-60 min bei 180 Grad, abdrehen und im Backrohr rasten lassen. Warm oder kalt, dazu eine Paradeiser-Chili-Salsa.

Mangalitza Schwein von meinem Cousin Roman Thum Achtung: Mo-Fr von 7-12 Uhr
Die großartigen Bilder sind von Katharina Gossow. Danke der Betonküche (noch 3 Abende bis 1. Juni in einem temporären Ladenlokal, Infos und Anmeldungen über www.betonküche.at, Programm auf Ö1 angekündigt), wer Glück hat kriegt noch einen Platz!
Übrigens: das schöne RoughCutBoard aus Nussholz – wie hier im Bild – könnt ihr ganz bequem in meinem E-Shop kaufen (Nuss 89,-, Esche 68,-) ROUGHCUTSHOP ist versandbereit!

schröpf das Schwartl

Schweinebraten mit Gemüse und Bohnensalat

Hier in der Sommerfrische bäckt der Bäcker mit “… ewiger Liebe”, legt das Retourgeld auf ein Herzerlbett in rot-weiss-kariert und betont die neue Kampagne mit no na Lebkuchenherzen (“Meine ewiger Liebe”) und einem Buslifting wie´s Almdudler in seinen schönsten Träumen nicht besser hinkriegt. Eine junge Grafikerin hat ihnen geraten “sich einmal was zu trauen”, warum nicht.
Es gibt Dinkelbuchteln, Kartoffelweckerln, Roggenbrote, alles vom Feinsten, das dir sowieso alles beim hinschauen schon.Und dann überkommt dich auch noch nach einer Woche Krautsalat und Sardinen mehr die Fleischeslust, und es gibt Schweinsbraten.

Du nimmst ein schönes Stück Schweinefleisch vom Bauch, ca. 2 Kilo, schröpfst das Schwartel mit einem scharfen Messer in ca. 1cm breite Streifen (Achtung: nur das Fettrandl und nicht zu tief und ja nicht ins Fleisch schneiden), reibst das Stück gut mit Salz und – echter Geheimtipp: gemahlene Fenchelsamen,  wer keine hat, nimmt die Brotbackmischung von Kotanyi (Fenchel, Kümmel, etc.) – ein, legst das auf ein Blech zuerst eine Stunde heißt bei 180-200 Grad und dann nocheinmal eine gute Stunde bei 150 Grad mit grob geschnittenen Gemüse (Kartotten, Kartoffel, Fenchel, Zwiebel, ganzen Knoblauchzehen) weiterbraten und am Schluß noch mal mit dem Griller die Kruspe aufpoppen.
es gibt nix bessers als was guats!

so ist das Knuspl richtig