Der Frühling wird juicy, so oder so

Na so was, muss nicht, kann aber mit der neuen Jahreszeit zu tun haben, denn es wird rundherum ganz viel Gemüsesaft getrunken, unterwegs sowieso und vor allem auch zu Hause. Gerne in den Frühlingsfarbschattierungen Grün. Wer sich keine fertig gepresste, zugekaufte Juicy Couture leisten will, greift jetzt wieder zur guten alten Saftpresse oder leiht sich eine von Mama oder Oma. Den bunten Juices wird eine entgiftende Wirkung nachgesagt, alles ist wahnsinnig anti, pro, re und de. Ein Viertel Liter vom ausgewrungenen Elixier hat je nach Obst und Gemüseanteil um die 25 Kalorien, und Ansagen wie 7 Kilo in 10 Tagen sind in dem Zusammenhang einfach gruselig, eh. Auch ein Witz im Vergleich zum Kraftaufwand den es zur Herstellung braucht, oder grad deshalb so interessant. Du musst schon Berge an Gemüse hexeln, dass dir so ein Glaserl dabei unten rauskommt. So hab ich mich als Juicerin ausprobiert, genommen was da war, eine ganze Gurke, Weintrauben, ein bissl Fenchel, eine halbe Knolle Zeller entsaftet und den Viertel Liter auf einen Satz ausgetrunken. Schmeckfazit: schonfrisch. Gehe im Kopf noch andere Varianten wie Spinat, Rucola, Zeller, Rote Rübe, Zitrone, Sellerie, Apfel, Karotte, Orange, Banane, Minze oder  Birne durch, jedenfalls immer eine Kombi aus a, was sehr Saftigen, b was gut Fruchtigen und c ein Anteil für Farb- und Geschmacksinput. Also, der Frühling wird juicy, so oder so.

Mehr über Juicing:

Fionas Juices
Detox Delight
Lebenswert
Rauch Saftbar und bald auch in Wien Mitte
Juicefactory

Signature Dish Waldorfsalat

Heston Blumenthal – englischer Molekularkoch und Besitzer “der fetten Ente” in London, ist für seinen Schneckenbrei fast genauso berühmt wie das Hotel Sacher für seine Torte. Fürstin Manny für´s Hirschgulasch, Andy und Alex für “das Augerl”und Herr Astor für den “Waldorfsalat”. Der nämlich zog einst aus dem Dörfchen Walldorf bei Heidelberg aus, um seinen Küchenchef meinen Lieblingserfrischer – und wie sich auch gerade herausstellt ein perfektes Büroessen – erfinden zu lassen. Es gibt es, das typische Gericht – den signature dish – den man mit einer Person, einem Lokal oder einem Platz unweigerlich in Zusammenhang bringt und während ich überleg welches meines ist -also sicher ganz weit weg vom Schneckenbrei, geh bitte, rühre ich den Waldorfsalat zusammen, der kommt vielleicht auf die Short-List.

 

Du brauchst (ergibt eine große Portion)

1/4 Zellerknolle
1 Apfel
1/2 Becher Sauerrahm
1/2 ausgepresste Zitrone
Salz
ein paar Tropfen Öl
Granatapfelkerne
Walnüsse

1 Schale
1 Reibeisen (grob – no na)

1/4 Zeller schälen und grob raspeln, 1 ganzer Apfel schälen und rundherum auch grob abraspeln, gleich mit Zitrone beträufeln, sonst schnell braun.
1/2 Becher Sauerrahm (oder Yoghurt), ein paar Tropfen Öl, Granatapfelkerne und Walnüsse untermischen. Bissl salzen. Fertig.