Mischen is Possible – Zwetschkenfleck

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Das einzige was mir von der Uli in der Sommerfrische geblieben ist war ein Packerl frische Germ. Irgendwie kam die Uli, o.k.,  abgesehen von dem einen Mal süße, duftige, kleine Dukatenbuchterln gefüllt mit Powidl – nicht zu viel und nicht zuwenig –  natürlich mit Vanillesauce, heuer nicht so ganz auf Dampfl Touren. Entweder es hat sie nicht gefreut, oder das Wetter war einfach zu schön. Ja, da liegen wir doch alle lieber am Strand als dem Teig beim wachsen zuzuschauen. Denn am einzig wirklich schiachen Tag, der sich super für einen Backtag ergeben hätten, sind wir ins Mühlviertel ausgeflogen. Eine “Mühlviertler Tour” wie wir sie genannt haben. Zuerst Weberei Vieböck (more to come #pallavienna), dann Ölmühle Haslach Leinöl bunkern  (moahhh, Leinölerdäpfel), dann zum Philipp auf ein Kaffeetrascherl in den Mühltalhof, von dort nur wenige Minuten in die Brauerei Brauerei Hofstetten ein paar Biere in den Kofferraum geschoben (mein Lieblingsbier ist eindeutig Hope Love Pale Ale!) und schließlich in Gramastetten noch auf ein paar typische Krapferln eingekehrt. Dann war das Wetter wieder dermaßen schön, daß es sowieso ganz aus war für Germteig, die Uli an einem Samstag abgereist ist und hat mir die Reste von ihrem Kühlschrank raufgetragen hat. Was soll ich sagen, da ist mir dann nur ein Zwetschkenfleck dazu eingefallen. Die für ein ganzes Blech nötige Obstauflage, musste ich zwar mit ein paar Marillen ergänzen, aber sogar der Stepfordhusband fand die Kombi ganz witzig und hat gleich 3 x nachgenommen.

Zutaten Germteig

  • 300 g glattes Mehl
  • 100 ml Milch
  • 1/3 Würfel frischer Germ (ca. 15 Gramm)
  • 50 g Zucker
  • 50 g Butter
  • 1 ganzes Ei und 1 Eidotter
  • Prise Salz

Zutaten Auflage

  • 1 Kilo Zwetschken, entkernt und geviertelt
  • 5 EL Marillenmarmelade, ein Stamperl Obstler (Schnaps)
  • Zubereitung

Die Milch in einem kleinen Häferl zart erwärmen (nicht zu heiß sonst wird das nix mit der Germ) mit dem halben Mehl, einem Löffel vom Zucker und der Germ zu einem Dampfl verrühren und 15 Minuten antreiben. In eine Rührschüssel übersiedeln und mit den restlichen  Zutaten gut verrühren, mit einem Geschirrtuch zudecken und an einem warmen Ort (auf die Espressomaschine stellen) 30 Minuten “gehen” lassen. Backrohr auf 160 Grad vorheizen, Backblech mit Butter einfetten, Teig darauf flachdrücken und mit den Zwetschken belegen. Im Idealfall überlappend. Im heißen Backofen 1 Stunde backen, herausnehmen. Die Marmelade mit dem Obstler verrühren und den noch heißen Fleck damit bepinseln. Wer will mit Staub- oder Hagelzucker bestreuen.

Holiday Marillenknödel

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Zutaten für 8 Knödel:

Teig:

  • 200 g Topfen 20% Fett (eh klar)
  • 75 g glattes Mehl
  • 30 g weiche Butter – siehe Video
  • 1 Ei
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • Prise Salz
  • 8 reife Marillen (nicht zu groß)
  • 8 Stück Würfelzucker

Brösel:

100 g Brösel

100 g Butter

50 g geröstete gemahlene Nüsse

Zutaten für Teig mit der Gabel zusammenrühren, mindestens eine halbe Stunde kalt stellen. Auf einer bemehlten Unterlage Rolle formen, in 8 gleichgroße Stücke teilen, Kern aus der Marille mit Kochlöffelstiel drücken (siehe Video!), Würfelzucker in das Loch stecken, mit Teig ummanteln und ca. 15 Min in schwach wallendem Wasser kochen. Herausheben und in gerösteten Brösel wälzen.

Wünsche Euch einen schönen Ferienbeginn!

 

Ein Prösterchen auf die Biskuitroulade

Das große Kind aus Berlin war wieder da, na da wird gleich das ganze Wien Programm geboten, wir starten mit einem Brunch am Kutschkermarkt. Den hat sie gleich einmal verschlafen, das brave Kind, denn sie kam ungefähr heim, als wir aufgestanden sind. Ein bisschen Geburtstagsfeiern mit ihrer Runde, das muss doch sein, und eine Frau in ihrem Alter darf das, unabhängig von landläufigen Schlafenszeiten. Na was will man mehr, am Kutschkermarkt prächtigster Einkaufssamstag, alle da, alle hallo, und wie war das Zeugnis bei euch? Auch. Nein, das wär jetzt gemein, wir sind Vorzug, ganz die Mama (hust, hust). Der Bäcker Kasses hat sich auch nicht lumpen lassen. Bekomm ich doch glatt für die schöne Geschichte unlängst im Roggenfeld ein Dankeschön, das meine liebe Marktschwester Irene für mich deponieren durften und zuerst glaubt, daß das ihre Samstags-Liefung ist. Gut, daß der Marcus mitgebruncht hat, so konnte ich das irre großzügige Brot- und Tortengeschenke zwischen ihm, Berlin und meiner Schwester aufteilen, die ihre 3 (in Worten DREI) Kinder dann bei mir abgeholt hat. Sie haben ein paar Tage bei ihrer “Tante Kanzi” gewohnt, waren in Barcelona oder wars doch Brasilien? Egal, zurück zum Kutschkermarkt, der Brunch geht in die Verlängerung, dazwischen wird ein bissl spielgeplatzt und Ribisel gekauft und die Marktschwester Irene kommt mit einer frischen Biskuitroulade daher. Kleine Kostprobe, den hat ihre Mama gebacken, kam heut auf Besuch.  Ein Traum, zum Niederknien. Der gelbe Flaum, dicht, zart, saftig, Oberfläche feinporig, Marmeladenanteil top, nicht zu süß. Und da ist sie auch schon, die Oma “Granny” Pöhl, Applaus, schon in Pension, aber sie schaut halt so gern vorbei am Markt. Wie geht´s, wie wars am Attersee, gut schaun Sie aus, ja, man muss loslassen können, und sagen sie einmal, liebe Frau Pöhl, wie machen sie denn diese herrliche Biskquitroulade?

Ja so kann´s gehen, jetzt mach ich schon die Dritte in Folge, denn das Kind braucht ja eine extra für Berlin, viel zu kurz war sie wieder da, noch ein Prösterchen und hier das Rezept:

Zutaten

  • 7 Eier
  • Prise Salz
  • 200 Gramm Zucker (im Vergleich hat der Staubzucker besser abgeschnitten)
  • 170 Gramm glattes Mehl
  • Abrieb von einer halben Bio Zitrone

Zubereitung

Den Backofen auf  180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. 7 Eier mit dem Zucker in der Küchenmaschine sehr flaumig aufschlagen, ca. 5 Minuten. Prise Salz, Zitronenabrieb unterrühren, Mehl einreiben und nur mehr unterheben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und zart reinbuttern (sagt Granny Pöhl!), Teig daraufgießen, gleich in den Backofen und ca. 15 Minuten backen. Etwas ausdampfen lassen, mit Marmelade bestreichen (hier Ribisel, klassisch mit Marille), ca.6 Esslöffel, und zu einer Rolle Formen, das Papier beim Einrollen vorsichtig abziehen. Auskühlen lassen. Hält sich in Klarsichtfolie länger saftig und Danke Granny Pöhl.

Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt  Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt    Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom KutschkermarktBiskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt   Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt  Biskuitroulade by Alexandra Palla roughcutblog vom Kutschkermarkt

Standing Ovations dem narrischen Kirschenkuchen

Um den Standler auf den Videodreh einzustimmen, war ich schon die Tage davor am Naschmarkt, natürlich mit der Vespa hingehuscht. Geparkt wurde gleich vis a vis vom Theatercafe, denn das Obsteck ist auf gleichen Höhe. Dort alles besprochen und auch noch die schönen Riesenkirschen gesehen. Kosten zwar ein Vermögen, aber was solls, eine freundliche Zeche schadet im Vorfeld nicht. Ja, und bitte in das schöne Holzkisterl da vorne lose einstreuen, ma schaut das schön aus, klar, ich nehm gleich 5 Kilo davon, macht sich doch sicher gut am Film! Zur Sicherheit aber noch 2 Sackerl, danke. Alles für das Video ausgemacht, wir kommen dann die Tage und alles in 10 Minuten erledigt, versprochen. Zurück bei der Vespa, das Kirschenkisterl erst einmal am Sitz abgelegt, es waren noch ein paar Telefonate zu führen. Dann hab ich ausprobiert, wie sich das Kistl am vorderen Packlträger macht,  kommt  vielleicht gut am Video, mir ist klar, da werd ich ein  paar Spinnen oder wie die Gummischnüre heißen, brauchen. Also Vespasitz auf, Helm raus, Kirschen in die Sackerln abfüllen, versenken und die Kiste? Gut, die kann ich dem Standl immer noch zurückbringen, irgendwie in meinen Shopper packen oder, mir einfach zwischen Rücken und Umhängetasche klemmen, geht! Noch ein bissl zwischen Helm und Wange telefoniert, ausgeparkt und plötzlich……..gewaltiger APPLAUS!!!! Ungefähr der ganze Schanigarten,  die Bar vom Theatercafe, Passanten, ungschaut 50 Leute, haben mich -während meiner narrischen Kirsch-Pack-Aktion beobachtet, mit dem Handy gefilmt und sich, zurecht,  ihres gedacht. Im Wegfahren mich natürlich sehr bedankt, das Kistl am Rücken hat schon ein bissl gepiekst, die Standing Ovations geb ich gerne dem Kirschenkuchen weiter, verrückt.

Zutaten:

so schwer wie 4 ganze große Eier (etwa immer ca. 250 Gramm), auch Butter, Staubzucker und glattes Mehl. 1 EL Backpulver, 1 Kilo Kirschen, Staubzucker zum Bestreuen.

Zubereitung:

Backofen auf 170 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen. Die sehr weiche Butter (vorher in die Sonne stellen) mit dem Zucker ein paar Minuten schaumig rühren, nach und nach die ganzen Eier einrühren. Mehl mit Backpulver mischen, in den Teig sieben und mit Spachtel umrühren. Teig auf ein Backblech streichen, Kirschen darauf verteilen und ca. 40 Minuten backen.

 

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One Minute Sculpture Tiramisu

Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale   One Minute Sculpture Alexandra Palla Erwin Wurm Biennale Venedig   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale  One Minute Sculpture Alexandra Palla Erwin Wurm Biennale Venedig   Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale  Einfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig BiennaleEinfaches Tiramisu Alexandra Palla Venedig Biennale

Es gibt immer einen guten Grund nach Venedig zu fahren. Die Biennale zum Beispiel. Alle 2 Jahre Kunst, alle 2 Jahre Architektur (von dort hab ich im Vorjahr meinen Vienna Design Week Beitrag mit EOOS mitgebracht!). Macht jedes Jahr schon mal einen. Oder auf ein paar frittierte Moleche (Moi-ke gesprochen, diese grüne Krabben, deren Schale  so weich, daß sie sich mit Kruste und Krume frittieren und verspeist lassen – gibt es nur ein paar Wochen im Frühling und Herbst) sehr gut im Wirtshaus Madonna (wo wir uns einst auf ein Grappa Wettttrinken mit Glasbläsern aus Murano eingelassen haben, keine gute Idee), oder auch wegen einer Ombra – am Bello Campo di Vienna – ein Markt-Gläschen gleich neben dem Rialto Markt, mit einem kleinen Baccala Häppchen dazu oder Sarde in Saor, Hauptsache was Fischiges. Oder eine Sonnenuntergangs-Pasta im Paradiso perduto – an einem Tisch wo man beim Brotkorbweiterreichen schon aufpassen muss, nicht in dem kleinen Kanal mitten im Canareggio Viertel zu landen, so nah steht der am Wasser. Den Anlass für diesmal genau, richtig, es war sturmfrei. Ja, der Rokitansky kann da ganz schnell sein mit Garagenplatz in S.Marco buchen, Hotel, Tisch, schwupp und wir schon nach der Grenze beim ersten Autogrill auf einen Espresso. Großartig heuer auf der Biennale, die One-Minute-Scultpures von Erwin Wurm und ich gleich darauf herumgeturnt und den Anweisungen des Künstlers nicht gefolgt. Dafür an die Tiramisu Anleitung auf der italienischen Biskottenpackung aus dem Supermarkt, denn beim Heimfahren schau ich immer drauf, daß ich wo ein 00 Mehl, Ricotta, Stracchino und Burrata bekomm. Das Tiramisu war gleich die Geburtstagstorte für das Fräulein O, nicht schlecht, vielleicht die Biskotten doch die Idee zu lang getunkt – also bitte nur von einer Seite, ganz kurz tauchen und ehrlich, so ein Tiramisu (aus dem italienischen für “ziehe-mich-hoch”)  ist im Grunde doch auch so eine One-Minute-Sculputre, schön retro und ein bissl spießig.

Zutaten

  • 250 g Biskotten
  • 250 g Maskarpone
  • 3 ganze Eier
  • 80 g Zucker
  • 250 ml Espresso
  • ein Schuss Rum
  • 2 TL brauner Zucker
  • Kakaopulver, Staubzucker

 

Zubereitung

Die 3 Eier mit dem Zucker sehr schaumig aufschlagen und mit Mascarpone verrühren. Den Boden einer Form (ich Deckel einer weissen Metalldose ca. 25  x 25 cm) – mit in die Kaffe/Rum/Zuckermischung getauchten Biskotten auslegen- mit Kakaopulver bestreuen, Mascarponemasse darüber und für einige Stunden (oder über Nacht) in den Kühlschrank. Vor dem Servieren die Oberfläche tüchtig mit Kakaopulver bestreuen. Fertig.

Holundertarte, Affaire mit Mailüfterl

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Lange hat´s gedauert, aber jetzt blüht und spriesst alles da draußen so richtig, herrlich! Die Gartensaison mit lauen Abenden an Spritzweinen und Mailüftern ist eröffnet, die Gelsen schlafen noch. Vielleicht liegt es daran, daß der ganze Frühling mit seinem Holunder so lang auf sich warten hat lassen. Und wie die riechen, ganz deppat könnt man werden davon. Hab ich aber die vergangen  Jahre sofort einen Hollersirup angesetzt, ja, ich erinnere mich an meine “Arsch-Knapp-Abfüllung, van der Holler” aus dem letzten Jahr, oder die Sirup-Verlängerung Holler-Wodka für das Gartenfest. Heuer ist mir nicht danach. Die weissen Dolden sollen die Äste ruhig bis zum Boden runterbiegen, ich bleib sitzen. Sogar die Hammerische, die immer die Erste auf der Höhenstraße ist und weissen Blüten brockt, hat diesbezüglich auch noch nichts in die Gruppe gestellt. Aber ganz lässt mich der Holunder dann doch nicht kalt, in einer spontanen Aufwühlung von Duft-Infusion und der Übernichtigkeit von zuviel “The Affair” schauen (Staffel 3, ja, ja, jetzt wird´s eng Noah Solloway) überkommt mich diese Holundertarte, und jetzt setzt ich mich wieder hin.

Zutaten

1 Packung Vollkornkeks

100 g flüssige Butter

500 g Topfen (20%)

90 g Zucker

3 ganze Eier

Abrieb einer Bio-Zitorne

(event. doch 1 Stamperl (50 cl) Holundersirup, wenn ich noch einen Sirup mach)

5 duftige Holunderblüten ohne Tiere

Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung

Die Kekse im Geschirrtuch mit Nudelholz kleinhauen, mit der flüssige Butter vermischen und am Boden einer Tortenform (Springform) verteilen. Die Eier mit dem Zucker schaumig aufschlagen, Topfen und Zitronenabrieb mit dem – schadet sicher nicht-  Holundersirup unterrühren, über den Keksboden damit und bei 170 Grad ca. 40 Minuten durchbacken. Mit frisch gepflückten Holunderblüten bedecken und der Karte das Holunderaroma annehmen lassen (event. über Nacht im Kühlschrank). Vor dem Servieren gegen frische Blüten tauschen, anzuckern, hinsetzten.

Shpock dir eine Pavlova

Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra PallaPavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra Palla     Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra PallaPavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra Palla  Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra PallaIMG_5147 Pavlova einfaches Rezept mit Flieder von Alexandra Palla

Plötzlich war es da, das Shpock Fieber. Für die, die nun nicht so mit dem Online-Handel vertraut sind, Shpock -eine Wortverkürzung aus “Shop in your Poket”- ist so was wie eine Mischung aus willhaben und etsy. Mit der Flohmarkt-App lässt sich ganz leicht Überflüssiges oder Rausgewachsenes im Haushalt fotografieren, ist schwupp auf den Marktplatz gestellt und von Interessierten in der Umgebung fluchs aufgestöbert und, voila, verkauft. Es ist einer relativ junge (2011) , sogar Wiener (bravo!) Erfindung und hat nichts mit dem bekannten Vulkanier aus der Serie Star Trek zu tun. Erste Frage immer: wie schaut es mit dem Geschäftsmodell aus, das wird – um den gesunden Geschäftsverstand beim Teenager zu schärfen – gleich besprochen. Auch so Sachen wie Preisbildung, Verhandlungsbasis oder “bedenklicher Ankauf”, glaubst ja gar nicht. Jedenfalls freu ich mich über die Entdeckung der Lust am Handeln, und was ist “Angebot und Nachfrage” und bewundere die schön gemachten Inserate des Teenagers, clever fotografiert, schöne Filter, suprige Texte, den Brand und das Produkt tumblermäßig immer schön hervorgehoben. Jetzt aber nicht so erfreuliche Entwicklung, denn die Möglichkeit zu “verkaufen” ist jetzt nicht mehr so interessant wie das “einkaufen”, und schon fahren wir in ein Bauhaus in einem Hinterhof um von der dortigen Mitarbeiterin ein Nintendo Spiel um 15 Euro abzuholen. Na gut.  Jetzt hab ich mich dann auch noch beim  Shpock rumzustöbern erwischt und aus reiner Neugierde “Torte” eingegeben. Na was glaubst du, da wird auftragsgebacken was das Zeug hält. Gibst du “Pavlova” ein, kommt  immerhin die Biografie der Namensgeberin für meine super easy Lieblingstorte. Die kannst du dir jetzt selber nachbacken, ich bin dann mal wieder auf Shpock!

Zutaten:

  • 4 Eiklar (Eiweiß)
  • 200 g Staubzucker
  • Prise Salz
  • 250 ml Schlagobers (Sahne)
  • 1 EL Vanillezucker
  • 500 g frische Beeren,  essbare Blüten zum Verzieren, Staubzucker

 

Zubereitung:

Backrohr auf 130 Grad Umluft vorheizen. Die 4 Eiweisse mit einem Mixer aufschlagen, bis sich ein erster schneeweißer Schaum zeigt, dann Löffelweise den Staubzucker dazu und mindestens 5 Minuten zu einem sehr festen steifen Schnee schlagen, der sich beim Umdrehen der Schüssel um keinen Millimeter mehr bewegt. Den festen Schnee auf ein mit Backpapier belegtes Gitter in gewünschter Größe und Umfang formen und 1,5 Stunden (90 Minuten) trocknen. Im geschlossenen Backrohr auskühlen lassen. 250 ml Schlagobers mit Vanillezucker steif schlagen, auf die ausgekühlte Baisermasse streichen und mit frischen Früchten belegen. Meine hab ich mit frische Fliederblüten und Staubzucker bestreut! (Achtung: super Muttertagstorte)

 

Tipp:

  • – Baisermasse lässt sich auch super vorbereiten (sogar ein Tag vorher)
  • – Form auch kleiner, höher, eckig möglich
  • – es gibt auch Rezepte mit 1 EL Maisstärke und 1 TL weisser Essig, muss aber nicht sein
  • – Pavlova (oder deutsch Pawlova) geht mit super exotischen Fruchtmischungen wie Passionsfrucht/Banane/Limette oder auch mit Feigen, Schokolade, im Winter mit Orangen und Nüsse
  • – hab ich schon ganz oft gemacht wie HIER

Osterpinzen mit X, so sind sie richtig

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Diesen Beitrag vom März 2012 musste ich einfach aktualisieren. Erstens wollte die Seitenblicker-Sabine genauer von mir wissen, wie die Pinzen gehen und bei Sache mit der Schere, sie “wie mit der Schere einschneiden?”, hab ich schnell Pinzen gemacht und ihr das Einschneid-Video rübergeschickt. Zweitens passt es grad so wunderbar zur Vor-Osterzeit, denn der Teig eignet sich auch für Striezel, Knöpfe, Zöpfe, ja sogar so süsse Haserln wie ich sie hier auf VIENNA.at gefunden hab. Wer mag.

März 2012:

Um 6 hab ich mit dem Germteig angefangen. Um halb 8 die neue Marni Kollektion beim H&M am Graben durchgeblättert und nicht ohne Schmunzeln an meinen Händen gerochen. Beim Zahlen an die Pinzen im Rohr gedacht, um halb 9 wieder zuhause und vom Duft der jetzt fertiggebackenen Pinzen echt umgehauen. Nicht schneiden, nur mit den Fingern teilen, zart und flaumig, so sind sie richtig.

Menge für 8 Pinzen
3/4 frischer Germwürfel
500 g Mehl (universal)
80 g Staubzucker
1/8 Butter
2 Dotter, 1 ganzes Ei
geriebene Zitronenschale, 1 EL Anis
200 ml Milch, 1 Stamperl Weißwein
wer will Rosinen oder Hagelzucker.
Prozedere:
Butter langsam zerfließen lassen, auf lippenwarm abkühlen und in der lauwarmen Butter die Milch, Wein, 2 Dotter und das ganze Ei anwärmen, so sind alle flüssigen Zutaten schön warm. Mit der Germ, Mehl und dem Zucker zu einem glatten Teig schlagen (ideal 5 min in einer Küchenmaschine, mit Kochlöffel und Hand geht auch). Germteig in Rührschüssel an einem warmen Platz (ich auf der Espressomaschine oder im warmen Wasser) 1/2 – 1 Stunde gehen lassen, auf bemehlter Fläche Pinzen formen und auf´s Backblech legen. Nocheinmal aufgehen lassen, mit Dotter bestreichen und mit der Schere ein X einschneiden. Bei 170 Grad 30 min im Rohr backen. Je mehr der Teig gehen konnte, desto fluffiger.

The Happy Marshmallows und the happy film

IMG_2032img_4332img_4317  img_4337 img_4342 img_4346The Happy Show by Stefan SagmeisterWeihnachten mit Alexandra Palla IMG_4348

Schon die interaktive Ausstellung “The Happy Show”  im MAK, genau vor einem Jahr, war der Hammer. So erfrischende, so grundsätzliche und positive Gedanken und Denkanstösse zum Thema Glück, die der Grafikdesigner und Künstler Stefan Sagmeister hier zu sammengetragen hat, also sehr inspirierend und bestens geeignet für einen Start ins Jahr.  Sich ein bisschen mehr um andere zu kümmern, als um einen selbst, offener, aktiver Zugehen, alles gute Vorsätze! War eine der erfolgreichste Ausstellung die das MAK (ja, das Museum, die auch das Blogeigene Happy-Holzschneidebrett Rough Cut Board in die Sammlung aufgenommen haben ;_) je gezeigt hat!

Jetzt, ein Jahr danach folgt “The Happy Film”! Teilweise mit Szenen, die schon bei “The Happy Show” gezeigt wurden, zusammengefügt zu einer Film-Doku über den Sagmeisterschen Selbstversuch Glück durch Training erlernen zu wollen.  Er befragt dazu auch den New Yorker Glückspsychologen Jonathan Haidt der zu den 3 Ansätzen Glück durch Meditation, Glück durch Therapie, Glück per Medikamente anleitet. Das ganze spielt sich zwischen viel Selbstironie, gutem Humor, aber auch Tragik ab: beim Meditieren plagen den Vorarlberger, der erfolgreich in New York sein Studio betreibt, nur Kreuzschmerzen, für die Therapie macht er sich zum Affen und Medikamente wirken, aber nur so lange sie genommen werden. Der Regisseur stirbt während der Dreharbeiten und trotzdem, am stärksten wirken die scheinbar ungeplanten Szenen, in denen ihm einfach das Leben dazwischen kommt. Mein Lieblingsfilm der Ausstellung “Now is better” – siehe Trailer unten – wird mit der wunderbaren Musik von SISKY-You “Pull it away” kombiniert. Es fliegen Zuckerwürfeln, schwappt Kaffee, spritzt die Milch um sein Leben am Besten im hier und jetzt zu spüren.

Wer sich jetzt das Ganze mit fliegenden weißen Marshmellow Würfeln leibhaft vorstellen will, diese umgehend Selbermachen und vollkommen HAPPY in den Mund fliegen lasse will, der macht einfach so:

250 g Staubzucker mit 2 Pkg. Vanillezucker,  150 ml Wasser und  6 Blätter vorgeweichte Gelatine Blätter in einem Topf kurz aufkochen. Die flüssige Zuckermasse in eine Rührschüssel gießen und sehr lange, also mindestens 10-15 Minuten ganz fest mixen, bis die Masse ausgekühlt und sich weiße feste Spitzen bilden. Eine eckige Form mit etwas Öl auspinseln und Maisstärke (Maizena)-Staubzuckergemisch pudern. Die feste weiße Masse einstreichen und bei Zimmertemperatur 2-3 Stunden trocknen lassen. Arbeitsfläche mit Stärke/Zuckermischung gut bestreuen, Masse aus der Form stürzen, und in gewünschte Form schneiden (Würfeln, Rauten, Figuren ausstechen) und nochmals in Puder wälzen. Schmeckt herrlich und macht wirklich glücklich, versprochen!

The Happy Film, bis auf Weiteres  täglich im Wiener Filmkasino

Trailer “The Happy Film”

 

Nur keine G´schichten Vanillekipferl

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Aus reiner Neugier hab ich heuer sogar den Demel Bäcker angerufen, ihn in Marrakesch erwischt und alles gut. Dann auch noch die Alt-Wiener-Kochbuch Klassiker Plachutta, HESS sowie Ziegenbein & Eckel Rezepte dazu verglichen, so. Bleibt immer noch offen, wie wirklich, mit oder ohne Ei, wieso Rasten und wie lange, was tun wenn der Teig bröckelt, welche Nüsse,  wie formen und überhaupt. Ehrlich: Bei Vanillekipferl vertrau ich seit je her auf ein Rezept, das ist von meiner Mama Grete Thum. Sie selbst hat es entweder von der Anna Tant´oder aber auch von der legendären Familienköchin Smutny  –  sicher bin ich mir da jetzt nicht – und rechtzeitig gesichert, denn wenn ich sie die letzten Jahre danach gefragt hab, bekomme ich jedesmal ein anderes Rezept, wenn auch nur in geringfügiger Abänderung, dürfte so eine Art Spiel sein zwischen uns. Sie aber immer am Telefon: ” Bitte, mach nur ja keine G´schichten! ” – und das kommt mir irgendwie bekannt vor. Jedenfalls hat sich die Teenagerin und die Cheerleader-Freundin (sie hat sich sogar als mein Instagram-Lockvogel – an das eigentliche Wort, das sie verwendet hat, kann ich mich jetzt nicht erinnern – angeboten) von ihren You-Tube Filmchen loseisen lassen und freudigst darauf losgewuzelt, na dann!

Zutaten:

  • 280 Gramm glattes Mehl
  • 210 Gramm Butter
  • 100 Gramm frisch geriebene Walnüsse (meine Emaille-Reibn – siehe Video oben – ist ein Geschenk meiner Mama)
  • 70 g Staubzucker
  • 1 Dotter
  • zum Bestreuen: Staubzucker und Vanillezucker

Zubereitung:

Zutaten zu einer glatten Kugel formen, teilen, die eine Hälfte in Folie wickeln und ab in den Kühlschrank, die andere Hälfte sofort in gleich große Stücke schneiden und zu einem Kipferl formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 10 Minuten backen bis Kipferl leicht Farbe annehmen. Mit Papier vom Blech gleichen lassen und Staubzucker/Vanillezucker Gemisch durch Sieb bestreuen.

 

10 TIPPS wie Vanillekipferl sicher gelingen und super schmecken

1. Temperatur ist alles: zuerst eiskalte Butter in´s Mehl schneiden bzw. “vernudeln” (O-Ton Grete Thum=meine Mama), dann erst alles andere

2. Alles auf Butter: keine Margarine oder  irgendwie besonders “streichfähige” nehmen

3. Geschmack ist TOP: wenn geht die Nüsse (Mandeln, Hasel- oder Walnüsse) frisch reiben

4. übrig gebliebende Nüsse im Tiefkühler aufbewahren, so bleiben Nüsse frisch und werden nicht ranzig

5. sollte Teig doch bröseln, mit ein paar Tropfen Milch geschmeidig machen

6. Teig zu Rolle formen, in gleichgroße Stücke schneiden und mit dem flachen Handteller mit sanftem Druck auf einer glatten Unterlage wuzeln, keine Formen dazu notwendig!

7. immer nur soviel Teig bearbeiten, wie für ein Backblech notwendig ist, der Rest kommt in Folie gewickelt in den Kühlschrank

8. Kipferl nicht zu lange backen, 7-10 Minuten reichen vollkommen, dunkle brechen leichter

9. im Zuckerbad wälzen ist Zuckerverschwendung und Kipferl brechen dabei leicht, einfach am Papier durch ein kleines Sieb anzuckern und auf einen Teller gleiten lassen

10. in einer geschlossenen Dose aufbewahren – je länger umso mürber – ca. 1 Monat haltbar