COOKIE Swap in der MARKTEREI

Cookie Swap in der MarktereiMarkterei Cookie-SWAP

Wenn sich Food und backinteressierte Blogger zu einem vorweihnachtlichen Treffen verabreden,

dann muss es schon was Besonderes sein: Die neue Markthalle der MARKTEREI – erstmals in Kooperation mit SLOW FOOD WIEN, bietet nicht nur den perfekten Rahmen (mit Standler, Punsch und Kaffee in einem historischen Innenstadtgebäude), sondern auch „Bühne“ für die Premiere des BloggerInnen-Cookie-SWAP! 
WANN
Samstag, 5.12. 16-18 Uhr
WO
Markterei Markthalle in der ALTEN POST
Dominikaner Bastei 11
1010 Wien
WIE DAS GEHT
Du kommst mit EINER Sorte Kekse (soviel du backen magst)  in die Markterei, bekommst – wie auch die anderen BloggerInnen – einen Platz von der Markterei zur Verfügung gestellt und TAUSCHST mit den anderen deine Kekse, Rezepte und Tipps aus und umgekehrt.  Dabei triffst du auf einem Fleck liebe Freunde und Gleichgesinnte und kostest dich durch ganz unterschiedliche Kekse, die du im Tausch mit nach Hause nimmst Bitte bedenke, dass auch einige Kekse verkosten werden, also bring genug mit!
Die Kekse werden außerdem von Barbara van Melle/ SLOW Food WIEN und der Slow Food Konditorkustmeisterin Adelheid  verkostet. Die Favoriten der kleinen Jury bekommen ein prickelndes Geschenk! 
COOKIE-SWAP – BITTE UM ZUSAGE
bis spätesten Donnerstag 3. 12., jeder bekommt Platz für die Präsentation seiner Kekse! Gerne kannst du auch eine/n BloggerfreundIn zur Teilnahme nennen – je mehr mitmachen umso besser.
Die Teilnahme ist natürlich kostenlos und bei FREIEM EINTRITT für alle Besucher.
Ab 30 Zusagen gibt es eine Warteliste, also bitte schnell zusagen, ANMELDUNG bitte unter kitchen@roughcutblog.com
MARKTEREI NEU IN DER WIENER INNENSTADT
Der Wochenendmarkt Markterei kooperiert mit Slow Food Wien, denn großer Wert wird auf Vielfalt, Regionalität und nachhaltig-biologische Produktion gelegt. So werden Produzenten, die nach den Slow Food Kriterien – gut, sauber, fair – agieren, werden bei der Auswahl der Standler bevorzugt!Das ganze MARKTEREI Programm, Standler und Termine gibt es HIER.

Panna Cotta, aber bitte mit Sahne

Na super, sagt die Elisabeth, was macht sie jetzt mit den Udo Jürgens Konzertkarten , die sie ihrer Tante zu Weihnachten schenken wollte, denn beim Punsch am Sonntag ist Udo natürlich das Thema. Die Karten sind für die “Mitten im Leben” Tournee 2015, na arg. Sie selbst hat ihn doch grad noch in Stadthallen gesehen, wirklich super Konzert, wer hätte das gedacht. Am Besten sind doch seine alten Hadern und überhaupt, mit 80, und schon singen wir “Ich war noch niemals in New York…ich war noch niemals auf Hawai, ging nie durch San Franzisco in zerrissnen Jeans….” ja, worauf wartest du eigentlich, wir trinken auf Udo, R.I.P. und dann “…..Griechischer Wein”, was glaubst du, wenn auf einem Fest keiner mehr so richtig stehen kann, dann ging immer noch “Griechischer Wein”, denn gut das Anhalten beim Sirtaki-Tanzen und könnt´s euch noch erinnern, der Dings haben wir doch zum Geburtstag “17 Jahr blondes Haar” umgedichtet und, ha, ha, bald “Mit 66 Jahren” und schon schlagen wir der Elisabeth vor, der Tante doch was anderes zu schenken, wir nehmen die Tickets gerne und stellen uns das Tribute schon schön vor. Alle werden kommen, alle werden singen. Klar waren wir auch im Musical “Ich war noch niemals…”, zwar nicht so schön Sing-Along, aber das Souvenier-Häferl hab ich immer noch. Außerdem mach ich mir keine Sorgen ganz im Gegenteil, und überhaupt, jetzt das Beste “Aber Bitte mit Sahne”, na der Arme, so wie Mathilde, Ottilie, Marie und Liliane, ..daß der Herrgott den Weg in den Himmel ihr bahne, aber bitte mit Sahne”. Nein, schön eigentlich und gut, dass mir mein Kalender gerade eine Erinnerung, schickt: Morgen, Weihnachten und “Aber bitte mit Sahne”. Ich drück auf Nachricht “Wiederholen” gehen einen Christbaum kaufen und mach mich dann gleich an die Panna Cotta – aber bitte mit Sahne, die lässt sich gut für morgen vorbereiten und dazu bittersüße Orangen. Ja, also Udo Jürgens Konzertkarten wären da auch noch eine Geschenksidee.

Panna Cotta mit eingekochten Orangen

1/2 l Schlagobers oder eben aber bitte mit Sahne

  • mit 3-5  EL Zucker,
  • dem Inneren und Schale einer ganzen Vanilleschote ca. 10 Minuten köcheln lassen, vom Herd nehmen, Schale der Vanilleschote rausfischen,
  • 3 Blatt aufgeweichte Gelatine in die Panne Cotta rühren und gerecht in 6 kleine Formen füllen, über Nacht kühlen oder 3 Stunden tiefkühlen.
  • 2 Bio Orangen in dünne Scheiben schneiden, mit Zucker, Apfelsaft, Rum und Zitronensaft marmeladenartig einkochen und zu den  gestürzten Panna Cotta essen.
  • Auch sehr gut und ähnlich Creme Caramel

Die Panna Cotta lässt sich leichter aus einer Form stürzen, wenn diese vor dem Stürzen von außen kurz unter heißes Wasser gehalten wird.

  • IMG_3271 IMG_3252 IMG_3249 Orangenmarmeladepanna cotta roughcutblog

 

 

 

 

ich wünsche mir…..eine BOUILLABAISSE

Die Diskussion, was es am 24.12. zum Abendessen gibt, wird in unserer Familie spätestens im Sommer davor eröffnet. Jeder hat hier konkrete Vorstellungen wie und was gegessen werden soll. Allein wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre, ist von den einfachen Bratwürstel mit Sauerkraut über Retro Fondue, die Weihnachtsgans oder der Truthahn, gedämpfte Fische, kalter Aufschnitt, auf jeden Fall was mit kleingewürfeltem Gemüsemayonnaisesalat bis hin zu ….nur keine G´schichten, fast alles dabei. Die Symbole sind so wichtig wie das Essen selbst und ich erzähle dann gerne, was ich in meiner Kindheit am Heiligen Abend zu essen bekommen hab: dunkle Fischbeuschelsuppe mit Zitronensaft, gebackener Karpfen –  der 2 oder 3 Tage davor in der Badewanne geschwommen ist – für die Kinder gebackenens Bries, manchmal auch gebackene Forelle und dazu natürlich 7erlei Salat, von der Großmutter immer mit der Betonung auf  Simmmerleisalat verkündet: Vogerl, Erdäpfel, Linse, Bohne, Fisole, Zeller, Rote Rübe. In unserer Großfamilie waren wir nie weniger als 20 Personen um einen riesen Tisch, der an jedem Ende 3 x ausgezogen war, versammelt. Mein Großvater in der Küche, eine weiße Schürze um seinen riesen Bauch gebunden und die Tanten an je einer Panierstation: Mehl, Ei, Brösel, alles mit der Hand, was dann schwierig war, die noch rohe klebrige Panier, aus dem – extra für den Abend dick angelegte Ringe  -wieder rauszuwaschen. Die alten Geschichten hören sich meine Töchter natürlich immer sehr gerne an und ich schmücke daß mit der Fischbeuschelsuppe, die aus dem Fischroggen und Fischinnereinen gemacht wird, gerne so aus, daß sie sowieso mit jeder anderen Speise als einer Fischbeuschlsuppe zu Weihnachten sehr einverstanden sind. Nicht so der Rokitansky, da muss ich noch ein Scheuferl nachlegen, von wegen, seine eigene Tradition begründen, aber vor allem ein Gericht wählen, dass auch logistisch zwischen Christbaumschmücken mit ersten kleinem Weihnachtsspitzerl, Eintreffen der Oldies  samt dem Verstauen ihrer mitgebrachten Wäschekörbe voller Geschenke, Bleikristallschüsseln, versilberten Kerzenleuchter, Tisch-Nippes, bestickten Servietten (sie wollen es ja nur ein bisschen gemütlicher haben), Gesangsbücher, daher dem zweiten – schon größeren Weihnachtsspitzerl, der Bescherung pünktlich um 5, und dann eben dem Essen passt. Auch  wegen Tantenmangel, baue ich meine Idee, also die mit der Bouillabaisse, ungefähr seit 2 Jahren auf. Im Vorjahr noch vorsichtig als Vorweihnachtsessen gekocht siehe ich denke an eine BOUILLABAISSE, heuer am Weihnachtsabend Premiere und von mir aus, nehmen wir das gerne in´s Repertoire auf: Bouillabaisse!
Für 10 Personen:
2 weiße Zwiebel in Streifen schneiden, in Olivenöl langsam glasig dünsten, 1 Fenchel, 1 Bund Stangensellerie, 3 geschälte und mit einem Handschlag auf ein flaches Messer zerdrückte Knoblauchzehen, 1 Brieferl Safranfäden dazu, mit 1 l Fischfond aufgießen, 4 gewürfelte Paradeiser, und 2 in Scheiben geschnitten Bioorange mit Schale, Salz und Gewürze dazu, köcheln lassen und 5 Minuten vor dem Servieren die filetierten Fischstücke und Meeresfrüchte im der heißen Suppe ziehen lassen.
1 kg eher festere weiße Fische wie Barsch, Angler, Barbe und Meeresfrüchte wie Riesenscampi, Hummer und wer mag auch Muscheln, die ich heuer jedoch auslassen hab.
Dazu eine Knoblauch-Aioli (siehe Aioli Dip) und Weißbrotchips (wer nicht selbermachen will, kauft Backed Rolls im Supermarkt) und im nächsten Jahr – Simmerleisalat.

 

Hühnerleberterrine machen und die 5 “W” bei Notruf

Hühnerleber by Alexandra Palla Roughcutblog
Es hat mindestens 3, wenn nicht 4 Jahre gedauert, daß ich diese Hühnerleberterrine so hingekriegt hab, wie mein lieber Gartenfreund Clemente. Wie oft hab ich ihn schon gefragt, mir alles immer wieder genau erklären lassen, vom Hühnerleber kaufen, über die Butter, das Flambieren und Pürieren bis zum Abfüllen. Hab mich sogar neben ihn gestellt, dann alles genauso zu Hause gemacht und dann wieder nicht. Aber das kann doch gar nicht so schwer sein? Und dann wieder ein Notruf mit den 5 “W” und so ist jetzt alles klar:

Wo die Hühnerleber kaufen: am besten vom frischen Wiesenhendl
Wie abbraten: mit 1/3 der Buttermenge, nicht scharf, sondern eher zart und schwenken bis innen nur mehr rosa und sofort vom Herd nehmen
Warum dann gleich mit Cognac flambieren: gibt der Terrine einen sehr coolen Geschmack, ohne nach Alkohol zu schmecken
Wann dann den Rest der Butter: nach dem Flambieren. In der Pfanne nur mehr langsam schmelzen lassen, nicht mehr erhitzen (wichtig ist, die Butter darf nicht gerinnen, das macht die schnittfeste Konsistenz der Terrine aus)
Wieso pürieren: weil man sich das durch ein Sieb passieren dadurch sparen kann
Als Vorspeise für 6-8 Personen:
1/2 kg Hühnerleber vom Wiesenhendl, 1/2 kg weiche Butter, 1 Stamperl Cognac, frischer Majoran, Salz und Pfeffer
In einer großen Pfanne etwas Butter erhitzen und die geputzen Hühnerleberhälften sanft anbraten – Achtung: Spuckt! – bis innen nur mehr zart rosa, vom Feuer nehmen, das Stamperl Cognac drübergießen und mit einem Zündholz flambieren (Alkohol verdampft), Achtung nicht erschrecken: kann eine kleine Stichflamme geben, dann die restliche weiche Butter dazu, nicht mehr erhitzen. Salz, Pfeffer, Majoran. Mit einem Pürierstab zu einem Mousse zerkleinern, durch ein Sieb streichen gar nicht mehr notwendig. Eine kleine Tortenform (15 cm Durchmesser) oder ähnliches Gefäß mit Folie auslegen, Hühnerleber rein, nochmal mit Folie abdecken und im Kühlschrank ein paar Stunden fest werden lassen. Auf einen Teller stürzen, Folie abziehen, nochmal salzen, pfeffern und frische Kräuter drauf.
Lässt sich gut vorbereiten und ist eine super Vorspeise für ein Weihnachtsessen!
Sehr gut dazu sind Preiselbeeren oder  – wie jetzt am Markt überall zu sehen – Cranberries mit Orangen eingekocht.

HühnerleberCrostini

Das geht sich aus: Creme Caramel

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Creme Caramel

Was mach ich jetzt? Creme Caramel, Panna Cotta (gekochter Schlagobers mit viel Gelatine) oder Creme Catalan (ohne Wasserbad, nur backen, mit Zuckerschicht versiegeln, allerdings mußt du da schon Baumarkt wegen Bunsenbrenner). Und bitte auch nichts in vielen kleinen Schüsserln, hin und her, sondern schon im Großen und Ganzen. Ja, das geht sich aus: Creme Caramel.

3/4 l Milch mit 2 Pkg Vanillezucker aufkochen, etwas abkühlen lassen. 2 Hände voll Zucker in einem Topf karamellisieren (einfach am Feuer stehen lassen, ohne umrühren, bis Zucker hellbraun und transparent ist), in eine runde Form giessen (z.B. Salatschüssel, nicht Plastik). In die warme Milch 5 ganze Eier und 3 Dotter gut einrühren und durch ein Sieb in die Schüssel auf das Karamell giessen. Im heißen Wasserbad (großes Reindl 1/3 mit heißem Wasser füllen und Schüssel reinsetzten) im Backrohr bei 120 Grad 1-2 Stunden (bis die Masse schön fest ist, abhängig von der Stärke der Form) stocken lassen. Mind. 3 Stunden kühl – oder auch über Nacht – stellen und erst vor dem Servieren stürzen.