Geocaching Apfelmus

Mittwoch, 27.2.2013

Geocaching Apfelmus

Was macht da diese Verrückte, im Türkenschanzpark in Skianzug und Moon Boots am Sonntag, so halsbrecherisch. Schon am Weg dorthin lassen sich ein paar andere Kinder mit Rodeln, die sich nach den riesen Schaumstoffteilen an meinen Füssen umdrehen, von ihren Begleitpersonen erklären, dass Moon Boots so eine Art Schneestiefeln sind, die man früher einmal getragen hat. Wie bitte, das ist ja voll unhipster, eben, und weitergehen, danke. So, und genau in diesen Moon Boots klettere ich eine schneebedeckte Felswand, mindestens 10 Meter in die Höhe um in einem winzigen Spalt unter der Brücke der alten Aussichtswarte, diese kleine Tupperwareschachtel rauszuziehen. Eine Frau, die gerade die Brücke überquert und uns beobachtet erschrickt. Chill, noch nie was von Geocaching gehört? Geocaching ist ein Abenteuernetzwerk von Leuten, die unter GPS Anleitung mit einer relativen Genauigkeit kleine Schätze verstecken, welche von anderen Leuten je nach Schwierigkeitsgrad rasch, spät oder nie gefunden werden. Wichtig ist dann der Eintrag in das beigelegte Logbuch und das deponieren der Schatzschachtel an genau der selben Stelle. Also wird mit Josi und Lia unterschrieben und Klippen-Mutti darf in ihren Moon Boots die 10 Meter raufklettern um die Schachtel in den Felsenspalt zurückschieben. In Wien sind Hunderte und auf der ganzen Welt sowieso, Geochaches gesetzt, heißt Schachteln versteckt, viele schon seit Jahren. Das Geocaching Fieber geht jetzt bei uns schon soweit, dass wir auf Inseln von Kreisverkehren schaufeln, Busstationen zerlegen und ganze Denkmäler vom Schnee befreien um an unsere Schätze zu kommen. Bald erreichen wir die nächsthöhere Stufe und setzten selbst einen Geotag. Ich jetzt genau in diesem Apfelmusrezept, Schwierigkeitsgrad fast null, Logobucheintragung: Äpfel schälen, mit Zitronensaft beträufeln, 2-3 EL Zucker, bisschen Wasser (oder Apfelsaft) zugedeckt 5-10 Min dünsten, pürieren. Bin schon gespannt wer´s zuerst findet!

Geocaching feiert bald seinen 2-Millionsten Tag, mehr auf http://www.geocaching.com

Kommentare (2)

Comments

  1. Die ganz Faulen sparen sich das Schälen, den Zitronensaft, den Zucker (brauchts vor allem bei Gold Delicious gar nicht) und den Apfelsaft und dünsten einfach Apfelstücke ohne Kerngehäuse, bis sie mit dem Zauberstab ganz leicht zermanscht werden können.

    Und für die Kochunfähigen: Endlich ein “Gericht”, dem nix passiert, wenn man es einmal über eine ganze Folge House of Cards vergisst. Ich schwöre.

  2. Danke Frau Neudecker, Sie sind ja super roughcut!

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR


*