Vom Feld auf den Teller #ausbauernhand

Samstag, 7.11.2015

Vom Feld auf den Teller #ausbauernhand

Es standen ja mehrere Termine zur Auswahl, der beim Bio-Bauern Leyrer war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Erstens ist Pamhagen im Seewinkel kaum eine Autostunde von Wien entfernt, zweitens hört sich Reisanbau im Burgenland doch sehr exotisch an und drittens würde ich rechtzeitig zur Halloweenparty von kleiner Tochter wieder zu Hause sein, sonst. Der Gastgeber Ja!natürlich nennt seine kulinarischen Entdeckungsreisen “#ausbauernhand” und lässt beim Kennenlernen der eigenen Bio-Betriebe niemanden Geringeren die Tafel aufs Feld stellen als die Jungs von der Feldküche rund um Martin Fenz und Matthias Felsner. Mit dabei auch Burgenland-Insiderin Melanie Limbeck DAS Mundwerk euch als Grafikdesignerin vom “Put a lot of Love in it” ein Begriff, die zum Aperitiv gleich einmal einen Gurkenglühwein serviert und das Rezept auch auf ihrem Blog verrät und für alle hier am Ende des Textes.

Tobias “Tobi” Müller bekocht von der aufgestellten Feldküche aus die rund 50 Gäste zum Thema des Tages “Reis” und legt das Menü passenderweise asiatisch-burgenländisch an. Wir starten mit fruchtigen Seewinkel Reiskracker hübsch auf RoughCutBoard angerichtet, später am Tisch serviert wird Pastinaken-Sauerkraut-Suppe, Manu-Tofu und burgenländischer “Tofu”, Kürbis mit seltsamen Geschmack, sehr, sehr guter gekochte Schweinebauch , und ich schmecke sexy, denn es steht Sherry -Zeller. Bio-Bauer Leyrer hat sich auf das Reisanbau-Experiment sehr gerne einlassen, er ist eben der geborene Pioneer. Die Herausforderung beim Reisanbau liegt, wie er sagt, bei der richtigen Bodentemperatur zum Zeitpunkt der Auszupflanzung, die es im Seewinkel aber erst Anfang Mai erreicht, darum wird hier beim tatsächlich nördlichsten Reisanbau in Europa mit vorgezogenen Pflanzen gearbeitet. Dann braucht der Reis 150 Tage zum Wachsen, genug Zeit für die schwarze Limousine in der der Doktor Steindl von Ja!natürlich sitzt, er kommt immer wieder persönlich vorbei um sich vom Wachstum am Feld zu überzeugen, sagt der Leyrer stolz. Bei ihm gedeiht der Reis wirklich sehr prächtig, das schmeckt man auch, denn während er spricht wir der rote und schwarze Reis, beides Sorten die hier gepflanzt werden, perfekt auf bissfest vom Tobi gekocht und zum Schweinebauch auf die Tafel gestellt. Das passt hier alles dermaßen gut zusammen, die Sonne legt sich an dem strahlend sonnigen Herbsttag noch einmal so richtig in den Seewinkel hinein, die Wildgänse fliegen in Formation über uns und die Bio-Leyrerin lässt uns zum Abschied auch noch ihre Gurkencreme probieren, ein wahres Elixier, sie steht beim Pionier sein dem Gatten um nix nach.

Melanie Limbecks Rezepte für den Gurkenglühwein:

  • Gurkensaft, Wasser und Weißwein in einen großen Topf geben. Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden.
  • Den Apfel ebenfalls in Scheiben schneiden und gemeinsam mit dem Ingwer, der Zimtstange und den Nelken in einen Teefilter oder einen sauberen Strumpf geben. Den Teefilter in den Topf hineinhängen und die Flüssigkeit aufkochen.
  • Den Zucker nach Belieben hinzufügen und den Glühwein ca. 40 Minuten ziehen lassen.
  • Den Teefilter entfernen und den Glühwein heiß genießen.

Der erste Ja!natürlich Reis vom Bio-Hof Leyrer wird es voraussichtlich im Jänner 2016 zu kaufen geben.

Kommentare (1)

Comments

  1. Liebe Xandi,
    wie Recht du hast – Pioniere braucht das Land! Und wenn sie dann auch noch bio sind und so gute Ideen haben wie Reisanbau im Burgenland, dann finden wir das ebenso großartig wie du.
    Danke, dass du dabei warst bei unserer kulinarischen Entdeckungsreise #ausbauernhand und hier deine Leidenschaft und Begeisterung unmittelbar zu Papier, äh zu Bildschirm gebracht hast.
    Bis zum nächsten Mal!

    PS: Der Doktor Steidl ist übrigens unser Qualitätsmanagement-Direktor (noch einer von den kraftvollen Herzblut-Pionieren) und weitaus bodenständiger als es die von dir beschriebene “schwarze Limousine” vermuten lässt! 😉

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