Glückliche Rolle – Biskuitroulade mit Erdbeercreme

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Nicht, dass das lange Wochenende bis dahin schon sehr gemütlich war. Der Sonntag schon in der Früh: strahlendster Sonnenschein, gemähter Rasen, auch die Nachbarn, also eine Ruhe rundherum und Verwandtschaft erst am Nachmittag. Die Mädchen noch in den Betten und mein zufriedener Mutterblick fällt gleich auf die Adiletten, sprich, Berlin ist von der Nacht gut heimgekommen, beide schlafen immer noch tief und fest. Ein feiner Muttertag also. Auch die 6 Eier für den  Biskuitteig lassen sich mit dem Zucker dermaßen fluffig aufschlagen, daß es eine Freude ist. Zur Feier des Tages werden sogar die 6 Esslöffel Mehl gesiebt unter den Teig verrührt und nicht nur so, sogar das Backpapier mit der Schere geschnitten und nicht nur schnell über die Kante gerissen. Im vorgeheizten Backrohr bei 200 Grad (unbedingt Ober/Unterhitze) 13 Minuten auf blond gebacken und auf ein mit Kristallzucker angesiedeltes Geschirrtuch gestürzt. Das Backpapier lässt sich – ganz ohne Trick  – siehe unten Tricks Biskuitrouladenbacken – abziehen und das Biskuit gleich in Form gerollt. So kühlt es aus und wird erst später gefüllt. Zuerst lässt sich Berlin blicken und kümmert sich um die Erdbeeren, dann auch das Tenniswunder (ihre 15 Rückhand war besser als die von allen Anderen nach 3 Jahren, so der Trainer, danke auch schönen Muttertag zurück!) die praktisch gleich das Füllen filmt. Nach 2 Stunden im Kühlschrank kommt die Erdbeercreme und Staubzucker auch oben drauf und der Rokitansky fahrt lieber gleich zur AIDA um ein paar Cremeschnitten, die anderen sollen ja auch einen Nachspeis bekommen. Wie auch immer, die Biskuitrouladen war tatsächlich in Sekunden aufgeschnupft und Berlin bittet um sofortige Aufnahme  dieser in das Blogverzeichnis, die Stulle bäckt sie in Friedrichshain bald nach.

Für das Biskuit:
6 Eier
6 Esslöffel Kristallzucker
6 Esslöffel glattes Mehl

1 Prise Salz
geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone

 

Für die Erdbeercreme:

500 g Erdbeeren

250 ml Schlagobers

250 g Topfen 20% Fett

2 Packerl Vanillezucker

 

Zubereitung:

Die ganzen Eier mit einer Prise Salz mit der Kitchen-Aid sehr fluffig aufschlagen und Feinkristallzucker löffelweise einrieseln lassen. Abrieb von einer Bio-Zitrone und 6 gesiebte Esslöffel Mehl unterheben – keinesfalls rühren – Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gießen und im vorgeheizten Backrohr bei 200 Grad 10-15 Minuten blond backen.

Auf ein mit Kristallzucker bestreutes Geschirrtuch stürzen, Papier abziehen, Biskuit vorsichtig zu einer Rolle formen und auskühlen lassen. 250 g  Erdbeeren waschen, putzen und pürieren, mit 250 gTopfen, 2 Packerl Vanillezucker und  500 ml geschlagenem Schlagobers verrühren. 2/3 der Creme das Biskuit füllen und kühl stellen. Vor dem Servieren die restliche Erdbeercreme obendrauf mit 250 g frischen Erdbeeren und Staubzucker obendrauf servieren.

 

Meine Tricks für eine super Biskuitroulade:

  • Biskuitteig muss sehr fluffig sein. Am besten alle nötigen Utensilien vorher bereitstellen, damit der Teig möglichst rasch ins Rohr kann.
  • wer auf Handmixer steht, Eier besser trennen und mit je der halben Zuckermenge schaumig rühren, dann zusammenführen
  • immer mit Ober/Unterhitze gebacken werden. Heißluft trocknet den Teig zu stark aus. Nur solange backen, bis die Roulade blond ist.
  • Jedes Backrohr bäckt anderes, das Biskuit beim Backen im Auge behalten.
  • Das Backrohr immer vorheizen. Die Roulade ist so kurz im Rohr, dass die Temperatur gleich stimmen muss.
    Ein Geschirrtuch vorbereiten, mit Kristallzucker bestreuen und die fertige Roulade darauf stürzen. Wenn sich das Backpapier nicht gleich abziehen lässt, mit kaltem Wasser überstreichen und dann vorsichtig abziehen.
  • Biskuitroulade mit dem Geschirrtuch gleich in einer Rolle formen und auskühlen lassen – das gibt ihr gleich den richten Schwung!

Rock the Kitchen

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11 Trink und 1 Essgewohnheit, Ossobuco

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Im Endspurt meiner Alkoholfastenzeit, schneit ein Kettenbrief  über Trinkgewohnheiten herein, fast eine Provokation. Aufgefordert von Jürgen Schmücking (ebenso wie Angelika DeutschMarkus BudaiMatthias Metze) – ich, noch nie eine Spaßbremse, hab auch trocken und prompt die Antworten darauf. Gleichzeitig landet dieses Ossobuco alla Cipriani, eine meiner liebsten Essgewohnheiten im Topf, zu dem ich schon sehr gerne ein Gläschen eiskalten Dorli-Muhr-Weines dazu getrunken hätte. Aber bald. Und jetzt zu den 11 Antworten über Trinkgewohnheiten:

1. Was ist Dein liebster Drink? Ein Gläschen eiskalten Weines zu diesem Ossobuco, Rezept siehe unten.

2. Wann hast Du das erste Mal Alkohol getrunken? An das erste Mal kann ich mich nicht erinnern, nur an das erste Mal mit böser Wirkung. Gemeinsam mit einer Freundin, wir waren sicher noch keine 14, haben wir in der Minibar meines Onkels eine Flasche Bailys (grrrrr…..es schüttelt mich heute noch) entdeckt und den grauslichen Fusel getrunken. Böse.

3. Welchen Drink hast Du am meisten bereut? Den dritten Blue Curacao Mitte der 80er in der Zwölferalmbar von St.Gilgen am Wolfgangsee.

4. Bar oder Beisl? Wie passend: Harry´s Bar, denn aus dessen Kochbuch ist dieses wunderbare Ossobuco alla Cipriani.

5. Champagner oder Schaumwein? Wieso, mir schmecken auch Marillen aus der Steiermark.

6. Mit wem würdest Du gern trinken? Mit Giuseppe Cipriani – siehe Ossobuco alla Cipriani und Christine Brugger, siehe Punkt 10.

7. Bei wem würdest Du gern trinken? Wie gesagt, in der  Harry´s Bar in Venedig oder bei  Hubert Peter im Kussmaul. Mir von ihm eine seiner unglaublichen Drink-Kreationen mixen lassen und mir wieder die Geschichte erzählen lassen, als ihm eine Putzfrau, den eigens angesetzten, über Nacht gefilterten Tomatensaft für Cocktails eines gemeinsamen Feldküchenauftrittes einfach weggemissen hat.

8. Wie sieht Deine Hausbar aus? Da hab ich heute ein Foto für Dich – siehe oben.

9. Wie sehen Deine Eiswürfel aus. Nicht so, wie ich sie gerne hätte. Nämlich diese exakt gehackten, großen, kristallklaren Eis-Quadrate. Wird noch.

10. Was ist Deine Gin & Tonic-Empfehlung? Eindeutig Ginn & Ginnie, von der lieben Christine Brugger. Sie hat Geschmack studiert, von den Großeltern eine Brennerei geerbt, und braut den besten Gin am Bodensee. Bei Tonic nehme ich einen Fentimans.

11. Wie bekämpfst Du Deinen Hangover? Mit Leimi (mit Leitungswasser gespritztes, salziges Mineralwasser) wenn es ganz arg ist: Korrekturbier plus Leberkäsesemmel.

Und jetzt zu meiner liebsten Essgewohnheit:

Ossobuco alla Cipriani für 8 Personen:

  • 8 Scheiben von der Kalbshaxe
  • Mehl zum Wenden
  • ein halbes Bund klein geschnittene Stangensellerie (4 Stangen)
  • 3 geraspelte Karotten, 2 weiße gewürfelte Zwiebel,  1/2 Liter Weisswein zum Aufgießen, 1 Dose Paradeismark, Salz, Pfeffer (im Originalrezept auch mit 200 g Champignons)
  • Gremolata: 125 g Butter, 2 gehackte Knoblauchzehen, Schale einer Biozitrone, gehackte Petersilie, Basilikum, Rosmarin, und Salz mit Gabel zerdrücken

Die Scheiben der Kalbshaxe mit Küchenkrepp trockentupfen, in Mehl wenden und in Olivenöl in einem großen gußeisenen Topf beidseitig anbraten. Scheiben beiseite geben, im gleichen Topf Zwiebel und Gemüse anschwitzen, mit Weisswein aufgießen, 5 Minuten köcheln lassen, Fleisch hinein schichten, mit gewürfelten Paradeisern aus der Dose bedecken, würzen und zugedeckt ca. 2 Stunden schmoren lassen. Bevor der Topf auf den Tisch kommt, 2 EL der Gremolata einrühren, je 1 TL auf die Portionen setzten.

Beilage: getoastetes Schwarzbrot (für das Knochenmark!), Polenta oder Spaghetti.

Die 11 Fragen zu Trinkgewohnheiten findet ihr HIER. Wer Lust hat, kann sie für sich selbst beantworten!

Topfbrot, super knusprig ohne kneten

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Für Samstag und Sonntag war je ein Brunch auszurichten, sehr gemütliche Perspektive, die Speck mit Ei Pfannen hab ich schon gerochen, die gepressten Blutorangen geschmeckt. Natürlich war ich schon beim Thum einen Beinschinken holen und mir je 2 Portionen davon –  eh klar das Fettrandl drauflassen –  schön luftdicht verpacken lassen. Vom Besuch beim Käse-Schamanen Robert Paget hatte ich sowieso super Ziegencamembert und Ricotta im Kühlschrank, fehlt nur mehr Schnittlauch – es geht doch nichts über ein dicht beflocktes Schnittlauchbrot und hier

Trick zur Erinnerung: Butterbrot streichen und mit der Butterseite im geschnittenen Schnittlauchhügel tunken

auf frischer Bauernbutter vom Kutschkermarkt. Kein Problem, die hol ich am Samstag und das frische Brot dann auch. Oder aber Selberbacken und wo ist jetzt dieses NO KNEAT BREAD, das doch so in Bloggermode war. Denn wenn das gelingt back ich einen Laib für Samstag, und dann auch einen für Sonntag. Hallo, noch lauwarmes Brot mit Bauernbutter und Schnittlauch!?

Logischerweise konsultiere ich zuerst FoodDOC Seiser, die eine schon fast wissenschaftliche Abhandlung samt Brotbacktabelle anbietet. Sehr genau, sehr korrekt, trottelsicher kann man sagen. Aber bevor ich mich in Nuancen und Brotporengröße verliere, nehme ich ein Stückchen Germ, löse es in lauwarmen Wasser, Mehl dazu, Salz, Zucker, Folie über die Rührschüssel, stelle diese in eine zimmerwarme Ecke und schraub schon mal den Knopf vom Le Creuset Topf ab. Ich schätze, die Mixtur, denn von Teig kann man ja nicht reden – wurde ja nicht einmal geknetet, ist 2 Stunden herumgestanden, dann heize ich das Backrohr mit Ober/Unterhitze samt Topf brennheiß vor. Brotmixtur jetzt per Hand auf die mit Mehl bestaubte Arbeitsfläche, kurz durchdrücken, Topf vorsichtig – weil ja brennheiß – aus dem Rohr holen, innen mit Mehl stauben, Teig hinein, Deckel drauf und eine halbe Stunde bei 180 Grad backen (siehe Foto Topf im Rohr). Deckel runter, eine weitere halbe Stunde knusprig backen. In ein Geschirrtuch schlagen und auskühlen lassen. Unglaublich wie das funktioniert, ein kleines Wunder, innen saftiges fluffiges Brot, außen extra knusprige Kruste, das ganze ohne Arbeit, ohne Kneten.

  • 550 ml lauwarmes Wasser
  • 3 g frische Germ – siehe Foto oben
  • 800 g Mehl (erstes Brot: 2/3 Waldstaudenmehl von Allram, 1/3 Weizen Mehl, zweites Brot: 3/4 Roggenmehl, 1/3 Weizen Mehl)
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1 TL Salz
  • wer will würzt mit etwas Fenchel, Anis, oder Koriander
  • Gusseisentopf mit Deckel (ohne Plastik)

Plötzlich ich, Aug in Aug mit der  Zahl 7.16 auf der Digitalzeige vom Radiowecker, shit, wie ein Pfitschipfeil, sitz schon im Bett, rase auf, schnell, schnell, wir haben verschlafen, Mist, Mädels, Schule, kommt´s, gleich halb Acht, aufstehen, SOFORT! Aber Mama, heut ist doch Samstag, achso, ja, na dann, echt, sorry, und weiterschlafen. Nur ich jetzt hellwach, die Sonne scheint, wie war das mit dem Topfbrot, warum nicht gleich backen, und schön, dass jetzt endlich der Frühling kommt.

Kaum backt einer Topfbrot, backen auch die Anderen! Sehr schön, dieses hier aus Theresas Küche!

Shooting und dann Frühlingsrollen

Frühlingsrolle

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Frühlingsrolle roughcutblog.com

Voll nett, mich zu einem Women Shooting einzuladen, es geht um meinen Style, am besten ich komm gleich mit 2 Outfits, schreibt mich Vera an, klar, machen wir!  Sie stellt mir auch ein paar Fragen und über das neue Buch können wir natürlich auch reden, super ! Also nehm ich das Gorilla Kleid und was in Rot und am Weg ins Fotostudio bleib ich stehen und kauf sicherheitshalber noch einen Bund Bananen – wie sie auch auf das Gorilla Kleid gedruckt sind –  und einen großen Strauß Lauch mit, man weiß ja nie. Gut wars, ohne dem Lauch wär das rote Kleid nur einfach rot und vom Gorilla Kleid ganz zu schweigen. Allen hat´s gefallen, das Obst und Gemüse hat die Foto wirklich gut aufgefrischt. Die Bananen hab ich noch im Fotostudio verteilt und waren sofort aufgegessen, den Lauch hab ich wieder mit heimgenommen, drum gibt es jetzt jeden Tag was mit Lauch. Die Katze winkt, die Vögel zwischtern, heute ist Chinesisches Neujahr, alles klar, es gibt Frühlingsrollen!

100 g faschiertes Rindfleisch

1 Tasse frische Sojasprossen (Hälfte für Salat)

1 kleiner Chinakohl geschnitten (Hälfte für Salat)

1 halbe Zwiebel in feine Scheiben geschnitten

10 cm vom Lauch aus der Mitte heraus in feine Ringe schneiden

2 geschälte und dünne Streifen geschnittene Karotten

1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält, klein gewürfel

1 Packung Strudelteig

1 Eiklar zum Teigverkleben

Öl zum Frittieren

Zuerst Faschiertes, dann das Gemüse  mit Zwiebel und Ingwer kurz anbraten und in einer Schüssel bereit stellen. Strudelteigblätter auf ein feuchtes Tuch legen, in Streifen teilen, 1 Löffel der Fülle darauf platzieren, Teigränder einschlagen und zur Rolle wickeln, Ende mit Eiweiß festkleben und in einer großen Pfanne in Öl 3-5 Minuten frittieren. Aus den restlichen Sojasprossen und Chinakohl Salat wie üblich und mit etwas Sojasauce marinieren. Sojasauce und diese rote süß-sauer Sauce dazu.

Das Gorilla Kleid und das Rote, sind beide von Urban Speed , und wen es interessiert, auf diese Fragen gibt es in der nächsten VIVA von Woman antworten, schaun wir mal ;-))

  • Wie hat sich Dein Stil im Laufe der Jahre ergeben?
  • Hast Du Vorbilder in Sachen Stil?
  • Was ist dein absolutes Lieblingsteil und warum?
  • Wieviel Zeit brauchst du morgens für deinen Look?
  • Dein bester Stylingtipp?
  • Die Story selbst erscheint dann am 6. März im Woman Magazin VIVA.