Spargelquiche

Die Spargelreise führt uns heute zu einer schnellen Quiche, die für 10-12 Personen am Blech, für weniger in der runden Form gebacken wird. Das praktische an dem Rezept ist, daß der Spargel hier roh, also ungekocht, hinein verarbeitet wird wodurch sich eine angenehm intensive, weil unausgewaschene Spargelnote breitmachen kann. Noch was ist mir aufgefallen, bei den vielen Quiches, die ich in den letzten Woche so gemacht hab. Beim Aufblättern mit dem Schüler fällt es überhaupt nicht auf, ob hier auch Spargelreste, abgebrochene Stücke, dicke und oder dünne in die Quiche wandern, ganz im Gegenteil. Für ein Backblech zwei fertige Blätterteigböden leicht überlappend auf einem Backblech verteilen, das Backrohr auf 160 Grad Heißluft vorheizen. In einer Schüssel 10 Eier mit einer Gabel verrühren, 2 Becher Sauerrahm dazu (ein Becher kann auch gut durch Ziegenfrischkäse ersetzt werden), salzen, pfeffern, frische Estragonblätter einrühren. Von je einem Bund weißen und grünen Spargel das Notwendigste an Schale entfernen und mit dem Spar-Schäler feinblättrig aufschneiden. Eimasse auf dem Teigboden verteilen, Spargel darauf wild verteilen und 40 Minuten durchbacken.

Für 5-6 Personen die Masse halbieren, auf nur einem Blätterteigboden in einer z.b. runden Form (25cm Durchmesser) backen.

Immer geht, Banana Bread!

   

Banana Bread mag ich sehr. So ein Kuchen mit Bananen schmeckt einfach großartig. Der reine Bananen Geschmack –  das ist jetzt die gute Nachricht für alle bei denen Bananen nicht in der ersten Reihe sitzen  – löst sich beim Backen in eine süsslich, karamellige Fruchtnote auf. Ähnliches Phänomen wie bei der Karotten Torte (siehe auch ur super Rezept HIER).

Banana Bread gibt es auch oft bei meinem Lieblingscafe Jonas Reindl (Auskenner!). Banana Bread riecht umwerfend gemütlich. Banana Bread kann man ganz leicht selbermachen. Für Banana Bread  sind die paar Zutaten inklusive 3 reifer Bananen meistens alle zu Hause vorhanden. Banana Bread Teig ist schnell mit der Gabel zusammengerührt und total unkompliziert oder wie wir auch gerne sagen “rough cut”. Warum mach ich dann nicht öfter Banana Bread?

Es war bei mir wieder soweit und eine kleine Story darüber hat auf Instagram die Runde gemacht. Da kamen auch schon die ersten Reaktionen: ja, super, wow, bitte mehr davon…., usw. Kaum war der schnelle Teig in der improvisierten Kastenform (dafür hab ich in Ermangelung einer Kuchenform diese kleine DIY Aktion gestartet und von einer festen Papiertasche mit rechteckigen Boden die untern 10 cm einfach mit der Schere abgeschnitten und mit Backpapier ausgelegt, fixerupper!) kamen schon die ersten Fragen nach dem Rezept.  Zu meiner großen Freude haben ein paar meiner Insta-Friends auch sofort Banana Bread gebacken und mir ihre Brote zur Ansicht geschickt. Und für alle anderen geht das so:

Zutaten Banana Bread

  • 3  reife Bananen
  • 3 Eier
  • 150 ml Sonnenblumenöl
  • 150 g Zucker (z.b. dunkler Rohrzucker)
  • 100 g geriebene Mandeln
  • 1 EL Backpulver
  • 200 g glattes Mehl

Zubereitung

In einer Schüssel 2 weiche Bananen mit der Gabel zerdrücken, alle anderen Zutaten einfach mit der Gabel gut damit verrühren. Teig in eine Kastenform füllen, die 3. Banane halbieren, auf die Oberfläche legen und im heißen Ofen bei 180 Grad 50 – 60 Minuten gut durchbacken.

 

STÄBCHENTEST:

Der Ist-er-schon-fertig-gebacken-Test geht so: Zahnstocher in den Kuchen stecken. Lässt er sich glatt herausziehen ist der Kuchen fertig. Bleibt Teig daran kleben noch ein paar Minuten Fertigbacken.

Warum wir jetzt alle einen Teller Orangensalat vertragen

Wenn es draußen kalt ist, muss man sich von innen wärmen. Diese Winter-Überlebens-Strategie schmeckt gerade sehr gut in Form eines Orangensalates. Noch nicht probiert? Bei mir ist es gerade so, als ob mein Körper, ohne mich zu fragen, einen Vitamin C Alert gestellt hat, der mich zu Mittag an meine tägliche Portion mit Zitrusfrüchten erinnert.

Dazu kommen die Eindrücke bei den Streifzügen durch Instagram, siehe auch @roughcutbird,. Kaum ein Tag, an dem mir nicht ein sonnengelbe Teller unterkommt. Schon die Schattierungen von Zartrosa der Grapefruits, sattes Orangegelb  bis zum tiefen Rot der Blutorangen, wärmen mich schon beim Anblick und lassen die Sonne am Teller scheinen. Die erfrischende Süße der gerade besonders reifen Orangen passt verdammt gut zu anderen Früchten, Gemüse, Nüssen, Kräutern und Salatblättern. Sie sind  Vitaminbooster und Aufheller zugleich. Besser als jedes Solarium.  Zusammen kommt, was nur auf den ersten Blick nicht zusammen passt:

  • Orangen, rote Zwiebel, gesalzene Kapern, Käse
  • Orangen, Fenchel, Oliven, Prosciutto
  • Orangen, Avocado, Radicchio, Radieschen
  • Orangen, rote Rüben, Mango, gerösteten Mandeln, Petersilie
  • Karotten, Weintrauben, Frischkäse, Pistazien

Die Orangen werden mit einem scharfen Messer an den Polen gekappt, dann die Schale runter und so dünn es geht in Scheiben geschnitten. Auf einen Teller verteilt, belegt, mit Oliven- oder Maiskeimöl, Salz, Pfeffer mariniert. Die Säure dazu liefern die saftigen Orangen selbst.

 

Orangenquelle

Die Wiener Orangenzentrale des Sizilianers Nino Crupi gibt neben selbstimportierten Käse aus Ziegen- und Schafmilchmolke und Prosciutto auch die besten Orangen der Stadt.

 

Zitrustage in Wien

Auch wenn es bis zum Mai noch länger hin ist, den Termin 17. – 19. Mai am besten jetzt schon eintragen! Zitrusfrüchte aus eigenem Anbau verkosten und über Geschichte, Kultur und Kulinarik erfahren.

 

Fotokredits: Alexandra Palla, Amanda Hesser/Food 52,   Instagram/Alison Wu,

Sexy Spargel mit Hollandaise

Schon vor dem Berlin Wochenende gab es Spargel und seit dem wir wieder zurück sind, jeden Tag. Meine Jagd auf die Stangen starte ich am unteren Ende vom Kutschkermarkt, da wo es die Kinder mit ihren Rocco Eis Stanizeln am Scooter gerne hinschmeisst, es dann ein Riesengeschrei gibt, weil Eis weg, Gewand schmutzig und Mütter am Rande des Nervenzusammenbruchs. Die Anderen sitzen dann bei der Oberlaa mit einem gepflegtem Währinger Phlegma an Schoko-Mousse Torte, stehen an der Strassenbahnstation oder in der Schlange vom Eck-Bankomat um sich Geld aus der Wand zu ziehen. Sobald du aber nach der Topsi Parfümerie in die Markt-Stande-Zeile eintauchst, wird das Wimmelbild immer bunter. Von beiden Seite Farbflashs in Obst, Gemüse und Blumen, dazwischen die Fische, Schanigärten und das Buhlen der Standler um Kundschaft und eben erste Reihe fußfrei, Marchfelder Solo Spargel! Hallo, Irene Pöhl vom Käsestand, danke, alles Bestens, Kindern geht´s gut, Berlin war wieder super, aber den Kutschkermarkt gibt es halt nur hier in Wien, bitte das und das und den guten Saft wie letzte Woche. Beim Zurückgehen kauf ich mir jetzt meinen Spargel, bitte von diesen Prachtstücken, danke keine Fertigsauce, die mach ich doch selber, geht doch schnell, schmeckt viel besser, denn ich hab da meine Tricks.

In eine Metallschale über Dunst 2 Eidotter mit etwas scharfen Senf, die zerlassene Butter (125 ml) in einem sehr dünnen Strahl mit dem Mixer einrühren. Kurz kalt weiterrühren, Salzen, Pfeffern, mit frischem Estragon und Saft einer halben Zitronen würzen.

Ich erspare mir einen eigenen Wasser-Bad-Topf und hänge in das Spargelwasser die Metall-Schüssel in der ich die Sauce Hollandaise rühre – siehe auch das Video. Gemeinsam mit AEG gibt es diese zwei Spargelvarianten, schaut mal rein, freut mich, wenns gefällt! Das Video enthält Produktplatzierung. Alexandra Palla trägt ein Shirt von PALLA Vienna.

 

Frau Smutnys Paradeisersuppe

Im Haushalt meiner Großeltern gab es immer sehr patente Köchinnen, die Mittags die Mitarbeiter vom Schinkenmacherbetrieb, der angeschlossenen Fleischhauerei und dem Großmarktstand in der eigenen Küche verköstigt haben. Gekocht wurden stehts Klassisch bis Böhmisch-Wienerische Gerichte mit den besten Stücken, die die Fleischhauerei oder die Schinkenproduktion überließen. Gegessen wurde von den “Burschen” aus dem Betrieb, den Mitarbeitern des Geschäfts, der Kassierin Frau Zawadil, dem Chauffeur (liebevoll nur der “Schaffeer” gerufen), immer ein paar Enkelkindern (wie mich) und natürlich meiner sehr hungrigen Großmutter Berta, die zu Mittag schon einen sehr langen Arbeitstag am Großmarktstand der Alten Markthalle hinter sich hatte. Der Großvater war zur Mittagszeit immer schon auf Lepschi oder bei seiner Musik. Eine der Köchinnen hieß Frau Poldi, eine hagere, kleine Frau aus dem Burgenland. Heute weiß ich nicht mehr was tiefer lag, ihre dunklen Augen oder der im Nacken gebunden Haarkranz, jedenfalls immer großartige Innereienspeisen. Ganz im Gegensatz dazu Frau Erika, aus einer Gärtnerfamilie in Simmering, ein Teint wie Liselotte Pulver, ein Timbre wie die Marika Röck und den weissen Arbeitsmantel immer straff über den Riesenbrüsten gespannt. Ihre Buchteln mit Vanillesauce gewinnen ex aequo den ersten Preis der Germteig Olympiade gemeinsam mit der Germteig Uli (siehe hier am Blog alle Rezepte mit Germteig). Und dann, Frau Smutny, die rein optisch gesehen die kleine Schwester von Heinz Conrads gewesen sein könnte, gekocht hat sie aber besser als Peter Alexander gesungen hat. Besonders ihre Paradeisersuppe werde ich nie vergessen. Die gab es natürlich besonders oft im Sommer, zu einer Zeit als schöne, reife, g´schmackige Paradeiser – anders als heute – nicht leicht verfügbar waren.  Dazu, selbst gemachte, dünn geschnittene Nudeln. Ein einfacher Nudelteig wurde rasch verknetet, in der Speis zum Rasten neben die Schmalztöpfe gestellt, dann die breite Fensterbank bei geöffneten Fenstern mit Mehl bestaubt, darauf hauchdünn der Teig ausgewalkt, Nudeln in sehr dünne Streifen geschnitten und dort an der Sonne ein wenig zum Trocknen liegen gelassen. Die Paradiessuppe, die  beim Kochen wie das Magma eines Vulkans freundlich dahin geblubbert hat, wurde kurz vor dem Eingießen in die tiefen Suppenteller, die heute locker als Salatschüsseln durchgehen würden, mit direkt aus den Zitronenhälften gepressten Saft verfeinert und den gekochten Nudeln, plus den paar unvermeidlichen darin gelandeten Zitronenkernen, serviert.

Nicht, daß ich noch nie Paradeiser Suppe gemacht hätte, gerne auch so eine eiskalte, scharfe Gazpacho oder andere Paradeiser Gerichte wie der Tomaten-Saft, aber dann sind von einem Shooting so viele schöne rote, reife, süße Paradeiser übergeblieben, daß mir sofort die Frau Smutny eingefallen ist. Weisse Zwiebeln in Butter angeschwitzt, sehr viele Paradeiser und ein paar Gewürze dazu, mit Suppe aufgegossen und an dem sehr warmen Samstag langsam im Bikini bei offener Terrassentüre dahin geköchelt. Dann ist mir eine Yogastunde dazwischengekommen und den gekochten Topf einfach stehen lassen. Tags darauf, und ich muss sagen, das hat der Paradeisersuppe wirklich gut getan, hab ich alles durch die Flotte Lotte gedreht, nochmal aufkochen lassen, die Nudeln al dente gekocht, nicht vergessen, die Zitrone über der Suppe auszupressen und ich war wieder das Kind in der Küche meiner Großmutter, die Frau Smutny am Herd und alle mucksmäuschen still, denn es gab wieder Paradeisersuppe!

Zutaten (auf 4 Portionen heruntergerechnet) für die Suppe:

  • 1 weisse Zwiebel
  • 1 Stück Butter
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Kilo reife, rote, süße Paradeiser
  • 500 ml Suppe (oder 1/2 Suppenwürfel in heißen Wasser aufgelöst)
  • 4 Pfefferkörner, 3 Lorbeerblätter, Salz, Zucker
  • 1/2 Zitrone, ausgepresst

Zutaten Suppennudeln:

  • 100 Gramm Mehl (Mischung aus glatt, griffig)
  • 1 Ei
  • ein paar Tropfen Öl
  • Salz

Zubereitung:

Zwiebel würfelig schneiden, in Butter anschwitzen, geviertelte Paradeiser und Tomatenmark dazu, würzen und mit der Suppe eine halbe Stunde köcheln. Sofort oder besser später durch eine Flotte Lotte (Passiersieb) drehen, mit Zitronensaft, Salz und Zucker abschmecken und mit Nudeln* servieren.

Die Zutaten für Nudeln zu einer Kugel verkneten, zugedeckt 30 Minuten rasten, mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Fläche zu einem dünnen Teig ausrollen, zuerst in Streifen und dann in dünne Nudeln schneiden und kurz antrocknen lassen. Länger getrocknete Nudeln sind kühl und trocken gelagert auch länger haltbar, kann ich aber nicht sagen wie lang, denn unsere werden immer sofort gleich aufgegessen.

 

 

Bärlauch, geht unter die Haut

Ist es also doch noch was mit dem Frühling geworden! Überzeugt hab ich mich davon am Wochenende bei Dauerlauf durch den Wienerwald, denn es gibt ein engagiertes Ziel, einen Lauf in einer für mich passablen Zeit zu rennen. Bis dahin gibt es Intervall-  und eben Dauerläufe. Meine Lieblingsstrecke führt über das Häuserl am Stoa (jetzt mit ganz viel Veilchen und Leberblümchen, wen´s interessiert), rüber zum Griaß di a Gott Wirt, runter nach Weidling. Mahh, ja, und da ist er auch,  der Bärlauch, wurde ja schon mehrfach auf Instagram zwischen Magnolienzweigen und anderen rosa Blüten der Influencer Feeds gesehen. Legt sich wie ein Flokati über den Waldboden, schaut ja gleich viel besser aus mit dem vielen Grün. Unten beim Weidlingbach parken die Bärlauchpflücker, schaffen Kistenweise den wilden Knofl aus dem Wald. Was haben die damit vor? Was könnt ich damit machen? Der Rokitansky hat ein Wiesen-Hendl vom Markt nach Hause gebracht, also kommt der Bärlauch heute einfach in das Huhn hinein und der zarte Knoblauchgeschmack in der Semmelfülle, kombiniert mit 2 Blättern unter der Haut schmeckt ganz wunderbar und ist auch schön anzusehen.

 

Zutaten

  • 1 Brathuhn (Wiesenhendl, Bio)
  • 2 altbackene Semmeln gewürfelt
  • 1 Ei, 100 ml Milch
  • 2 Hände voll frisch gepflückter Bärlauch
  • Öl, Butter

Zubereitung

Die Hälfte des Bärlauchs mit kochendem Wasser übergießen (aus dem Wasserkocher), würfeln, mit verquirltem Ei und Milch und den Semmelwürfeln für die Füllung mischen. Sauberes Huhn damit füllen und mit Zahnstocher verschließen. Unter die Haut der Brüste ein Stück Butter und je ein Blatt Bärlauch schieben. Bratform mit etwas Öl beträufeln, Huhn zuerst mit Brust nach unten, in der Hälfte der Bratzeit mit Brust nach oben im heißen Backofen bei 180 Grad ca. 1,5 Stunden braten, mit insgesamt 250 ml Wasser oder Hühnersuppe aufgießen.

Gebratenes Huhn auf restlichen Bärlauchblättern anrichten, kurz rasten lassen, das sammelt die Säfte im Huhn gut zusammen, tranchieren und servieren!

Mohntorte, dabei sein ist alles!

  

Sonntags bei der Schölli zum Olympia-Abschauen, jeder bringt was mit. Nur der Axel ist schon da, macht zuerst Yoga und dann wird gekocht. Du, schreib ich der Andrea, bei uns wird es erst Eins, dafür bring ich Mohntorte und die anderen Sachen mit. Die Idee dazu kam wieder aus der Auszugslade (Lebensmittelvorräte aufbrauchen!). Höchste Zeit für das gemahlene Mohnpackerl, sonst wär´s wahrscheinlich diese Karottentorte geworden. Mohntorten kennt man ja, entweder sie sind steinhart, stauben einem bei den Ohren raus, werden vor lauter dunkler Schokolade immer mehr im Mund oder haben diesen picksüss-sauren weißen Deckel. So einfach, fluffig, schön mohndunkel und natürlich saftig soll sie sein. Die Rezepte aus meiner Mohntortenzeit, in der ich gerne rohe Äpfel in den Teig gerieben hab, weiss ich nicht wo die sind, außerdem hab ich sowieso keine Äpfel daheim. Es wird, ihr ahnt es schon, ein rough cut Rezept, das ich mir aus ein paar dahergegoogelten Resultaten aus Mohn-Nuss-Poppy-Seed-einfach-saftig zusammenreime. Das Trennen der Eier spar ich mir, die Zuckerangabe vermische ich mit meinen dunklen Vollrohr Lieblingszucker  (absolut not sponsored, sag ich extra dazu, weil mein Mohntortengeheimnis Nr.1). Back die Mohntorte schon einen Tag vorher (mein Mohntortengeheimnis Nr.2) und lass sie zugedeckt über Nacht stehen. Dass das Frosting (so wie ich es auf der Karottentorte gemacht hätte) diesmal nicht gelingt, liegt hoffentlich nicht daran, daß ich Sauerrahm statt Ricotta nehm (was aus). Ich glaub das hat was mit der Temperatur zu tun. Hab der Frostingexpertin  FrlCupcake eh gleich auf Instagram geschrieben, aber noch keine Antwort bekommen. Inputs – wie das Frosting ohne lästiger Bröckerln gelingt, nehm ich hier gerne dankend entgegen.

Außerdem, was soll´s, hier hilft der Olympische Gedanke, dabei sein ist alles, ein paar geriebene Nüsse drüber (Mohntortengeheimniss Nr.3)  und es passt schon. Wir schauen uns die Highlights der Olympiade nochmal an, freuen uns für Anna Gasser (mag ich sehr)  und den Marcel für die Goldenen und alle anderen Österreichischen Medaillen , mein Gott, die hundertstel Sekunde bei der Anna Veith, dann die arme Langläuferin Stadlober, die sich als Zweite verläuft und den enttäuschten Papa in der Moderatorienkabine dazu gleich ein paar Mal.  Schauen uns Eiskunst, Paar und Tanz an, bis der Gusti nicht mehr kann  und lieber Fussball schauen mag. Die Mohntorte gibt es bald wieder und nicht vergessen, put a lot of love in it (Mohntortengeheimnis Nr. 4)  und überhaupt.

Zutaten für die Torte

  • 6 ganze Eier
  • 200 weiche Butter
  • 200 gemahlener Mohn
  • 200 geriebene Nüsse (hier Walnüsse)
  • 200 Zucker (Kristall und Voll-Rohr-Zucker gemischt)
  • 1 TL Backpulver, Brösel für die Form

Frosting

200 Butter, 200 Staubzucker, 200 Ricotta, 100 g Nüsse zum Bestreuen

Zubereitung

Die ganzen Eier mit dem Zucker sehr schaumig rühren (ca. 5 Minuten), langsam die weiche Butter, Nüsse, Mohn und Backpulver unterrühren und in eine ausgebutterte und mit Brösel panierte Form gießen und bei 160 Grad im vorgeheizten Ofen 50 Minuten backen und auskühlen lassen. Zugedeckt über Nacht stehen lassen. Für das Frosting die Butter mit dem Staubzucker schaumig rühren mit Ricotta vermischen, Torte damit füllen und außen bestreichen. Mit gemahlenen und ganzen Nüssen bestreuen.

 

Grießnockerl, zart und flaumig

An meinem  Jahresvorsatz, Lebensmittelvorräte – die sich schon länger in der tiefen Auszugslade aneinander pressen-  aufzubrauchen, arbeite ich kontinuierlich weiter.  Jetzt sind die Grießreste dran. Zurecht, fragst du dich, wo die herkommen, ich mich auch. Grießschmarrn (siehe dieses sehr gutes Rezept dazu)  kommt auch gleich dran. Zuerst aber Grießnockerl, denn der Rokitansky hat eine tadellose Rindsuppen seit 2 Tagen am Köcheln, schön dunkel von den mitgekochten angerösteten Zwiebelhälften mit Schale, die schreien ja förmlich nach darin treibenden weissen, zarten, flaumigen Nockerln. Schon bei der ersten Instastory darüber erreicht mich ein Kommentar: “Sind bei mir immer innen hart”, schreibe zurück “15 Minuten ziehen lassen”. Darauf  kommt  ein “trotzdem….”, und von mir “…auch vorher den Grieß ein bissl quellen lassen”. Gut, als echtes Währinger Nockerl hat man´s leicht,  ist nicht viel rumgekommen, Grießnockerl innen dafür immer zart, flaumig und innen weich.

Zutaten (für ca. 10 Nockerl)

  • 80 g Weizengrieß
  • 40 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz

Zubereitung

Alle Zutaten mit der Gabel gut verdrücken und 15 Min rasten lassen. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Nockerl zwischen 2 Suppenlöffeln formen, 3 Minuten schwach wallend kochen, vom Feuer nehmen, Deckel drauf und 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen und in Suppe legen.

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Rutsch die gute Minestrone

    

Da waren sie, die lieben Neujahrsgrüße-Filmchen und Fotos am Handy. Platz 1 ging heuer eindeutig an “Schlitterndes Elefantenbaby im Dschungel”, gefolgt von “Nackerter in der Garderobe”, der am Bauch quer durch die Umkleide in die Duschkabine rutscht und Platz 3 schnellsprechendes weisses Häschen mit bayrischem Dialekt schnallt sich auf Rakete und schießt sich ins Weltall, ex äquo mit der ablaufender 2017 Uhr (lauter schlechte Sachen), die ins 2018 läuft (lauter gute Sachen). Fotomäßig tolle Feuerwerke, sehr viele Sektkübel auf Skihütten, Strände in Down Under und schön gefönten Haare mit tollen Kleidern aus Bali. Hab mich über jeden einzelnen sehr gefreut. Selbst hab ich das total übersehen, denn wir hatten  diesen wunderschönen alten Holzbalkon  im 3. Stock vom Gasthof zur Post in St.Gilgen für uns alleine, das Feuerwerk vom Salzkammergut-Tourismus quasi exklusiv, erste Reihe fußfrei, viel vom feinen Rose-Sprudel und uns die ganze Zeit gefragt, warum wir das nicht immer so. Der Hansi ist noch weiter gegangen, wie deppert er über 18 Jahre lang war, sein kleines Feuerwerk drüben in der Bucht abzufackeln, wo doch hier, und so prächtig. Ja, Hansi, machen wir jetzt gerne immer so, nur das gebrochene Handgelenk lassen wir bitte aus. Den Wünschen folgen die Neujahrsvorsätze, wie mit weniger Sachen auskommen, keinen Alkohol trinken, mehr Sport machen, Lebensmittelvorräte aufbrauchen, mehr Suppe essen. Das trifft sich gut, Das Gemüse auf der Kellerstiege wird zusammengeschnippelt, in Jungzwiebel, Lauch und Knoblauch mit dem Zeller, Karotten, Erdäpfel, Kohlrabi, kleinen Paradeisern zart angeröstet, aufgegossen, mit Paradeisemark, Salz, Lorbeerblatt und Pfefferkörnern gewürzt und ein Zeitl geköchelt. Dazu rutschen mir Nudeln und getoastetes Brot hinein, das mit Knoblauch bestrichen und in Zitrone, Limetten und Olivenöl dazu getunkt, mein Neujahrsgruß an euch ist! Parmesan darüber schadet auch nicht. In diesem Sinne, wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr, eure Alexandra