Tolle Weihnachtsrolle

Habt ihr gewusst, dass es bei den Franzosen keine Weihnachtskekse gibt? Ich auch nicht, bis mich unlängst meine bretonische Freundin Laurence besucht hat. „In die Frankreisch aben wir nür die Büsch de Noel“, sagt sie wie Brigite Bardot, kurz bevor sie sich mit Gunter Sachs die tief verschneite Bobbahn in St.Moritz hinunterstürzt.
Ja klar sag ich, kenn ich gut, ist eine Biskuitrollade wie aus der Sommerfrischeküche mit fluffiger Schokocreme, in die mit der Gabel das Muster eines Baumstamms gezeichnet wird. Gesagt, getan, e tres bien!
Biskuit Rolle siehe Sommerfrische Küche (unter „Flotte Charlotte „) oder HIER,  Schokocreme: 125 g Schokolade schmelzen. 200 g sehr weiche Butter mit 150g Zucker sehr schaumig schlagen, Schokolade, 1 Ei und 4 Dotter, 2 EL Kakaopulver einrühren. Ausgekühltes Biskuit mit der halben Creme füllen, rollen, restliche Creme darauf verstreichen., mit der Gabel Muster zeichnen und mit Stechlorbeerblätter weihnachtlich verzieren

Merry Berry Christmas

Merry Berry Christmas Cocktail

Variante #ArtAperitiov

Das Kunsthistorische Museum in Wien hat mich zum “Art Aperitivo” eingeladen. Es ist ein sehr neues junges Talk-Format in dem Persönlichkeiten aus ganz unterschiedlichen Bereichen mit einem Kurator oder Kunstvermittler ein Thema besprechen. Zu “Alte Schinken und coole Drinks” durfte ich mir 5 Kunstwerke aussuchen, anhand derer die Kulinarik, der Genuss und ihre Symbole diskutiert wurden.

Abschließend hab ich einen Merry Berry Aperitivo gemixt.

Glasrand in den Saft von Granatapfelkerne tauchen, mit Zucker und Orangenzesten benetzen. Einen Eiswürfel mit Campari und roter Wermut übergießen, mit Tonic oder Mineralwasser aufspritzen. Mit einem Stück Schale einer Bio Orange parfümieren und es im Aperitvo versenken.

 

 

Variante Jungbleiben

Wir lieben spritzige Cocktails mit frischen Beeren und servieren im Winter unseren MERRY BERRY Weihnachtscocktail mit Granatapfelkernen, roten Beeren und spritzen diesen mit dem neuen Vöslauer Balance Juicy Rote Früchte + Echinacea auf, das unlängst in einer nach Hause gelieferten Dinner-Box dabei war.

Den Jungbleiben- Kick gibt der Crust am Glasrand. Dafür wird das Glas mit dem Saft von Granatapfelkernen benetzt und anschließend in einen Zucker-Salz-gehackte Rosmarinblätter-Mischung getunkt.

Nehmt dafür einen feinen Kristallzucker, wenig Salz und mischt frischgehackte Rosmarinzweige darunter!

Das Glas mit Eiswürfel, frischen Granatapfelkernen, ein paar rosa Pfefferkörnern, Rosmarinzweigen und einem Schuss Gin befüllen und mit dem beerigen Vöslauer Blance Juicy aufspritzen.

Sag ich: “Trinkt sich wie ein Spaziergang durch den verschneiten Winterwald,  im knirschendem Schnee der in der Wintersonne glitzert.”

Der Cocktail hat den Vöslauers so gut gefallen, daß sie ihn ihr #jungbleiben Magazin aufgenommen haben, danke!

 

 

ich wünsche mir…..eine BOUILLABAISSE

Die Diskussion, was es am 24.12. zum Abendessen gibt, wird in unserer Familie spätestens im Sommer davor eröffnet. Jeder hat hier konkrete Vorstellungen wie und was gegessen werden soll. Allein wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre, ist von den einfachen Bratwürstel mit Sauerkraut über Retro Fondue, die Weihnachtsgans oder der Truthahn, gedämpfte Fische, kalter Aufschnitt, auf jeden Fall was mit kleingewürfeltem Gemüsemayonnaisesalat bis hin zu ….nur keine G´schichten, fast alles dabei. Die Symbole sind so wichtig wie das Essen selbst und ich erzähle dann gerne, was ich in meiner Kindheit am Heiligen Abend zu essen bekommen hab: dunkle Fischbeuschelsuppe mit Zitronensaft, gebackener Karpfen –  der 2 oder 3 Tage davor in der Badewanne geschwommen ist – für die Kinder gebackenens Bries, manchmal auch gebackene Forelle und dazu natürlich 7erlei Salat, von der Großmutter immer mit der Betonung auf  Simmmerleisalat verkündet: Vogerl, Erdäpfel, Linse, Bohne, Fisole, Zeller, Rote Rübe. In unserer Großfamilie waren wir nie weniger als 20 Personen um einen riesen Tisch, der an jedem Ende 3 x ausgezogen war, versammelt. Mein Großvater in der Küche, eine weiße Schürze um seinen riesen Bauch gebunden und die Tanten an je einer Panierstation: Mehl, Ei, Brösel, alles mit der Hand, was dann schwierig war, die noch rohe klebrige Panier, aus dem – extra für den Abend dick angelegte Ringe  -wieder rauszuwaschen. Die alten Geschichten hören sich meine Töchter natürlich immer sehr gerne an und ich schmücke daß mit der Fischbeuschelsuppe, die aus dem Fischroggen und Fischinnereinen gemacht wird, gerne so aus, daß sie sowieso mit jeder anderen Speise als einer Fischbeuschlsuppe zu Weihnachten sehr einverstanden sind. Nicht so der Rokitansky, da muss ich noch ein Scheuferl nachlegen, von wegen, seine eigene Tradition begründen, aber vor allem ein Gericht wählen, dass auch logistisch zwischen Christbaumschmücken mit ersten kleinem Weihnachtsspitzerl, Eintreffen der Oldies  samt dem Verstauen ihrer mitgebrachten Wäschekörbe voller Geschenke, Bleikristallschüsseln, versilberten Kerzenleuchter, Tisch-Nippes, bestickten Servietten (sie wollen es ja nur ein bisschen gemütlicher haben), Gesangsbücher, daher dem zweiten – schon größeren Weihnachtsspitzerl, der Bescherung pünktlich um 5, und dann eben dem Essen passt. Auch  wegen Tantenmangel, baue ich meine Idee, also die mit der Bouillabaisse, ungefähr seit 2 Jahren auf. Im Vorjahr noch vorsichtig als Vorweihnachtsessen gekocht siehe ich denke an eine BOUILLABAISSE, heuer am Weihnachtsabend Premiere und von mir aus, nehmen wir das gerne in´s Repertoire auf: Bouillabaisse!
Für 10 Personen:
2 weiße Zwiebel in Streifen schneiden, in Olivenöl langsam glasig dünsten, 1 Fenchel, 1 Bund Stangensellerie, 3 geschälte und mit einem Handschlag auf ein flaches Messer zerdrückte Knoblauchzehen, 1 Brieferl Safranfäden dazu, mit 1 l Fischfond aufgießen, 4 gewürfelte Paradeiser, und 2 in Scheiben geschnitten Bioorange mit Schale, Salz und Gewürze dazu, köcheln lassen und 5 Minuten vor dem Servieren die filetierten Fischstücke und Meeresfrüchte im der heißen Suppe ziehen lassen.
1 kg eher festere weiße Fische wie Barsch, Angler, Barbe und Meeresfrüchte wie Riesenscampi, Hummer und wer mag auch Muscheln, die ich heuer jedoch auslassen hab.
Dazu eine Knoblauch-Aioli (siehe Aioli Dip) und Weißbrotchips (wer nicht selbermachen will, kauft Backed Rolls im Supermarkt) und im nächsten Jahr – Simmerleisalat.