Gnocchi, gar nicht Kacke

Montag, 20.4.2015

Gnocchi, gar nicht Kacke

Ja, das war wirklich sehr schön, der erste Markt der Erde am Karlsplatz die Woche davor. Der erfolgreiche burgenländische Biomarkt pendelt ab sofort einmal im Monat von Parndorf nach Wien und zwar  jeden Donnerstag, der auf einen ersten Mittwoch im Monat folgt, so die Erklärung der Organisatorin Monika Liehl. Sie ist zurecht stolz auf ihre treuen Kunden “wenn sich 120 auf Facebook anmelden, kommen 200 Leute zum Markt, so ist das in Parndorf jedenfalls”.  Wien ist anders. Noch. Hier ist der Markt auf ein after Work Bio-Shoppen angelegt, denn die Standeln stehen von 16 bis 22 Uhr da. Außerdem lässt sich ein Einkauf mit einem oder mehreren Getränken im direkt danebenliegenden  Lokal HEUER sehr gut kombinieren. Die schöne Bäckerin Denise im Blickfeld, die liebe Käse- Monika neben mir und dann auch noch die supa Erdäpfelbäurin. Verkauft haben beim erstem Mal – außer der schönen Bäckerin – die anderen Standler nämlich noch nicht so viel, muss sich erst einspielen, die Erdäpfelbäurin ist fast ein bissl enttäuscht. Heimschleppen will sie dann doch nicht alles, also tauschen wir Kochbuch gegen Ditta-Erdäpfel, die ich bei mir daheim gleich auf die Kellerstiege lege.

Jetzt war wirklich viel los die Woche, das neue Kochbuch “Put a lot of love” wurde präsentiert – Bilder folgen – und das RoughCutBoard mit dem Ritterschlag geadelt und darf sich ab sofort Designklassiker nennen, weil Museum. Alle waren da, sogar die Hammerische obwohl langer Orditag und jetzt hätten wir wirklich viel zu besprechen gehabt, aber dann ging es ausgerechnet um Gnocchi und wie sie die so macht. Die Hammerische, siehe auch Mohnnudeln, das geht dahin, also Erdäpfelteigmäßig top und weißt du was sie sagt, es kommt doch nur auf die Erdäpfel an! Und genau da kommen jetzt meine “Markt der Erde”- Erdäpfel ins Spiel, die von der Kellerstiege, die Hammerische sagt dann auch noch, daß sie immer ein bissl Grieß unter den Teig mischt. Und immer Betonung auf die Qualität der Erdäpfel, wirklich nur die Besten, sonst ist das wie beim Serien-Fiesling-Stromberg, der ja immer super sexistische Versicherungsvertretersprüche klopft, denn wenn du irgendwelche Erdäpfel oder irgendein Mehl nimmst, könnte er schon

“…das kannste schon so machen, aber dann isses halt Kacke….” dazu sagen.

Wollen wir das? Eben. Also beste Erdäpfel, vielleicht schon die vom nächsten Markt der Erde am 7. Mai in Wien, die Erdäpfelbäurin wird sich freuen und dann machst du das:

Gnocchi Grundrezept für 4-6 Personen

  • 1 kg beste Erdäpfel (hier Ditta, also festkochenden, speckige wie wir sagen, obwohl überall sonst steht, dass man Mehlige nehmen soll)
  • 60 Gramm Weizengrieß
  • 300 g Mehl
  • 2 Eidotter
  • 2 TL Salz

Zubereitung:

Erdäpfel schälen, halbieren und in Salzwasser ca. 30 Minuten mürbe kochen, abseihen und im Sieb gut ausdampfen lassen. Erdäpfel durch eine Kartoffelpresse drücken, mit Mehl, Grieß und Eidottern rasch zu einem gummiartigen Teig zusammenkneten, teilen, auf einer bemehlten Unterlagen in daumendicke Rollen formen und in Gnocchi schneiden. In schwach wallendem Salzwasser 2-3 Minuten kochen – bis Gnocchi an die Oberfläche steigen! Abseihen und in Zitronenbutter schwenken und mit frischen Kräutern (Salbei, Zitronenthymian, Estragon, Bärlauch, ganz wie du willst) essen.

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